Fr, 14:24 Uhr
05.06.2009
Dank an Einsatzkräfte
Den mehr als 150 Einsatzkräften von Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdiensten, dem JugendSozialwerk, von Stadt- und Landkreisverwaltung sowie der Polizei hat Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) für ihren Einsatz beim gestrigen Bombenfund gedankt.
Die Bombe ist entschärft (Foto: P. Grabe)
Der Einsatz hat problemlos geklappt. Alle Beteiligten haben gut kooperiert, so dass die Bevölkerung im Evakuierungsbereich für die Entschärfung des Sprengkörpers zügig in Sicherheit gebracht werden konnte. Es war eine große logistische Leistung. Mein Respekt gilt auch dem Sprengmeister Andreas West und seinen Kollegen, die ein weiteres Mal ihr Können unter Beweis gestellt haben, so der Bürgermeister, der die Einsatzleitung hatte.
Die Alarmmeldung zum Bombenfund war gestern um 16.01 Uhr bei der Berufsfeuerwehr eingegangen. Alle Feuerwehren der Stadt Nordhausen und ihrer Ortsteile wurden zum Sammelpunkt August-Bebel-Platz befohlen, wo sich 22 Einsatzfahrzeuge sammelten.
Bei den Kräften der Berufsfeuerwehr lag die Sicherstellung der Brandbekämpfung und der Einsätze der technischen Hilfe für das gesamte Territorium der Stadt und der Ortsteile. Mit Unterstützung des Landratsamtes, Fachbereich Brand- und Katastrophenschutz, wurde auf dem August-Bebel-Platz die mobile Einsatzleitung aufgebaut.
Den Kräften stand unter anderem ein Führungskraftwagen des Landratsamtes zur Verfügung. Im Bereich Lohmarkt und 300 Metern im Umkreis der Fundstelle musste die Bevölkerung evakuiert werden. Zur Vorbereitung der Evakuierung wurden 58 Einsatzkräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe, Jugendsozialwerk, des DRK, des Rettungsdienstes Ellrich und des Einsatzzuges des DRK alarmiert. 84 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren übernahmen die Evakuierung und Information der Bevölkerung.
Die Evakuierung begann um 18:30 Uhr und konnte 20:28 Uhr abgeschlossen werden. 148 bettlägerige, nicht gehfähige und kranke Bewohner wurden durch die Kräfte des Rettungsdienstes mit 20 Fahrzeugen in die jeweiligen Ausweichquartiere befördert. Insgesamt wurden durch die beteiligten Kräfte 5.000 Anwohner evakuiert. Die Koordination der Rettungsdienstmittel erfolgte durch Mitarbeiter der Rettungsleitstelle im Führungskraftwagen.
Die Absperrung des Evakuierungsbereiches wurde durch die Polizeiinspektion Nordhausen übernommen, unterstützt von den Mitarbeitern des städtischen Ordnungsamtes. Durch die Einsatzleitung wurde ein ständiger Kontakt zu den Versorgungsträgern Gas, Strom und Fernwärme gehalten. Zum Zeitpunkt der Entschärfung stellten die Straßenbahn und der Schienenersatzverkehr ihre Fahrten ein.
Während der Evakuierungsmaßnahmen kam es zu einem Entstehungsbrand "Auf dem Sand". Die Ursache war, dass ein Herd beim Verlassen der Wohnung durch die Wohnungsinhaber nicht ausgeschaltet wurde und eine Pizza in Flammen aufging. In Absprache mit dem Sprengmeister und dem Einsatzleiter wurde 21:10 Uhr mit der Entschärfung begonnen, die sich als schwierig erwies.
21:30 Uhr meldete der Sprengmeister der Einsatzleitung die erfolgreiche Entschärfung der Bombe. Die Sicherheitsmaßnahmen konnten aufgehoben werden und die evakuierten Personen zurück in ihre Wohnung bzw. die Heimbewohner zurück ins "Sankt-Jakob-Haus" gebracht werden.
