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Fr, 13:20 Uhr
24.04.2009

Nistmaterial verrät Turmfalken

Die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes hat im Nordhäuser Dom zum Heiligen Kreuz die Nistkästen begutachtet. Vor zwei Jahren hatten die amtlichen Naturschützer im Zuge der Renovierung des Domes dort drei Nistkästen angebracht. Jetzt wird deren Geheimnis gelüftet...

Besichtigung im Dom (Foto: Piper) Besichtigung im Dom (Foto: Piper)

„Pfarrer Hentrich und seine Gemeinde haben damals sehr offen reagiert auf unsere Idee. Wir haben beide Türme bestückt und dort Nistkästen für Schleiereulen und Turmfalken angebracht“, berichtet Rolf Schiffler von der Unteren Naturschutzbehörde. „Die Herausforderung war, einerseits den Taubenschutz zu gewährleisten und die Türme andererseits für Schleiereule und Turmfalke offen zu halten. Außerdem sollten die Nistkästen optisch nicht störend wirken.“

Gemeinsam mit Pfarrer Richard Hentrich stiegen Rolf Schiffler und sein Kollege Matthias Piontek in dieser Woche auf die Domtürme. Pfarrer Hentrich ist sich sicher, dass die Kästen im vergangenen Jahr schon bewohnt waren. „Ein Turmfalke hat hier gebrütet. Ich habe auch die Jungen fliegen sehen“, erinnert sich der Pfarrer. Das bestätigt auch ein Blick in den großen hellen Holzkasten, der eigentlich als Brutstätte für eine Schleiereule gedacht war.

Die Zweige im Kasten deuten darauf hin, dass hier ein Turmfalke genistet hat. Momentan ist der Kasten allerdings offenbar unbewohnt. „Man sollte jetzt auch diese Zweige nicht ganz entfernen, denn sie signalisieren den Vögeln, dass es hier einen Ort zum Nisten gibt“, sagt Rolf Schiffler.
Autor: nnz

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