Do, 15:49 Uhr
05.09.2002
SPD fordert Suspendierung
Nordhausen (nnz). Die Aktionen des Nordhäuser Polizeichefs gegen eine Juristin beschäftigen momentan die Fraktionen des Thüringer Landtages. Die SPD forderte heute die Suspendierung von Polizeidirektor Günther Lierhammer.
Innenminister Köckert soll die Vorwürfe gegen den Chef der Nordhäuser Polizeidirektion, Günther Lierhammer schnellstens aufklären und - falls sich seine Vorgehensweise bestätigt - die Suspendierung veranlassen, forderte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Heiko Gentzel, am Donnerstag in Erfurt. Laut Presseberichten soll Lierhammer den Arbeitgeber einer Bürgerin darüber informiert haben, dass sich die Frau in einem Leserbrief kritisch mit einem Polizeieinsatz mit tödlichen Folgen auseinandergesetzt hatte, heißt es in einer Presseerklärung der sozialdemokratischen Landtagsfraktion.
"Eine solche Vorgehensweise erinnert an die Machenschaften des DDR-Staatssicherheitsdienstes und muss Folgen haben, damit die Polizei in Thüringen nicht weiter in Misskredit gerät", sagte Gentzel. Wie die nnz erfuhr, hat die Mitarbeiterin der Landesversicherungsanstalt inzwischen eine Petition an den zuständigen Landtagsausschuß geschrieben. Ihr Lebensgefährte, der 1. Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD) hat seinerseits eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Polizeidirektor Günther Lierhammer eingereicht. Mehr zu diesem Leserbrief in der nnz und seine Folgen finden Sie im nnz-Archiv.
Autor: nnzInnenminister Köckert soll die Vorwürfe gegen den Chef der Nordhäuser Polizeidirektion, Günther Lierhammer schnellstens aufklären und - falls sich seine Vorgehensweise bestätigt - die Suspendierung veranlassen, forderte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Heiko Gentzel, am Donnerstag in Erfurt. Laut Presseberichten soll Lierhammer den Arbeitgeber einer Bürgerin darüber informiert haben, dass sich die Frau in einem Leserbrief kritisch mit einem Polizeieinsatz mit tödlichen Folgen auseinandergesetzt hatte, heißt es in einer Presseerklärung der sozialdemokratischen Landtagsfraktion.
"Eine solche Vorgehensweise erinnert an die Machenschaften des DDR-Staatssicherheitsdienstes und muss Folgen haben, damit die Polizei in Thüringen nicht weiter in Misskredit gerät", sagte Gentzel. Wie die nnz erfuhr, hat die Mitarbeiterin der Landesversicherungsanstalt inzwischen eine Petition an den zuständigen Landtagsausschuß geschrieben. Ihr Lebensgefährte, der 1. Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD) hat seinerseits eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Polizeidirektor Günther Lierhammer eingereicht. Mehr zu diesem Leserbrief in der nnz und seine Folgen finden Sie im nnz-Archiv.

