Mo, 14:48 Uhr
08.06.2009
Hoffen auf die Wende
Der Konjunkturklimaindex, der die gegenwärtige Situation sowie die Erwartungen und Pläne der Unternehmen im IHK-Bezirk Erfurt für die nächsten Monate beschreibt, sinkt noch einmal um 10 Prozentpunkte. Damit markiert mit 71 von 200 möglichen Punkten den niedrigsten Stand im Landkreis Nordhausen seit Beginn der IHK-Konjunkturanalysen 1990.
Branchen übergreifend wird die gegenwärtige Geschäftslage von den Unternehmen im Landkreis Nordhausen besser eingeschätzt als im Durchschnitt des Kammerbezirkes, obwohl auch hier eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen ist.
So beurteilen 81 % die gegenwärtige Lage als gut bis befriedigend, im Kammerdurchschnitt sind das nur 59 %. Lediglich 19 % im Landkreis beurteilen die Lage als schlecht, im Kammerbezirk sind dies 41 %. Besonderen Anteil an der schlechten Beurteilung haben Unternehmen in der Stadt Eisenach, im Wartburgkreis, im Landkreis Eichsfeld sowie im Landkreis Gotha.
Ob bereits oder wann die Talsohle im Landkreis Nordhausen durchschritten ist, wagt niemand vorherzusagen, zu groß sind die wirtschaftlichen Verflechtungen. Die gegenwärtige Situation hat sich abermals verschlechtert und die Zukunftsaussichten werden noch recht verhalten eingeschätzt.
Branchen übergreifend erwarten 16 % der Unternehmer eine günstigere Entwicklung, 43 % zumindest eine Stabilisierung der Auftragslage in den nächsten Monaten. Allerdings gehen 41 % von einer ungünstigeren Entwicklung aus. Dem entsprechend bleibt auch die Investitionstätigkeit zurückhaltend, was wiederum Auswirkungen auf die Beschäftigungspläne hat. 73 % der befragten Unternehmen im Landkreis Nordhausen gehen von gleich bleibenden Beschäftigtenzahlen aus, 25 % fürchten, Personal reduzieren zu müssen.
Ein tatsächlicher Stellenabbau muss nicht die zwangsläufige Folge sein, da Beschäftigung sichernde Instrumente wie Kurzarbeitergeld einiges abfedern. Die beschlossene vollständige Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge ab dem 7. Monat kann hier für Unternehmen eine wesentliche Kostenentlastung sein.
Eine baldige nachhaltige Erholung ist offenbar noch nicht in Sicht. Viel wird auch davon abhängen, wie schnell die Konjunkturpakete der Bundesregierung greifen und ob ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit vermieden werden kann, so dass Kaufkraft und Binnennachfrage nicht zu stark nachgeben
Autor: nnzBranchen übergreifend wird die gegenwärtige Geschäftslage von den Unternehmen im Landkreis Nordhausen besser eingeschätzt als im Durchschnitt des Kammerbezirkes, obwohl auch hier eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen ist.
So beurteilen 81 % die gegenwärtige Lage als gut bis befriedigend, im Kammerdurchschnitt sind das nur 59 %. Lediglich 19 % im Landkreis beurteilen die Lage als schlecht, im Kammerbezirk sind dies 41 %. Besonderen Anteil an der schlechten Beurteilung haben Unternehmen in der Stadt Eisenach, im Wartburgkreis, im Landkreis Eichsfeld sowie im Landkreis Gotha.
Ob bereits oder wann die Talsohle im Landkreis Nordhausen durchschritten ist, wagt niemand vorherzusagen, zu groß sind die wirtschaftlichen Verflechtungen. Die gegenwärtige Situation hat sich abermals verschlechtert und die Zukunftsaussichten werden noch recht verhalten eingeschätzt.
Branchen übergreifend erwarten 16 % der Unternehmer eine günstigere Entwicklung, 43 % zumindest eine Stabilisierung der Auftragslage in den nächsten Monaten. Allerdings gehen 41 % von einer ungünstigeren Entwicklung aus. Dem entsprechend bleibt auch die Investitionstätigkeit zurückhaltend, was wiederum Auswirkungen auf die Beschäftigungspläne hat. 73 % der befragten Unternehmen im Landkreis Nordhausen gehen von gleich bleibenden Beschäftigtenzahlen aus, 25 % fürchten, Personal reduzieren zu müssen.
Ein tatsächlicher Stellenabbau muss nicht die zwangsläufige Folge sein, da Beschäftigung sichernde Instrumente wie Kurzarbeitergeld einiges abfedern. Die beschlossene vollständige Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge ab dem 7. Monat kann hier für Unternehmen eine wesentliche Kostenentlastung sein.
Eine baldige nachhaltige Erholung ist offenbar noch nicht in Sicht. Viel wird auch davon abhängen, wie schnell die Konjunkturpakete der Bundesregierung greifen und ob ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit vermieden werden kann, so dass Kaufkraft und Binnennachfrage nicht zu stark nachgeben

