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Di, 15:42 Uhr
07.04.2009

Hoffnungen auf KP II

So richtig skeptisch ist der Nordthüringer Handwerk nicht aufgestellt. Vor allem richten sich die Hoffnungen der Betriebe auf das größte staatliche Förderprogramm – das zweite Konjunkturpaket (KP II) der Bundesregierung...


In einer Sonderumfrage der Handwerkskammer Erfurt zur aktuellen Situation der Handwerksbetriebe im Hinblick auf die Finanz- und Wirtschaftskrise schätzte rund die Hälfte der 2000 befragten Betriebe im Kammerbezirk Erfurt ihre gegenwärtige wirtschaftliche Lage noch als positiv. Allerdings beurteilen sie hinsichtlich ihrer Auftragslage die Zukunftsaussichten deutlich negativer. Hohe Erwartung haben die Betriebe an die Maßnahmen im Zuge der Konjunkturpakete.

Die Handwerkskammer Erfurt bietet aufgrund der angespannten Situation in Zusammenarbeit mit den Kreishandwerkerschaften Regional-Foren zu Fragen der Unternehmenssicherung für alle interessierten Handwerksbetriebe an.

51 Prozent der befragten Betriebe schätzen ihre aktuelle Geschäftslage mit „gut“ beziehungsweise „befriedigend“ ein. 45 Prozent erwarten für das kommende Halbjahr ebenfalls eine gute oder befriedigende Geschäftslage. Jeder fünfte Betrieb befürchtet jedoch eine deutlich schlechtere Geschäftslage.

„Es ist im Handwerk aktuell ein äußerst differenziertes Bild. Wir sind aber optimistisch, dass die Mehrzahl der Betriebe die Wirtschaftskrise gut überstehen kann“, zeigt sich Hauptgeschäftsführer Thomas Malcherek zuversichtlich. „Viele Maßnahmen der Konjunkturpakete kommen dem Handwerk zugute. Außerdem zeigt sich die Konsumnachfrage robuster als vermutet. Entscheidend wird sein, dass wir mit den Investitionen aus den Konjunkturpaketen Arbeitsplätze sichern können und dass sich die Weltwirtschaft möglichst rasch wieder stabilisiert.“

Als einen weiteren wichtigen Faktor für ihre Stabilität sehen die Handwerksbetriebe laut Umfrage die Entwicklung der Energiepreise. Vor allem bei den energieintensiven Handwerksbetrieben hat man Sorge, dass weiter steigende Energiepreise und der harte Preiswettbewerb beispielsweise in der Lebensmittelbranche negative Auswirkungen haben werden.

Die Betriebe nannten in der Umfrage vor allem Steuersenkungen und Beseitigung der „kalten Progression“ (78 %), die Senkung der Beitragssätze zur Krankenversicherung (88 %), Entbürokratisierung für Genehmigungsverfahren (81 %) sowie Abschreibungsmöglichkeiten für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens (78 %) und die Abzugsfähigkeit der Beiträge zur Kranken- und Sozialversicherung (72 %) als wichtige stabilisierende Maßnahmen für die Wirtschaft über die Konjunkturpakete hinaus.

Das Umfrageergebnisse zeigt außerdem auf, dass rund die Hälfte der Betriebe mit der Finanzierungssituation nicht zufrieden ist. Ein Drittel bezeichnete die Situation sogar als schlecht; immerhin knapp 18 Prozent bezeichneten die Finanzierungssituation mit „gut“ und rund 30 Prozent mit „befriedigend“.

Bevor die Krise im Betrieb ankommt, sollte man gewappnet sein. Daher organisiert die Handwerkskammer Erfurt in Zusammenarbeit mit den Kreishandwerkerschaften Regional-Foren. Finanzierungsmöglichkeiten, Sonderprogramme, Liquiditätshilfen, erweiterte Möglichkeiten in der Kurzarbeiterreglung und andere wichtige Themen zur Unternehmenssicherung werden im Rahmen dieser Veranstaltungen von Experten erläutert. Außerdem stehen die Betriebsberater der Handwerkskammer Erfurt für Fragen zur Verfügung.
Autor: nnz/kn

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