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Fr, 07:00 Uhr
30.08.2002

nnz-Rückspiegel: 30. August 2001

Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
EGN, Unterschriften gegen LGS-Vorhaben


Fusion wurde zurückgestellt
Die Fusion zwischen der EGN und Service GmbH ist zurückgestellt worden. Darauf haben sich gestern die Mitglieder des Ältestenrates des Kreistages verständigt. Wie geht es also weiter mit den beiden kreiseigenen Unternehmen? Klar ist, die EGN wird ihren Geschäftsbetrieb zum Jahresende einstellen. Zu Zeit agieren in Bleicherode noch der Geschäftsführer (Dienstvertrag endet am 31.12.01) und einige Mitarbeiter. Die sollen nach nnz-Informationen vor allem mit dem Einlagern von Akten beschäftigt sein. Nach dem offiziellen Ende der EGN wird vermutlich eine sogenannte Mantel GmbH bestehen bleiben, diese könnte schließlich in der Service GmbH „verschwinden“. Eine solche Aufschmelzung wird vor allem unter steuerlichen Aspekten vorgenommen. Anderenfalls würden im Verfahren einer Liquidation ein bis zwei Jahre verstreichen...ausführlich im nnz-Archiv


LGS: Bauarbeiten und Unterschriften
Die Vorbereitungen auf die Landesgartenschau in Nordhausen gehen weiter. Heute wurde in der Rautenstraße mit den Straßenarbeiten begonnen. Auch Unterschriften wurden gesammelt.

Rautenstraße Auf der bergab führenden Fahrbahnseite ist seit den Morgenstunden schweres Gerät angerückt. Hier wird das Pflaster herausgenommen und eine Schwarzdecke aufgezogen. Damit werden dann auch die Bodenwellen der Vergangenheit angehören, die den tiefergelegten Golffahrern „das Leben“ schwer machten. In der kommenden Woche geht auch der erste Bauabschnitt am Petersberg zu Ende. Ab Montag kann der rückwärtige Abschnitt der Rautenstraße wieder zum Parken genutzt werden. Hier wird seitens der LGS GmbH darauf hingewiesen, dass die neue Beschilderung zu beachten sei. Die im Bereich Neustadtstraße angebotene Ersatzparkfläche wird damit aufgehoben. Der Platz wird zukünftig im Rahmen der weiteren Arbeiten als Baustelleneinrichtung genutzt.

Aufgetaucht sind inzwischen auch die Unterschriftenlisten, die seit einiger Zeit im Stadtgebiet auslagen (nnz berichtete). Sie wurden von Ulrike Taeger-Schmidt der Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) übergeben. Rund 300 Unterschriften sind auf 13 Blättern aufgezeichnet. Die Listen tragen folgenden Aufruf: „Wir sind Bürger Nordhausens, und wohnen nicht am Mittelmeer! Wenn wir mediterranes Flair genießen wollen, fahren wir hin. Wir verstehen nicht, warum alte und wertvolle Bäume auf dem Petersberg nicht in die Planung der Landesgartenschau integriert wurden und einer Mauer geopfert werden sollen. Wir fordern eine Planungsänderung zugunsten unsere heimischen Gehölze!“

Rund 50 Prozent der Unterschriften stammen nach nnz-Informationen von Nordhäuser Bürgern, dies wurde auf den Listen belegt. Eine Reihe von Unterschriften trägt keine Adresse. Etwas erstaunlich ist jedoch die Tatsache, dass viele „Nicht-Nordhäuser“ unterschrieben haben. Sie finden sich auf einer Liste 21 Namen und Adressen aus Südthüringen. Da bemerkt der aufmerksame Leser Ortsnamen wie Hildburghausen, Römhild oder Veilsdorf. Vermutlich könnte es sich um eine Reisegruppe oder eine Südthüringer Delegation handeln. Ob die „Unterschreiber“ sich aber auch bewusst waren, wofür bzw. wogegen sie ihre Unterschrift leisteten, kann sich nicht erschließen - schade!
Autor: nnz

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