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Fr, 15:16 Uhr
28.08.2009

„Solarstrom made by Nordhausen“

Am Donnerstagabend baten Nordhäuser Unternehmen den Landtagsabgeordneten Egon Primas (CDU) zum Informationsgespräch über den aktuellen Entwicklungsstand der Photovoltaik-Anlagen auf dem Kiesteich. Was dabei herauskam? Hier ist die Antwort...

Reden über Strom (Foto: CDU) Reden über Strom (Foto: CDU)

Man betrete nicht nur technisches Neuland, sondern auch gesetzliches - die Richtlinien im EEG, so die Auskunft des Bundesministeriums, enthalten im Bereich der Solarförderung auf Gewässern eine Gesetzlücke. Hier erhofft sich die Kooperation aus den Unternehmen Nordhäuser Stahl, Fugo-HGN, SRU-Solar, GermanPipe, IVW, EVN und der FH Nordhausen Unterstützung durch die Thüringer Landesregierung. Diese hat sich schon 2007 durch die "Solarinitiative Thüringen" als Ziel gesetzt, den Freistaat als weltweit anerkannten Produktions- und Forschungsstandort für Solartechnik zu etablieren.

Rein technisch sei man, durch die Erfahrung der ersten Pilotanlage, schon soweit, eine zweite Pilotanlage zu installieren. Von allen Beteiligten und Befragten gebe es nur positive Resonanz, so Horst Huck vom Kooperationsverbund innovative Baustoffe (KViB). Ob das die EVN als Abnehmer, die Ämter für Umwelt- und Naturschutz, die Stadt oder die Unternehmer selber sind; alle sehen in der Möglichkeit minimale Anteile von großen Gewässerflächen für selbstschwimmende Photovoltaik-Anlagen zu nutzen als eine enorme Chance.

Hier sei die "Flächenkonkurrenz" zur normalen Acker- oder Grünlandfläche nicht vorhanden. Würde man einen geringen Prozentanteil der derzeit vorhandenen Gewässerflächen nutzen, könnte die Solarstromgewinnung in Deutschland mehr als Vervierfacht werden, erläuterte Heinz-Jürgen John von der Fugro-HGN, welche die Projektidee entwickelt hat und das Vorhaben koordiniert.

Jetzt müssten aber alle gesetzlichen Rahmenbedingungen von der Abnahmeverpflichtung bis hin zur Investitionszulage an die innovative Standortwahl angepasst werden, so Bernd Seidenstücker von der Nordhäuser Stahl. Dies sei wichtig, um Investoren und Energieversorgern Planungssicherheit zu geben.

Ziel ist es in einem Gemeinschaftswerk in Nordhausen Kapazitäten aufzubauen, um solche Anlagen herzustellen und zu vertreiben. "Wir wollen für Nordhausen doch letztendlich Arbeitsplätze schaffen", so Seidenstücker.

Egon Primas als Sprecher für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten der CDU-Fraktion im Landtag sowie Vorsitzender des Fachbeirates Nachwachsende Rohstoffe gab bei diesem Treffen wichtige Hinweise und Informationen zum aktuellen Stand des EEG und zu den Richtlinien. Er sicherte den Unternehmern seine Hilfe zu, denn auch er sehe in der Möglichkeit der Installation von Photovoltaik-Anlagen auf Gewässern ein großes Potential und das natürlich gerade für die Region Nordhausen.
Autor: nnz

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Kommentare
altmeister
29.08.2009, 11:45 Uhr
Solarstrom ohne Natur zu beeinträchtigen geht auch!
Den Solarstrom ohne Nutzung von Naturflächen ist doch wohl viel einfacher zu realisieren!

Es gibt in Deutschland so viele ungenutzten Dachflächen welche für die Solarstromerzeugung genutzt werden könnten.

Da gibt es nur ein Problem, die Hauseigentümer haben oft nicht die finanziellen Möglichkeiten um sich ein solches Solarkraftwerk auf´s Dach bauen zu lassen, viele haben auch nicht den steuerlichen Vorteil der sich evtl. ergibt.

Warum werden nicht Dachflächen gemietet oder gepachtet? Der Landschaftsverbrauch ist hier mit NULL anzusetzen, die Gebäude sind an das Stromnetz angeschlossen und es fallen keine zusätzlichen Erschließungskosten an.
Darüber würde ich an Ihrer Stelle nachdenken!
98maschr
29.08.2009, 15:52 Uhr
Naja
1. Wird sowas schon gemacht, siehe Schule Heringen.
2. Ist Deutschland nicht Spanien.
3. Sind die meisten Dächer dafür viel zu klein weil gerade mal 3 maximal 4 Kollektoren draufpassen.
-> Daraus ergibt sich eine Nichtwirtschaftlichkeit eben solcher "Kleinstanlagen".
4. Nicht jedes Dach ist aufgrund seiner Ausrichtung überhaupt dafür geeignet.

Darüberhinaus ist es kaum realisierbar Deutschland komplett mit Solarstrom zu versorgen zumal es ein Risiko wäre auf nur eine Energiequelle zu setzen, der Mix machts.
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