Zum Foto: Sprengmeister Andreas West (links) mit einem Teil der Fernentschärfungsvorrichtung. Sie wird auf den Zünder geklemmt und ferngesteuert mit Hilfe von kleinen Raketentreibsätzen in so schnelle Rotationen versetzt, dass in weniger als einer Sekunde der Zünder aus der Bombe gelöst wird
Autor: nnz
Die Bombe ist entschärft (Foto: P. Grabe)
Der Einsatz hat problemlos geklappt. Alle Beteiligten haben gut kooperiert, so dass die Bevölkerung im Evakuierungsbereich für die Entschärfung des Sprengkörpers zügig in Sicherheit gebracht werden konnte. Es war eine große logistische Leistung. Mein Respekt gilt auch dem Sprengmeister Andreas West und seinen Kollegen, die ein weiteres Mal ihr Können unter Beweis gestellt haben, so der Bürgermeister, der die Einsatzleitung hatte. Die Alarmmeldung zum Bombenfund war gestern um 16.01 Uhr bei der Berufsfeuerwehr eingegangen. Alle Feuerwehren der Stadt Nordhausen und ihrer Ortsteile wurden zum Sammelpunkt August-Bebel-Platz befohlen, wo sich 22 Einsatzfahrzeuge sammelten.
Bei den Kräften der Berufsfeuerwehr lag die Sicherstellung der Brandbekämpfung und der Einsätze der technischen Hilfe für das gesamte Territorium der Stadt und der Ortsteile. Mit Unterstützung des Landratsamtes, Fachbereich Brand- und Katastrophenschutz, wurde auf dem August-Bebel-Platz die mobile Einsatzleitung aufgebaut.
Den Kräften stand unter anderem ein Führungskraftwagen des Landratsamtes zur Verfügung. Im Bereich Lohmarkt und 300 Metern im Umkreis der Fundstelle musste die Bevölkerung evakuiert werden. Zur Vorbereitung der Evakuierung wurden 58 Einsatzkräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe, Jugendsozialwerk, des DRK, des Rettungsdienstes Ellrich und des Einsatzzuges des DRK alarmiert. 84 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren übernahmen die Evakuierung und Information der Bevölkerung.
Die Evakuierung begann um 18:30 Uhr und konnte 20:28 Uhr abgeschlossen werden. 148 bettlägerige, nicht gehfähige und kranke Bewohner wurden durch die Kräfte des Rettungsdienstes mit 20 Fahrzeugen in die jeweiligen Ausweichquartiere befördert. Insgesamt wurden durch die beteiligten Kräfte 5.000 Anwohner evakuiert. Die Koordination der Rettungsdienstmittel erfolgte durch Mitarbeiter der Rettungsleitstelle im Führungskraftwagen.
Die Absperrung des Evakuierungsbereiches wurde durch die Polizeiinspektion Nordhausen übernommen, unterstützt von den Mitarbeitern des städtischen Ordnungsamtes. Durch die Einsatzleitung wurde ein ständiger Kontakt zu den Versorgungsträgern Gas, Strom und Fernwärme gehalten. Zum Zeitpunkt der Entschärfung stellten die Straßenbahn und der Schienenersatzverkehr ihre Fahrten ein.
Während der Evakuierungsmaßnahmen kam es zu einem Entstehungsbrand "Auf dem Sand". Die Ursache war, dass ein Herd beim Verlassen der Wohnung durch die Wohnungsinhaber nicht ausgeschaltet wurde und eine Pizza in Flammen aufging. In Absprache mit dem Sprengmeister und dem Einsatzleiter wurde 21:10 Uhr mit der Entschärfung begonnen, die sich als schwierig erwies.
21:30 Uhr meldete der Sprengmeister der Einsatzleitung die erfolgreiche Entschärfung der Bombe. Die Sicherheitsmaßnahmen konnten aufgehoben werden und die evakuierten Personen zurück in ihre Wohnung bzw. die Heimbewohner zurück ins "Sankt-Jakob-Haus" gebracht werden.
Zum Foto: Sprengmeister Andreas West (links) mit einem Teil der Fernentschärfungsvorrichtung. Sie wird auf den Zünder geklemmt und ferngesteuert mit Hilfe von kleinen Raketentreibsätzen in so schnelle Rotationen versetzt, dass in weniger als einer Sekunde der Zünder aus der Bombe gelöst wird

