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Do, 15:09 Uhr
04.06.2009

nnz-Wahlkampf-Ecke: Entscheidung

Lange habe ich überlegt, mir diese Entscheidung reiflich überlegt und bin zu der Überzeugung gelangt, dass jeder ein wenig Zeit in seinem Leben opfern sollte, um diese Welt ein klein wenig gerechter zu gestalten. So beginnt das Statement einer nnz-Leserin...


In einer Gesellschaftsordnung, in der Kinder für viele nur ein lästiges Wesen sind, ein Kinderlachen als ruhestörender Lärm empfunden wird, in der Politik als Kostenfaktor in betriebswirtschaftlichen Berechnungen Erwähnung finden, Ausgaben im Staatshaushalt für Militär und Kriegsführung ein vielfaches höher sind als für Einrichtungen, in denen Kinder gefördert und gefordert werden, für ein warmes kostenloses Mittagessen in Kindereinrichtungen kein Geld vorhanden ist, ein Familienvater trotz Vollbeschäftigung, von einem sittenwidrigen Stundenlohn seine Familie nicht ernähren kann und auf Sozialleistungen angewiesen ist.

Durch Arbeitslosigkeit an den Rand des Ruins getrieben und auch als Rentner abhängig von Sozialleistungen. Einem Grundgesetz nach dem alle Bürger gleich, manche aber gleicher sind. Recht der bekommt, dessen Geldbörse reich gefüllt ist. Falsches Management mit Steuergeldern in Milliardenhöhe bezahlt wird - in einem solchen Staat liegt sozialpolitisch vieles in einer starken Schieflage. Für mich ist das eine Politik der Menschenverachtung, eine Entmündigung und Beraubung der elementarsten Grundrechte.

Wie schon Anfangs erwähnt, habe ich mir die Entscheidung politisch aktiv zu werden, nicht leicht gemacht, zumal in der Partei DIE LINKE. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass nur diese Partei für mich als Plattform in Frage kommt, weil nur diese Partei für die Belange der "kleinen Leute" ein offenes Ohr hat.

Und zum Schluss noch eine Anmerkung, die eine Überlegung wert sein sollte: Man sollte ein Kind nicht für die Fehler des Vaters verantwortlich machen und jedem das Recht zubilligen, aus seinen Fehlern gelernt zu haben. In der DDR gab es nicht nur die SED, sondern auch andere Parteien, die für die damalige Politik mit und voll verantwortlich waren.
Anneliese Hoffmann. Rodishain
Autor: nnz

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Kommentare
ein.nordhaeuser
04.06.2009, 15:40 Uhr
Respekt!
Sehr geehrte Frau Hoffmann,
Respekt dafür, dass Sie sich nicht scheuen, an der Gestaltung unseres Landkreises oder der Stadt Nordhausen mitzuwirken. Respekt auch dafür, sich einer aus meiner Sicht populistischen Partei anzuschließen und öffentlich dafür zu stehen.

Aber auch das sollte eine Überlegung wert sein, nicht das Kind wird für die Fehler des Vaters verantwortlich gemacht, sondern der Vater hat den Platz für sein Kind noch gar nicht frei gemacht.
Hurricane
04.06.2009, 16:04 Uhr
Nanu?
Frau Hoffmann, Ihr Satz „Für mich ist das eine Politik der Menschenverachtung, eine Entmündigung und Beraubung der elementarsten Grundrechte“ verwirrt mich sehr. Denn genau dafür stand das SED-Regime mit seinem alleinigen Führungsanspruch ein. Und die Wurzeln der „LINKE“ liegen genau da.
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