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Mo, 15:59 Uhr
02.09.2002

Dankbarkeit und Optimismus

Nordhausen/Ellrich (nnz). Am Wochenende waren Ellricher wieder in Sachsen. Über seine Eindrücke in Schlottwitz sprach die nnz mit Bürgermeister Gerald Schröder.


Umweltkatastrophe Sachspenden in Höhe von 5.000 Euro des „Bau-Spezi“ Ellrich/Stadtollendorf, eine Geldspende der Wohnungsbaugenossenschaft Nordhausen von mehr als 5.000 Euro waren unter anderem im Gepäck der Ellricher. Befördert wurden die Güter mit einem Lkw des Ellricher Unternehmens Schulte.

„Wir wurden in Schlottwitz herzlich empfangen und haben unsere Hilfsgüter selbst verteilt. Mit dem Lkw sind wir von Haus zu Haus gefahren und haben abgeladen. So kommt Hilfe auf den Punkt“, berichtet Schröder der nnz. Vor allem dem Vertreter der dortigen Wohnungsgenossenschaft standen vor Rührung fast die Tränen in den Augen. Über die Höhe der WBG-Spende war er fast sprachlos. Mit der Nordhäuser Genossenschaftern will er selbst Kontakt aufnehmen.

Auch heute ist Ellricher Hilfe wieder auf dem Weg in das Krisengebiet. Das Unternehmen Schornsteinbau König schickt sechs Mitarbeiter, die Firma Heidelberger Zement stellt rund 3,5 Tonnen Putzmörtel zur Verfügung. Aus Ellrich fahren morgen zwei freiwillige Helfer in den kleinen Ortsteil von Glashütte, um die entsprechenden Maschinen zu bedienen. „Neben Geldspenden werden vor allem freiwillige Helfer gesucht, die nach dem Abzug der Hilfskräfte mit anpacken können“ appelliert der Ellricher Bürgermeister. Auf den Konten der Stadtverwaltung sind bis heute fast 30.000 Euro eingegangen. Dafür findet Gerald Schöder nur ein Wort: Danke!

Vor allem in dieser Beziehung wünscht sich Gerald Schröder mehr Flexibilität von den Arbeitsämtern. „Es müsste doch möglich sein, dass Helfern, die arbeitslos sind, der Aufwand erstattet wird. Ich denke dabei in erster Linie an die Fahrtkosten. Für die Verpflegung würden diese Helfer weitestgehend selbst aufkommen“, weiß der Ellricher aus Erfahrung, die er in Gesprächen in der Südharzstadt gewonnen hat.

Die Menschen im sächsischen Schlottwitz blicken nach der Katastrophe schon wieder nach vorn. Aus den helfenden Kontakten können eine Freundschaft zwischen zwei Kommunen erwachsen. In zwei Jahren ist in Schlottwitz die 600-Jahr-Feier angesagt. Und da sind die Ellricher jetzt schon herzlich eingeladen.
Autor: nnz

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