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Fr, 12:00 Uhr
05.06.2009

Die (vorläufig) Letzten werden abgerissen

Der Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft eG Südharz (WBG) hatte gestern zur diesjährigen Vertreterversammlung in den Konferenzraum der Nordhäuser Kreissparkasse eingeladen. Vor den 59 Vertretern der Genossenschaft erläuterte Vorstandsvorsitzender Hans-Werner Grimm den Geschäftsbericht des vergangenen Jahres. Dabei ging er einleitend auch auf die wirtschaftspolitischen Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise ein...


Grimm (Foto: WBG) Grimm (Foto: WBG) Deutlich wurde Grimm hinsichtlich der Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Man werde wieder mit einer steigenden Zahl von hilfebedürftigen Mietern rechnen müssen, auch sei ein Ansteigen der Mietschuldner nicht auszuschließen. Und letztlich bedeutet eine negative Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt auch eine Zunahme der Wanderungsbewegung der Bevölkerung in Regionen mit einer deutlich höheren Wirtschaftskraft.

Ein weiteres Thema im Bericht war der Rückbau von Wohnungen innerhalb des Nordhäuser Stadtentwicklungskonzepts. Im vergangenen Jahr wurden am Standort Johannes-Thal-Straße 2–5 55 Wohnungen abgerissen. In diesem Jahr sollen die vorerst letzten 20 Wohnungen in der Nordhäuser Bahnhofstraße 40/41 folgen.

Erfreulich zeigt sich die Entwicklung der genossenschaftlichen Mitglieder der größten Wohnungsbaugenossenschaft Nordthüringens. Ende 2008 konnten 7.094 Mitglieder registriert werden, das waren 231 mehr als zu Beginn des Jahres 2008. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung hat die Erweiterung des studentischen Wohnens am Standort Bochumer Hof.

WBG-Vertreter tagten (Foto: WBG) WBG-Vertreter tagten (Foto: WBG)

Hans-Werner Grimm berichtete weiter über den Fortgang des Neubaustandortes „Betreutes Wohnen“ in Nordhausen-Nord. Er konnte den Vertretern berichten, dass der Generalauftragnehmer den witterungsbedingten Stillstand der Bauarbeiten aufarbeiten konnte und dass am 11. Juni das Richtfest gefeiert wird. Für diesen Standort konnten bislang 39 Mietverträge abgeschlossen werden.

Die wichtigste Kennziffer eines jeden Vermieters ist und bleibt die „Vermietungsquote“. Und hierbei kann sich die WBG mehr als sehen lassen. 93 nicht vermietete Wohnungen – das entspricht einer Leerstandsquote von 1,49 Prozent, anders herum: 98,51 Prozent der Wohnungen sind vermietet. Ein Spitzenwert, der in den folgenden Jahren aufgrund der zu erwartenden Entwicklung der Einwohnerzahlen und des regionalen Wohnungsmarktes wohl nicht von Dauer sein wird. Im Jahr 2008 konnten durch die WBG und ihre Tochter (WVG) 924 Wohnungen neu vergeben werden.

Ende des vergangenen Jahres verfügte die Genossenschaft über ein Eigentum von 6.259 Wohnungen, hinzu kommen 757 Wohnungen der Tochtergesellschaft. Für die Sanierung des Wohnungsbestandes an allen Standorten im Landkreis Nordhausen sowie für den Neubau der Seniorenresidenz in Nordhausen sind 6,7 Millionen Euro investiert worden. Für die laufende Instandhaltung wurden zusätzlich 3,9 Millionen Euro aufgewendet. Der größte Teil dieser Summe konnte in Form von Aufträgen an die hiesige oder regionale Wirtschaft vergeben werden.
Autor: nnz

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