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Fr, 16:15 Uhr
31.07.2009

Doppelpack für Verkehr

Sie sind momentan pausenlos unterwegs. Soviel Minister hat die Region in den zurückliegenden vier Jahren nicht gesehen. Nach dem August wird das auch wieder so sein. In dieser Woche kamen die Thüringer Minister gleich im Doppelpack...

Minister im Doppelpack (Foto: CDU) Minister im Doppelpack (Foto: CDU)
Na, wo geht es denn lang, Herr Wucherpfennig?

Wie Thüringens Europa-Minister Dr. Klaus Zeh (CDU) bereits im Vorfeld des Besuches von Minister Wucherpfennig erklärte, stellt eine noch bessere Verkehrsanbindung „eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der Wirtschaft in der Region in und um Nordhausen dar“. Dies trägt zur Sicherung bzw. Schaffung von Arbeitsplätzen bei und kommt daher allen Bürgerinnen und Bürgern zugute.

Vor Ort verschafften sich Minister Wucherpfennig und Minister Dr. Zeh ein Bild von der Bedeutung und vom Fortgang wichtiger straßenbaulicher Maßnahmen. Minister Wucherpfennig konnte den Teilnehmern dabei eine Reihe von Daten präsentieren, durch die die Entwicklung Nordhausens hin zum nordthüringischen Verkehrsknotenpunkt in naher Zukunft deutlich wurde.

Für den Ausbau der B4 in Richtung Erfurt sind die notwendigen Voruntersuchungen für die Strecke von der A38 bis zum Anschluss an die Ortsumfahrung Sondershausen beendet, d.h. der Trassenverlauf steht fest. Dieser sieht von der A38 bis zum Abzweig Hain den Bau einer völlig neuen Trasse vor.

Von dort wird die neue B4 bis zur Ortsumfahrung Sondershausen im Wesentlichen auf der Trasse der alten B4 verlaufen. Die scharfe Linkskurve in Neuheide wird durch eine langgezogene Linkskurve ersetzt. Für den gesamten Trassenverlauf ist ein dreispuriger Ausbau, mit wechselseitig angeordnten Zusatzfahrstreifen geplant. Sofern im Planfeststellungsverfahren keine Einwendungen erfolgen, könnte Ende 2011 Baurecht vorliegen und dann wird die Mittelfreigabe durch den Bund entscheiden wann begonnen werden darf.

Auch für die Ortsumfahrung Nordhausen/Niedersachswerfen steht der Trassenverlauf bereits fest, er muss allerdings noch vom Bund bestätigt werden. Hierbei handelt es sich um einen Neubauabschnitt mit besonderem naturschutzfachlichem Prüfauftrag an dem zahlreiche Behörden zu beteiligen sind. Eine Prognose hinsichtlich des Baubeginnes lässt sich daher noch nicht treffen.

Für den Bau der B243n Richtung Hannover sind insgesamt drei Bauabschnitte vorgesehen. Der erste Bauabschnitt, von der A38 bis Großwechsungen, beginnt mit dem ersten Spatenstich bereits am 21.08.09 um 11:30 Uhr. Es erfolgt ein vierspuriger Ausbau, der spätestens 2012 fertig gestellt sein soll.

Für den zweiten Bauabschnitt, von der Landesgrenze Niedersachsen bis zur Ortsumfahrung Mackenrode, wird das Planfeststellungsverfahren voraussichtlich Ende 2009 beendet und damit Baurecht gegeben sein. Nach Finanzierungszusage durch den Bund kann mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen werden.

Für den dritten Bauabschnitt, den Ortsumgehungen Günzerode und Holbach, steht die Trassenführung bereits fest. Derzeit erfolgt die Entwurfsplanung.
Das Planfeststellungsverfahren soll voraussichtlich Ende 2010 eingeleitet werden. Da es sich jedoch um einen Neubau im sensiblen Gebiet handelt ist mit Einwendungen zu rechnen. Eine Vorhersage, wann Baurecht vorliegen wird, ist insofern noch nicht möglich.

Minister im Doppelpack (Foto: CDU) Minister im Doppelpack (Foto: CDU)

Im Anschluss hieran informierten sich Minister Wucherpfennig und Minister Dr. Zeh über den Fortgang der Bauarbeiten an der Unterführung in der Freiherr-vom-Stein-Straße, die voraussichtlich im Januar 2010 abgeschlossen sein werden. „Hierbei handelt es sich um eine der größten Baumaßnahme in Nordthüringen“, stellte Minister Wucherpfennig fest. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 9.927.000 Euro. Die Stadt Nordhausen trägt hiervon 1.658.700 Euro. Weitere Kostenträger sind u.a. der Bund, das Land, die HSB und die DB AG.

Die in letzter Zeit laut gewordene Kritik an der Notwendigkeit der Baumaßnahme mit der Argumentation, die Zeppelinbrücke sei ausreichend, bezeichnete Minister Dr. Zeh als unzutreffend. „Zum einen hat die Stadt Nordhausen einen starken Ziel- und Quellverkehr zu verkraften, zum anderen ist durch den künftigen Verlauf der Ortsumfahrung zu erwarten, dass sich das Verkehrsaufkommen sogar noch verstärken wird“, so Minister Dr. Zeh.

Minister im Doppelpack (Foto: CDU) Minister im Doppelpack (Foto: CDU)

Abgeschlossen wurde der Besuch von Minister Wucherpfennig mit einem Rundgang durch die Nordhäuser Altstadt. „Die dringend notwendige Sanierung und Entwicklung der Altstadt ist eine prioritäre Aufgabe“, macht Minister Dr. Zeh klar. Minister Wucherpfennig sprach sich abschließend dafür aus, „in der Zukunft mehr in innerstädtische Wohnquartiere zu investieren als in den Bau auf der grünen Wiese.“
Autor: nnz

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