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Di, 07:20 Uhr
03.09.2002

nnz-Rückspiegel: 3. September 2001

Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Neue Beigeordnete im Amt, Schneller nach Salza, Eisenbahn-Versteigerung


Begrüßung für Grünwald und Jendricke
Nach dem Tag der Ernennung folgte heute das Tag der Einführungen. Sowohl Loni Grünwald (PDS) als auch Matthias Jendricke (SPD) wurde durch Landrat Joachim Claus (CDU) ihren künftigen leitenden Mitarbeitern im Landratsamt Nordhausen vorgestellt. Während Matthias Jendricke bereits einen vollen Terminkalender abarbeiten muss, können sich die künftigen Kolleginnen und Kollegen von Loni Grünwald noch mental auf die „Neue“ einstellen. Bis Mitte September ist Grünwald noch krank geschrieben. Erst dann kann sie richtig einsteigen, bis dahin werde sie aber telefonisch für alle Fragen und Probleme erreichbar sein. Wie Jendricke kündigte auch die 2. Beigeordnete an, dass sie ihr Amt überparteiisch ausüben, wohl aber ihre Mitgliedschaft in der PDS nicht beenden werde. Viele der neuen Kollegen in den Fachbereichen und Fachämter kenne sie bereits durch ihre Arbeit im Kreistag und im LIFT. Im Kreistag war Loni Grünwald Vorsitzende des Sozialausschusses. Hier habe sie immer eine konstruktive Zusammenarbeit mit den entsprechenden Stellen innerhalb der Kreisverwaltung kennen gelernt. Auch Matthias Jendricke kennt durch seinen ehemaligen Job als Chef des Finanzausschusses viele Mitarbeiter der Kämmerei, natürlich auch den Kämmerer. Bernd Liesegang hatte sich jedoch mit der Wahl nicht einverstanden erklärt. An das Landesverwaltungsamt in Weimar richtete er die Bitte, die Rechmäßigkeit der Wahl überprüfen zu lassen (siehe auch nnz-Archiv). Innerhalb des Kreistages, auch in der CDU-Fraktion wird diese Reaktion als Affront gegen den Landrat gesehen. Letztlich sei der Landrat für die Rechtmäßigkeit der Wahl verantwortlich, das aber stellt Liesegang in Frage. Bleibt abzuwarten, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Liesegang und seinem neuen Vorgesetzten Jendricke entwickeln wird. Beide betonten in der vergangenen Woche, dass das Liesegang-Ansinnen in Richtung Beigeordnetenwahl keine Auswirkungen auf die sachliche Ebene haben werde. Ausgestanden ist das alles aber noch nicht.


Im 10-Minuten-Takt nach Salza?
Der Bahnhofsvorplatz in Nordhausen hat in den zurückliegenden Wochen und Monaten für viel Diskussion gesorgt. Die Arbeiten in diesem Bereich sind immer noch nicht abgeschlossen. In den kommenden Tagen soll am Bahnhofsvorplatz die Linienführung der Busse optimiert werden. Konkret bedeutet das, dass die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der unterschiedlichen Linien noch besser aufeinander abgestimmt werden sollen. Das erfuhr nnz aus dem Nordhäuser Rathaus. Angedacht sei weiterhin ein einheitlicher Linientakt, zum Beispiel auf der Linie nach Salza. In 10-Minuten-Abständen könnten dann die Busse in den Nordhäuser Stadtteil unterwegs sein. Hierzu bedarf es seitens der Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung allerdings noch weiterer Gespräche mit den Transportunternehmen. Noch vor der Sommerpause ist im Nordhäuser Stadtrat der Bau einer Mobilitäts- und Informationszentrale am Bahnhof beschlossen worden. Nach nnz-Informationen könnte diese Zentrale nun einen völlig neuen Standort erhalten. Möglichkeiten gebe es dazu unter anderem im großen Bahnhofsgebäude nach dessen vollständiger Sanierung und Rekonstruktion. Angedacht ist weiterhin die Einrichtung eines Call-Centers für Taxen. Dann wäre es möglich, das Taxi über eine einheitliche Telefonnummer zu ordern. Die Informations- und Mobilitätszentrale könnte eventuell noch in diesem Jahr Realität werden, das allerdings würde entscheidend vom Fortgang der Arbeiten der Deutschen Bahn AG am Bahnhof selbst abhängen.


Baureihe 52 unter dem Hammer
Ein reges Interesse fand am Samstag die 3. Internationale Eisenbahnauktion der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB). Mehr als 350 Besucher fanden den Weg in die Halle des Bahnbetriebswerkes Wernigerode Westerntor, wo mehr als 1.000 Artikel aus der weltweiten Eisenbahngeschichte zur Versteigerung aufgerufen wurden. Angefangen von einer echten Güterzugdampflokomotive der Baureihe 52, die für 10.000 DM einen Interessenten fand, bis hin zu einem originalen Wascheckschrank aus dem legendären Orient-Expreß, der für 1.200 DM den Besitzer wechselte - das angereiste Publikum aus ganz Deutschland zeigte reges Interesse an der Auktion, die bis zum späten Abend dauerte. Ein Set zur Eröffnung des Eisenbahnverkehrs auf dem Rügendamm im Jahr 1936, bestehend aus einer Fahrkarte, einer Postkarte und einem Anstecker wurde mit einem Anfangsgebot von 50 DM aufgerufen, zahlreiche Interessenten lieferten sich eine spannende Versteigerung. Hier fiel der Hammer erst bei 270 DM. Auch zahlreiche, hochwertige Artikel aus dem Umfeld der Modelleisenbahnen und der Berliner U-Bahn fanden ihren Liebhaber. Insgesamt wurden bei der 3. Internationalen Eisenbahnauktion Exponate für mehr als 26.000 DM versteigert. Die nächste Auktion ist für September 2002 bereits in Planung.
Autor: nnz

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