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Di, 10:52 Uhr
14.04.2009

Ein Minister und viel Freude

Fast eine Million Euro hat heute Vormittag die Fachhochschule Nordhausen für Forschungsvorhaben erhalten. Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) hat die entsprechenden Zuwendungsbescheide heute übergeben. Und alle waren richtig froh.

Reinholz, Prof. Schade-Dannewitz, Papier (Foto: nnz) Reinholz, Prof. Schade-Dannewitz, Papier (Foto: nnz)

Es gibt Momente, die kann man nur verstehen, wenn man oft mit Politikern zu tun hat. Da kommt ein Minister und bringt ein paar Blatt Papier, drückt sie jemand anderen in die Hand und löst damit eine Glückwelle aus, die scheinbar alles andere zu überschwemmen droht. Heute war es zwar keine der ungewählten Lottomittelbescheide, die in diesen Tagen auch zuhauf verteilt wurden, es waren fast eine Million Euro, exakt 976.494.

Und so waren sie denn auch alle gekommen in das Forum mit der Nummer 2 des August-Kramer-Institutesder Fachhochschule: Ein Präsident, ein Dekan und einige Professoren. Allen gemein: Sie freuten sich offiziell, obwohl Prof. Jörg Wagner, der Präsident, schon mal auf eine „längere Wartezeit“ verwies. Aber nun könne man ja loslegen mit der Forschung, konkret mit zwei Verbundforschungsprojekten.

Verbunden sind hierbei die Fachhochschule und Partner der Thüringer Wirtschaft. So zum Beispiel mit die MAB Maschinen- und Anlagenbau GmbH. Unternehmen und FH kooperieren bei der Entwicklung und dem Bau eines Funktionsmodells zur Probenentnahme aus Abfallbehandlungs- und Verwertungsanlagen. Das Verfahren beruht auf der Pressbohrmethode für Sekundärrohstoffe, ein neuartiges Verfahren zur Entnahme von Proben in Abfallbehandlungsanlagen. Bei erfolgreicher Anwendung kann die Qualität der Sekundärrohstoffe sowie der aus den Behandlungsanlagen gewonnenen Ersatzbrennstoffe erheblich verbessert werden.

Der zweite verbundene Partner ist das Jenaer Unternehmen GÖPEL electronic GmbH. Über diese Zusammenarbeit hatte die nnz bereits im vergangenen Jahr berichtet.

Zum Schluß freute sich denn auch noch Minister Reinholz, dass mit derartigen Symbiosen – gerade in der jetzigen Krise – die richtigen Signale auf Grün und die Weichen in die richtige Richtung gestellt werden. An der Fachhochschule kann jetzt also geforscht werden. Wie heute angedeutet, soll das oben erwähnte Funktionsmodell nun entwickelt werden. Erste Vorstellungen wollen das Unternehmen aus Niedersachswerfen und die FH bereits in der kommenden Woche auf der Hannover-Messe präsentieren.
Autor: nnz

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Kommentare
98maschr
14.04.2009, 11:26 Uhr
Freut mich
Ich hoffe nur bei all der Forschung wird die Lehre nicht vergessen. Klar gibt es engagierte Professoren und Mitarbeiter an der FH, aber sagen wir es mal so, die Qualität einiger VL lässt schon zu wünschen übrig...
Zumal es ja vor Jahren hieß bei 2000 Studenten ist die Obergrenze erreicht, die Kapazitäten erschöpft. Dabei wurde die 2000er Marke unlängst gerissen und manche Prüfung verteilt sich schon auf 2 Hörsääle plus mehrere kleinere Räumlichkeiten.
Dazu die immer größer werdenden Warteschlangen vor der Mensa (Ja ich weiß, daß sie erweitert werden soll).

Aber man wird sehen was die Zukunft bringt und ich hoffe mit dem Geld wird wohlüberlegt umgegangen.
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