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So, 19:55 Uhr
01.09.2002

Salza feierte seinen 1200. Geburtstag

Nordhausen (nnz). Die 1200-Jahr-Feier von Salza ist Geschichte. Weit über 5000 Besucher erlebten drei tolle Tage mit viel Programm in gemütlicher Atmosphäre. Am späten Nachmittag ging die dreitägige Veranstaltung zu Ende. nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg war an allen Tagen mit dabei. Hier sein Bericht.

An diesem Wochenende brannte in Salza die Luft. Der größte Nordhäuser Stadtteil feierte seinen 1200 Geburtstag und mehrere Tausend Gäste feierten auf dem weitläufigen Areal des Alten Gutes mit. Petrus reihte sich in die Schar der Gratulanten mit ein und beschenkte die Salzaer mit drei wunderschönen Spätsommertagen. Die Männer um „Cheforganisator“ Steffen Iffland hatten ganze Arbeit geleistet, so dass die Veranstaltungen zu einem großen und nachhaltig wirkenden Volksfest wurde.

Den Auftakt bildet die Mallorca-Disco-Party am Freitagabend, zu der etwas 600 Besucher kamen. Mit Böllerschüssen läutete der Salzaer Schützenbund das Fest am Samstagvormittag ein. Die Grüße der Oberbürgermeisterin überbrachte Dietrich Beyse. Aus den Händen von Steffen Iffland, Vorsitzender des Salzaer Heimatverein, erhielt er den Silbertaler „1200 Jahre Salza“. Eigens für das Fest wurde eine limitierte Auflage von 300 Stück dieser Münzen mit fortlaufender Nummerierung geprägt.

Ein buntes Markttreiben, die Präsentation von ortsansässigen Vereinen und musikalische Unterhaltung beherrschte anschließend die Szenerie auf dem Festplatz. Am Nachmittag erfreuten die Trommelgruppe „Havarie im Trockenhaus“, eine orientalische Bauchtanzgruppe und die Kindertanzgruppe des SCC auf der Bühne im Zelt die Besucher mit ansprechenden kulturellen Programmen. Die Münzfreunde kamen am historischen Münzstand voll auf ihre Kosten. Beim Schauprägen ließ sich so mancher Besucher seine Münze zur 1200-Jahr-Feier Salza prägen. Auch die jüngsten Gäste kamen auf ihre Kosten. Auf der Rollenrutsche, am Stand der Feuerwehr und der Kriminalpolizei sowie bei den Bogenschützen und auf dem Kettenkarussell verging die Zeit wie im Fluge.

Für das leibliche Wohl sorgten Eis- und Fischstände, die Getränke-Versorgung war bei dem Bowling-Center Salza in guten Händen und Fleischermeister Trautvetter hielt für den großen und kleinen Hunger der Gäste deftige Leckereien bereit. Unverständnis und Verwunderung herrschte allerdings bei vielen Salzaern über das Fehlen des ortsansässigen Fleischergeschäftes, dessen Inhaber vor noch nicht so langer Zeit bei der Stadtratswahl mit dem kernigen Slogan „Mit Biss für Salza“ für sich geworben hatte. Von einem gewählten Stadtrat hätte man bei diesem einmaligen Ereignis eigentlich ein beispielgebendes Engagement erwarten können.

Am Abend präsentierten die Kindertanzgruppe und die „Hupfdolen“ des SCC ihr Programm. Mit viel Engagement und Herzblut boten sie erfrischende Darbietungen und erhielten dafür den herzlichen Applaus von den weit über tausend Besuchern. Ein besonderes Highlight war der Auftritt der zwölf Frauen des „South Dakota Club“ e.V. Nordhausen. Perfekt und gekonnt professionell heizten sie mit ihren Westerntänzen dem Publikum mächtig ein und riss es zu wahren Begeisterungsstürmen hin. Erst nach mehreren Zugaben konnte das Ensemble erschöpft die außergewöhnliche Show beenden. Den turbulenten Abend beschloss die Gruppe „Boptown Cats“. Das Trio in klassischer 50er Jahre Besetzung ­ Gitarre, Schlagzeug und Kontrabass - bot eine turbulente Mischung von Songs der 50er Jahre, vom Rock’n Roll bis Chartbreaker sowie eigene englischsprachigen Titeln.

Ein zünftiger Frühschoppen mit dem Ilfelder Blasorchester am Sonntagmorgen zog wiederum viele Besucher auf das Festgelände. Der Festumzug, den u.a. Unternehmen Vereins des Stadtteils, eine Schulklasse der Salzaer Schule und viele Salzaer Bürger gestalteten, wohnten Hunderte Zuschauer an den Straßenrändern bei. Das Blasorchester Ilfeld sorgte für eine ausgelassene Stimmung. Anschließend ließen die etwa 3000 Besucher auf dem Festgelände bei Kaffee und Kuchen das Fest ausklingen. Den ehrenamtlichen Organisatoren kann man uneingeschränkt hohes Lob zollen für die gelungene 1200-Jahr-Feier, die sicherlich den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Autor: rh

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