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Do, 07:12 Uhr
11.06.2009

Saison-Halali ohne Knallkörper?

Trotz Rolandsfestes hat es die erste Männermannschaft des FSV Wacker 90 Nordhausen um den scheidenden Trainer Burkhard Venth vor, sich im letzten Saisonspiel gegen den FC Einheit Rudolstadt am Sonnabend um 15 Uhr von ihren Fans mit einem guten Spiel zu verabschieden…


Es wird auch ein Tag des Abschieds für den Schiedsrichter Lothar Kruse sein, der viele Begegnungen Wackers als Unparteiischer gut über die Runden brachte und mit dem letzten Pfiff gegen 16.45 Uhr seine Karriere beenden wird. Vom Thüringer Fußball-Verband hat sich der Staffelleiter Ulrich Hofmann aus Römhild angemeldet. Er wird das erfolgreiche Team für die Erringung des Bronzeplatzes auszeichnen, aber auch einen Blick auf das Verhalten der Zuschauer werfen, die sich in übergroßer Mehrzahl sportlich fair verhalten, leider nicht alle.

So viel steht schon vor dem Anpfiff fest, Wacker hat in dieser Saison das beste Ergebnis seit seiner Zugehörigkeit zur Thüringenliga erreicht. Vor allem die Stabilität und die Ergebnisse der ersten Halbserie waren beeindruckend. Alle, die dazu beigetragen haben, verdienen Dank und Anerkennung. Nicht jedoch der Werfer des Knallkörpers in Sondershausen, der die Meldung dieses Vorfalls durch den Staffelleiter ans TFV-Sportgericht und eine zu erwartende vierstellige Strafe für den FSV Wacker 90 mit seinem Gewissen, leider nicht mit seinem eigenen Geldbeutel, verantworten muss.

„Selbst wenn es in der Rückrunde etwas holprig zuging, haben wir eine gelungene Saison gespielt“, meint Sebastian Elle, der in allen bisherigen 29 Spielen ohne Auswechslung aufgeboten wurde und damit die meisten Minuten auf dem Rasen stand. Zum bevorstehenden Abschlussspiel vertritt er diese Meinung: „Entgegen der Auffassung einzelner Fans sind wir noch voll motiviert, selbst wenn manchmal der Schein trügt. Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Das hat man auch in Sondershausen gesehen, wenn es auch nicht unsere beste Leistung war. Aber wir haben ein Tor mehr geschossen und das war allein unser Verdienst. Die Saison hat besonders für diejenigen Akteure viel Kraft gekostet, die Woche für Woche gespielt haben. Oft hat uns in den letzten Monaten kurz vor Schluss das Pech verfolgt und es gingen Punkte verloren. Gegen Eintracht lief nicht alles optimal, da hatten mal wir das Glück auf unserer Seite.“

Gerade zur Begegnung auf dem Göldner gehen die Auffassungen der Fans, sogar die von Experten, auseinander – von grottenschlecht bis gutes Niveau. War Sondershausen besser? Warum schoss man dann nur ein Tor? War etwa Nordhausen schlechter? Doch Wacker erzielte zwei Treffer. Nach den eisernen Fußballgesetzen gewinnt der, der mehr Tore schießt als der Gegner und ist demzufolge in der entscheidenden Frage der Bessere.

So wird es auch am Sonnabend sein. Wacker wird in seinem 148. Thüringenliga-Spiel seiner Geschichte wieder versuchen, den Ball öfter ins Netz zu treffen als die Heidecksburgstädter. Ob der 250. Treffer fallen wird, scheint eher fraglich, bisher erzielte Wacker 245. Aber schon oft fielen viele Tore zwischen beiden Mannschaften, zumeist für die Nordhäuser. Doch der FC Einheit befindet sich gegenwärtig auf einer Erfolgswoge. Nur gegen Gotha, Schmölln und Oberliga-Aufsteiger Jena wurde in der zweiten Halbserie verloren. Zuletzt gab es vier Spiele
ohne Niederlage.

Im Hinspiel vor acht Wochen trennten sich Einheit und Wacker in einer gutklassigen und fairen Begegnung 2:2. Bei den Nordhäusern dürften alle Spieler der letzten Wochen wieder an Deck sein. Das interne Ziel, über 50 Punkte zu kommen, wurde klar erreicht. Die Mannschaft kann somit befreit aufspielen und dem Trainer zeigen, was sie in zwei Jahren gelernt hat.

„Ich schaue dem Saisonfinale wehmütig entgegen, zumal es auch meine letzte Station im Männerbereich ist. Aber auch freudig, da ich vier Männermannschaften in den letzten 15 Jahren mit gutem Gefühl nach oben geführt habe“, sind Venths Gedanken vor seinem Abschiedspiel gegen Rudolstadt.

Wacker II geht ebenfalls mit neuem Trainer, der in dieser Woche berufen wird, in die nächste Saison und muss am Sonntag in Sundhausen ab 14.30 Uhr nochmals versuchen, bei Aufbau, bereits als Absteiger feststehend, die Urbacher doch noch vom 7. Platz zu verdrängen.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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