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Mi, 17:10 Uhr
25.03.2009

Vergiftung in Wülfingerode (Update 5)

Es gibt eine erste Entwarnung zu vermelden. Sowohl aus Wülfingerode als auch aus dem Nordhäuser Krankenhaus...


Ein großer Teil des Heilpädagogischen Zentrums Wülfingerode ist wieder freigegeben. Das Landesamt für Arbeitsschutz und der Landesbetrieb für Arbeitsschutz und technischen Verbraucherschutz sahen hier nach ihren Untersuchungen keine Gefährdung. „Ich schätze, das ein Fünftel des Gebäudes vorerst gesperrt bleibt“, sagte Kreisbrandinspektor Erich Etzrodt vom Fachbereich Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz des Landratsamtes am Nachmittag.

Hier vermuten die Fachleute Rückstände des Quecksilbers, das noch über Jahre Schadstoffe aussenden könnte, da Quecksilber bereits bei Zimmertemperatur verdampft. Dieser Bereich des Gebäudes muss nun voraussichtlich fachgerecht vollständig gereinigt werden.

Die Polizei hat das Gebäude des ehemaligen Kaliwerkes in Sollstedt abgesperrt, in dem die Schüler des Heilpädagogischen Zentrums das Quecksilber in einem ehemaligen Umweltlabor gefunden haben. „Die Kinder sind vermutlich durch ein offenes Fenster hereingekommen“, sagte Erich Etzrodt. Die Feuerwehren aus Bleicherode und Niedersachswerfen, ausgestattet mit Komponenten des Gefahrgutzuges, haben das leer stehende Gebäude gemeinsam mit dem Fachbereich Bau und Umwelt des Landratsamtes untersucht.

Die Experten haben bereits Substanzen, die sie als hochgiftig einstufen, in Sicherheitsbehälter verpackt, die noch heute auf das Gelände des Fachbereichs Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutzes in Nordhausen gebracht werden. Dort werden sie vorübergehend gelagert, bis sie von einer Fachfirma entsorgt werden. Die Ermittlungen der Polizei laufen weiter.

Neun der 15 Kinder, die im Südharz-Krankenhaus behandelt wurden, sind heute entlassen worden. Sechs Kinder wollen die Ärzte weiter beobachten. Die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen werden voraussichtlich für morgen erwartet.

Auf Anraten des Fachbereichs Gesundheitswesen des Landratsamtes waren die Kinder am Dienstag vorbeugend ins Südharz-Krankenhaus gebracht worden. Das Heilpädagogische Zentrum hatte gestern unter anderem das Gesundheitsamt hinzugezogen, als der Vorfall entdeckt wurde.
Autor: nnz/kn

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