eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Do, 18:11 Uhr
29.08.2002

Diebesbande das Handwerk gelegt

Nordhausen/Eichsfeld (nnz). In den zurückliegenden Monaten verschwanden in vielen Bundesländern Baumaschinen. In Wülfingerode wurde zum Beispiel ein Minibagger gestohlen. Einige der gestohlenen Fahrzeuge und Maschinen konnte die Polizei heute präsentieren...


Polizeidirektor Günter Lierhammer präsentierte heute als Leiter der Polizeidirektion Nordhausen auf einer außergewöhnlichen Pressekonferenz im Freien im Landkreis Eichsfeld einen großartigen Erfolg der Kriminalpolizei. Die Nordhäuser Kripo hatte in diesen Tagen einer mehrköpfigen Tätergruppe das Handwerk gelegt.

Dem Hauptverdächtigen, einem 35-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz, sind die Beamten bereits seit Herbst vergangenen Jahres auf der Spur. Damals waren in Worbis Garten- und Forstgeräte gestohlen worden. Dabei hatte ein Zeuge das amtliches Kennzeichen des Täterfahrzeuges notiert. Am vergangenen Freitag schnappte schließlich die Falle zu. Mit Beschluss des Amtsgerichtes Heiligenstadt wurde in Günterode (Landkreis Eichsfeld) das Gelände der ehemaligen Grenzkompanie durchsucht. Dabei zögerte der Leiter der Polizeidirektion Nordhausen nicht, der Kripo weitere Kräfte aus anderen Dienststellen zur Unterstützung zur Seite zu stellen.

Bei der Durchsuchung wurden drei LKW festgestellt. Diese sind erst wenige Tage vorher in Herzberg aus einer Sandgrube und in Ostheim von einer Baustelle der A 7 gestohlen worden. Auf dem gesamten Gelände fanden die Beamten Teile ausgeschlachteter LKW, mehrere Container, einen Gabelstapler, Schweißgarnituren und Werkzeugmaschinen. Insgesamt wurden über 200 Positionen sichergestellt. Außerdem wurden Reste verbrannter Lieferscheine und Fahrzeugpapiere gefunden.

Die Ermittlungen lassen darauf schließen, dass die Tätergruppe bundesweit agierte und bereits eine größere Anzahl von Baumaschinen und LKW in Einzelteile zerlegt ins Ausland verschifft hat. Es wird gegenwärtig allein von etwa 25 LKW ausgegangen, die zerlegt und verschoben wurden. Der bisherige Schaden wird auf etwa 2,5 Million Euro geschätzt.

Während der Durchsuchung konnten vier Männer auf dem Gelände festgenommen werden. Es handelt sich dabei um den Hauptverdächtigen und drei polnische Staatsbürger im Alter von 36 und 33 Jahren. Gegen alle vier ist inzwischen auf Antrag der Staatsanwaltschaft durch das zuständige Amtsgericht Haftbefehl erlassen worden.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)