Mi, 18:02 Uhr
26.08.2009
Betteln per Mail
Eigentlich wollte ich mich zum Wahlkampf in diesem schönen Lande nicht äußern. Jedoch hatte heute die SPD diesem Ansinnen einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Per Mail...
Über das Tolle-Thüringen-Eigentor der Thüringer CDU ist an vielen Stellen bereits viel geschrieben worden. Doch heute kam der mediale Gegenschlag der SPD, eigentlich kam er von Christoph Matschie persönlich. 12.56 Uhr erhielt die Redaktion der nnz eine Botschaft aus dem Kern der Thüringer Sozialdemokratie. Absender: Christoph Matschie.
In dieser Mail wurde schlichtweg gebettelt, um Spenden. Und das nicht von einer Privatperson, einem Sympathisanten. Nein, die Redaktion einer klitzekleinen Onlinezeitung sollte der SPD unter die Arme greifen und ihren Wahlkampf befördern. Das ist – mit Verlaub – der Gipfel der versuchten Beeinflussung. Nicht, dass die nnz und andere Medien der Region seit Wochen diverse Fotos von Wahlkampfterminen und stets lächelnde Menschen veröffentlichen, nun soll dafür auch noch gelöhnt werden.
Herr Matschie: 1. nennt sich die nnz eben nnz und nicht NZZ. Das ist das Kürzel der Neuen Züricher Zeitung. Vielleicht hat deren Redaktion ja auch eine Bettelmail erhalten. Und 2. Ich empfinde den Vorgang an sich als absolute Frechheit.
Vielleicht aber soll ich heute damit das Tolle-Thüringen-Pendant der SPD finanzieren? Heute war das im Redaktionsbriefkasten, nennt sich Thüringer Neue Zeit. Im Gegensatz zum TT ist der Spitzenkandidat sieben Mal abgebildet, hinzu kommt eine Seite, die seiner Frau reserviert wurde. Hiesige Kandidaten namens Wieninger oder Becker kommen nicht vor. Da war die CDU cleverer.
Die übrigens hat auch keine Bettelmail an die nnz-Redaktion geschrieben, auch die anderen Parteien nicht. Zum Schluß kann ich nur schreiben: Das war nicht nur peinlich, Herr Matschie, damit hat sich Ihre SPD in Thüringen für mich unwählbar gemacht.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz/knÜber das Tolle-Thüringen-Eigentor der Thüringer CDU ist an vielen Stellen bereits viel geschrieben worden. Doch heute kam der mediale Gegenschlag der SPD, eigentlich kam er von Christoph Matschie persönlich. 12.56 Uhr erhielt die Redaktion der nnz eine Botschaft aus dem Kern der Thüringer Sozialdemokratie. Absender: Christoph Matschie.
In dieser Mail wurde schlichtweg gebettelt, um Spenden. Und das nicht von einer Privatperson, einem Sympathisanten. Nein, die Redaktion einer klitzekleinen Onlinezeitung sollte der SPD unter die Arme greifen und ihren Wahlkampf befördern. Das ist – mit Verlaub – der Gipfel der versuchten Beeinflussung. Nicht, dass die nnz und andere Medien der Region seit Wochen diverse Fotos von Wahlkampfterminen und stets lächelnde Menschen veröffentlichen, nun soll dafür auch noch gelöhnt werden.
Herr Matschie: 1. nennt sich die nnz eben nnz und nicht NZZ. Das ist das Kürzel der Neuen Züricher Zeitung. Vielleicht hat deren Redaktion ja auch eine Bettelmail erhalten. Und 2. Ich empfinde den Vorgang an sich als absolute Frechheit.
Vielleicht aber soll ich heute damit das Tolle-Thüringen-Pendant der SPD finanzieren? Heute war das im Redaktionsbriefkasten, nennt sich Thüringer Neue Zeit. Im Gegensatz zum TT ist der Spitzenkandidat sieben Mal abgebildet, hinzu kommt eine Seite, die seiner Frau reserviert wurde. Hiesige Kandidaten namens Wieninger oder Becker kommen nicht vor. Da war die CDU cleverer.
Die übrigens hat auch keine Bettelmail an die nnz-Redaktion geschrieben, auch die anderen Parteien nicht. Zum Schluß kann ich nur schreiben: Das war nicht nur peinlich, Herr Matschie, damit hat sich Ihre SPD in Thüringen für mich unwählbar gemacht.
Peter-Stefan Greiner


