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So, 07:03 Uhr
26.07.2009

Fehler am Kyffhäuser eingeräumt

In seinem neuen „Thüringer Schwarzbuch Naturschutz“ zieht der BUND Thüringen eine Bilanz der Naturschutzpolitik der Thüringer Landesregierung für die zu Ende gehende Legislaturperiode. Thüringens Minister Dr. Sklenar nahm dazu wie folgt Stellung...


Thüringens Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar (CDU), bewertet die beschriebenen Vorgänge im Naturpark Kyffhäuser "als halbwegs zutreffend." Festgestellt sein soll jedoch, dass die erwähnten Defizite bereits behoben wurden. Insbesondere die Schulung aller Waldarbeiter und Förster über die Naturschutzziele ist ein ständiger Prozess und seit jeher Bestandteil der Aus- und Weiterbildung in Thüringen. "Auch die Kommunikation mit der Öffentlichkeit vor einem solchen Eingriff ist ein wichtiger Bestandteil unserer Forstpolitik", so der Minister.

Bei den generellen Forderungen des BUND im Fazit des vorgelegten Schwarzbuches Wald teilt das Ministerium ferner die Auffassung des BUND, dass die Managementplanung für die Natura 2000-Gebiete zügig umzusetzen ist. Thüringen ist hier mit der Positivliste, d.h. Bewirtschaftungshinweisen für den Lebensraumtyp Wald, auf dem richtigen Weg.

Der Minister betont, dass die Pauschalforderung des BUND, fünf Prozent des Waldes mittelfristig und 10 Prozent langfristig ganz aus der Nutzung herauszunehmen, der Vielfalt der gesellschaftlichen Ansprüche an den Wald (Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen) nicht gerecht wird. Zudem entspricht dies nicht den Grundsätzen einer nachhaltigen Forstwirtschaft.

Den Ausführungen des Vorsitzenden des BUND, Hubert Weiger, der im Zusammenhang von Verkehrssicherungsmaßnahmen im Wald von "Neoliberalismus" spricht, muss widersprochen werden. Bäume an den Straßen müssen nach geltender Rechtslage für den Schutz von Leib und Leben aller Verkehrsteilnehmer regelmäßig kontrolliert und erkennbare Gefahrenquellen beseitigt werden!

Welche Gefahren hierbei tatsächlich bestehen, hat der tragische Verkehrsunfall, mit Todesfolgen im Rotehofbachtal bei Stadtroda in der vergangenen Woche einmal mehr schmerzlich unter Beweis gestellt.

Auch in den anderen Forderungen, wie zum Beispiel die Zertifizierung des Staatswaldes nach FSC-Standard und der Ausstieg aus PEFC, kann der Minister der Position des BUND nicht folgen. "Wir haben mit der PEFC-Zertifizierung in Thüringen sehr gute Erfahrungen gemacht", so Minister Dr. Sklenar. "Wir bleiben im Sinne der Privatwaldbesitzer auch weiterhin bei der PEFC-Zertifizierung", sagte der Minister.

Die Pressemitteilung des BUND finden Sie hier: http://www.bund-thueringen.de/aktuell/presse/pressemitteilungen/120609_bund_thueringen_legt_thueringer_schwarzbuch_naturschutz_vor/#c18581
Autor: khh

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Kommentare
Nordhäuser 2
26.07.2009, 11:56 Uhr
Lobbyist der Industrie
Wenn eine Landesregierung aus Lobbyisten der Industrie besteht interessiert Natur+Umwelt oder Tourismusförderung überhaupt nicht!
Peppone
28.07.2009, 15:51 Uhr
Lobby stirbt nie aus
Nun ist der BUND ja eigentlich eine begrüßenswerte Organisation, aber bei der Erstellung ihrer „Schwarzbücher“ klingt schon viel politisches Gehabe hindurch. Liegt es daran, dass da schon wieder einige BerufsBUND’ler ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen vertreten?

Ist es nicht nachvollziehbar, dass unmittelbar an der B85 zwischen Kelbra und Bad Frankenhausen an den Hanglagen forstlich im Sinne der Verkehrssicherung eingegriffen wird? Muss sich dort erst jemand wegen umgestürzter Hangbäume den Kopf abfahren? Dann kann man es ja aber wieder dem Forstamt und dem Straßenverkehrsamt in die Schuhe schieben. BUND steht jedenfalls in beiden Fällen immer gut da! Einmal als Retter der Bäume, anderenfalls als Anwalt der Bürger.

Warum kümmert sich BUND nicht mal um die ausgeräumten Agrarsteppen der hiesigen Region? Feldhecken, Feldraine, bewachsene Dammkronen, …alles musste der effizienten landwirtschaftlichen Bewirtschaftung weichen, von der Fauna gar nicht zu reden. Hat hier in den letzten Jahren von der geneigten Leserschaft schon mal einer ein Rebhuhn gesehen? Als ich Kind war gab es die bei mir hier zu Hauf im Garten!

BUND ist leider mittlerweile eine politische Organisation geworden und befasst sich nur noch mit Themen, die keiner tiefgründigen Analyse standhalten, aber die dem Zeitgeist der Masse entsprechen. Hauptsache das Geld für die Hauptamtlichen fließt.

Insofern können sie @Nordhäuser BUND gern zur Lobby dazurechnen!
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