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Mi, 15:10 Uhr
02.09.2009

Kopfgelder für Einweisung

Das auf dem Markt der Gesundheit längst alles aus dem Ruder geraten ist, der muss sich nicht nur die Gesundheitsreform anschauen. Näher betrachtet werden da Abhängigkeiten sichtbar. Vielleicht auch in Nordhausen...


In den Medien überregionaler Natur wabert gerade die Nachricht, dass Ärzte „Kopfgelder“ von Krankenhäusern erhalten, wenn sie ihre Patienten genau in diese Einrichtungen einweisen. „Wir haben noch keinem niedergelassenen Arzt ein solches unmoralisches Angebot unterbreitet“, sagt der Geschäftsführer des Südharz-Krankenhauses, Toni Pille, der nnz.

Pille bestätigt dann indirekt die Vorwürfe in Richtung der Ärzte: „Es gab in den vergangenen Monaten Ärzte aus der Nordhäuser Region, die gesagt haben, wenn sie die gleichen Konditionen wie von anderen Krankenhäusern erhalten, dann würden sie wesentlich mehr Patienten in unser Haus überweisen.“

Diese „Nachfragen“ würden sich auf keine Fachrichtung beschränken, sondern querbeet reichen. Pilles Kenntnis nach gibt es zudem noch Krankenhäuser, die diese Kopfgelder unter dem Deckmantel so genannter „vorstationärer Leistungen“ abrechnen würden. In Nordhausen sei das nicht der Fall.

Die Abhängigkeiten zwischen Ärzten, Krankenhäusern und der Wirtschaft werden aber auch in anderen Fällen sichtbar. So befindet sich in unmittelbarer Nähe der Praxis eines niedergelassenen Orthopäden in Nordhausen das Büro einer Firma, die Heil- und Hilfsmittel vertreibt.
Autor: nnz

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