Mo, 12:39 Uhr
09.09.2002
Am Ende stehen mehrere Konzepte
Nordhausen (nnz). Seit einigen Tagen geht Thomas Bayer im Nordhäuser Rathaus und im Theater ein und aus. Er soll, so sein Auftrag, das Nordhäuser Theater durchchecken. Er kommt von außen, war aber auch schon mal mitten drin.
Wie weiter mit dem Nordhäuser Theater? Der Hauptgesellschafter der GmbH, die Stadt Nordhausen, hat den 54jährigen beauftragt, ein oder mehrere Studien zu erarbeiten. Der September in Nordhausen passt dem Theatermann auch terminlich in den Kram. Freiberuflich Tätige können sich ihre Zeit eben besser einteilen.
Nordhausen kennt Bayer nicht nur von der Landkarte, hier stand er in Anatevka schon mal auf der Bühne. Bei der letzten Intendantenkürung gehörte er zum Kreis der Hauptfavoriten. Der Theater-Mann soll Konzepte entwerfen, die in erster Linie den Erhalt des Mehr-Sparten-Theaters im Norden Thüringens zum Ziel haben. Damit sieht er sich auch in Übereinstimmung mit dem Beschluß des Stadtrates. Ich werde Ergebnisse liefern, was die Stadt dann damit macht, das muß sie selbst bestimmen, so Thomas Bayer im nnz-Gespräch.
Bayer ist in der deutschen Theater-Szene für ausgefallene Ideen bekannt. Das Theater in Stralsund und das Ohnsorg-Theater in Hamburg hat er geleitet. Mit Erfolgen, aber auch mit Ecken und Kanten. Sein Abgang in Stralsund, gemeinsam mit dem dortigen GMD sollte ein Zeichen sein, das Ohnsorg-Theater hat er verlassen, als das Haus wieder schwarze Zahlen schrieb. In Eisenach steht er gegenwärtig auf der Bühne, ab Mitte Oktober beginnt ein Engagement in Basel.
Wohin soll die Reise des Nordhäuser Musentempels gehen? Das weiß auch Bayer nicht. Wohl aber will er Reiseempfehlungen abgeben. Er kennt jedoch auch den Spagat zwischen einem künstlerischen Wunschdenken und der finanziellen Realität. Vielleicht wird sich ein Konzept auch fernab aller bislang eingefahrenen Gleise bewegen. Ich bin ein Fremder in Nordhausen. An diesem Theater hängt nicht mein Herzblut und das ist für die Erledigung dieser Aufgabe auch gut so. Ich bin nicht voreingenommen für eine Entwicklungsrichtung, kenne wohl aber die aktuellen und die künftigen Zahlen, beschreibt Thomas Bayer seinen derzeitigen Job.
Kann er sich vorstellen, sich noch einmal für die Intendanz in Nordhausen zu bewerben? Ich glaube nicht, denn nach Jahren des Hin- und Herziehens, muß man auch mal an Heimat denken. Und die liegt für den Theatermacher seit einigen Jahren mit seiner Familie im Allgäu.
Autor: nnzWie weiter mit dem Nordhäuser Theater? Der Hauptgesellschafter der GmbH, die Stadt Nordhausen, hat den 54jährigen beauftragt, ein oder mehrere Studien zu erarbeiten. Der September in Nordhausen passt dem Theatermann auch terminlich in den Kram. Freiberuflich Tätige können sich ihre Zeit eben besser einteilen.
Nordhausen kennt Bayer nicht nur von der Landkarte, hier stand er in Anatevka schon mal auf der Bühne. Bei der letzten Intendantenkürung gehörte er zum Kreis der Hauptfavoriten. Der Theater-Mann soll Konzepte entwerfen, die in erster Linie den Erhalt des Mehr-Sparten-Theaters im Norden Thüringens zum Ziel haben. Damit sieht er sich auch in Übereinstimmung mit dem Beschluß des Stadtrates. Ich werde Ergebnisse liefern, was die Stadt dann damit macht, das muß sie selbst bestimmen, so Thomas Bayer im nnz-Gespräch.
Bayer ist in der deutschen Theater-Szene für ausgefallene Ideen bekannt. Das Theater in Stralsund und das Ohnsorg-Theater in Hamburg hat er geleitet. Mit Erfolgen, aber auch mit Ecken und Kanten. Sein Abgang in Stralsund, gemeinsam mit dem dortigen GMD sollte ein Zeichen sein, das Ohnsorg-Theater hat er verlassen, als das Haus wieder schwarze Zahlen schrieb. In Eisenach steht er gegenwärtig auf der Bühne, ab Mitte Oktober beginnt ein Engagement in Basel.
Wohin soll die Reise des Nordhäuser Musentempels gehen? Das weiß auch Bayer nicht. Wohl aber will er Reiseempfehlungen abgeben. Er kennt jedoch auch den Spagat zwischen einem künstlerischen Wunschdenken und der finanziellen Realität. Vielleicht wird sich ein Konzept auch fernab aller bislang eingefahrenen Gleise bewegen. Ich bin ein Fremder in Nordhausen. An diesem Theater hängt nicht mein Herzblut und das ist für die Erledigung dieser Aufgabe auch gut so. Ich bin nicht voreingenommen für eine Entwicklungsrichtung, kenne wohl aber die aktuellen und die künftigen Zahlen, beschreibt Thomas Bayer seinen derzeitigen Job.
Kann er sich vorstellen, sich noch einmal für die Intendanz in Nordhausen zu bewerben? Ich glaube nicht, denn nach Jahren des Hin- und Herziehens, muß man auch mal an Heimat denken. Und die liegt für den Theatermacher seit einigen Jahren mit seiner Familie im Allgäu.

