Fr, 07:01 Uhr
09.08.2002
JS-Special: Regionale Impulse
Nordhausen (nnz). Die Redaktion der nnz berichtete jüngst von einem Gespräch im Autohaus Peter in Nordhausen, dessen Thema die Liberalisierung des Automarktes in Deutschland war. Es gab aber neben diesem Thema für nnz noch mehr zu erfahren, das zumindest in Kreisen der Wirtschaft von Bedeutung ist. Klicken Sie also auf MEHR.
Die Indikatoren der Wirtschaft für Nordthüringen sind ernüchternd genug, um sich Gedanken über Strategien zu machen, diese günstiger zu gestalten. Und schon deshalb nimmt nnz jede Gelegenheit wahr, von solche Möglichkeiten zu erfahren Dass dabei Dr. Bernhard Senft, Hauptgeschäftsführer der Nordthüringer Handwerkerschaft, immer ein interessanter Gesprächspartner ist, ist für nnz stets Anlass, das Gespräch mit ihm zu suchen. Und im Autohaus Peter war die Gelegenheit günstig.
So erfuhr nnz, dass es im Ergebnis jener Wirtschaftsveranstaltung, die im Juni vom Verband der Wirtschaft im BIC organisiert worden war, eine durchaus ernst zu nehmende Initiative gibt, die geeignet scheint, Wege aus der desolaten Wirtschaftssituation der Region zu finden. Ein auf regionale Ansprüche zugeschnittener Rat der Weisen hat sich also gebildet, bestehend aus kompetenten Vertretern aus der Wirtschaft, der Konstrukte entwickeln will, damit diese Region den Anschluss an das wirtschaftliche Geschehen im Lande findet. Es ist also kein Verband, der koordinierend wirken will, sondern einfach kompetente Unternehmer, die wissen, wo der Schuh drückt. In infrastruktureller Hinsicht, also bei den von der Politik zu schaffenden Rahmenbedingungen, aber auch im Bemühen, bessere Verbindungen zu Verwaltungen, Ämter und Ministerien zu schaffen.
Ein konkretes Beispiel? Dr. Senft befürchtet, dass die Umsetzung des Liberalisierungsbeschlusses der EU zum deutschen Automarkt zu einen Sterben zahlreicher Autowerkstätten führen könnte. Nun erläuterte am Mittwoch die Staatssekretärin im Bundesverteidigungsministerium, Brigitte Schulte, im Gespräch mit nnz, dass die Bundeswehr in den nächsten Jahren ihren bestehenden eigenen Fahrzeugpark und ebenso eigene Wartungswerkstätten abbauen wird. Eigene Fahrzeuge werden durch geleaste ersetzt, während Wartung und Service ortsansässigen Werkstätten angeboten werden wird. Es könnte nun Aufgabe dieses vorerwähnten Gremiums sein, Impulse für Zusammenschlüsse einzelner kleiner Betriebe zu geben, um sie dann bei ihren Bemühen um entsprechende Aufträge zur Wartung von Bundeswehrfahrzeugen zu unterstützen bzw. bestehende Hürden abzubauen. Die Vertreterin des Verteidigungsministeriums hält ein derartiges Vorgehen durchaus für sinnvoll.
Es bedarf dazu natürlich auch wieder der Einsicht und Bereitschaft der betroffenen Unternehmer, sich zusammen zu schließen, um der gänzlichen Aufgabe ihrer Betriebe zu entgehen. Und so gelte es auf allen Ebenen und Bereichen der Wirtschaft, zu sondieren, zu koordinieren und Möglichkeiten zu erkunden, um den Unternehmen Perspektiven aufzuzeigen und Hürden abzubauen.
Ob der in seinen Konturen bereits erkennbare Rat der Weisen Erfolg haben kann, wird wesentlich von der Bereitschaft der Unternehmer und Wirtschaftsverbände abhängen, den Rat in seiner Kompetenz anzuerkennen und ihn als Instrument wirtschaftlicher Entwicklung zu akzeptieren. nnz wird die Entwicklung aufmerksam verfolgen.
Autor: nnzDie Indikatoren der Wirtschaft für Nordthüringen sind ernüchternd genug, um sich Gedanken über Strategien zu machen, diese günstiger zu gestalten. Und schon deshalb nimmt nnz jede Gelegenheit wahr, von solche Möglichkeiten zu erfahren Dass dabei Dr. Bernhard Senft, Hauptgeschäftsführer der Nordthüringer Handwerkerschaft, immer ein interessanter Gesprächspartner ist, ist für nnz stets Anlass, das Gespräch mit ihm zu suchen. Und im Autohaus Peter war die Gelegenheit günstig.
So erfuhr nnz, dass es im Ergebnis jener Wirtschaftsveranstaltung, die im Juni vom Verband der Wirtschaft im BIC organisiert worden war, eine durchaus ernst zu nehmende Initiative gibt, die geeignet scheint, Wege aus der desolaten Wirtschaftssituation der Region zu finden. Ein auf regionale Ansprüche zugeschnittener Rat der Weisen hat sich also gebildet, bestehend aus kompetenten Vertretern aus der Wirtschaft, der Konstrukte entwickeln will, damit diese Region den Anschluss an das wirtschaftliche Geschehen im Lande findet. Es ist also kein Verband, der koordinierend wirken will, sondern einfach kompetente Unternehmer, die wissen, wo der Schuh drückt. In infrastruktureller Hinsicht, also bei den von der Politik zu schaffenden Rahmenbedingungen, aber auch im Bemühen, bessere Verbindungen zu Verwaltungen, Ämter und Ministerien zu schaffen.
Ein konkretes Beispiel? Dr. Senft befürchtet, dass die Umsetzung des Liberalisierungsbeschlusses der EU zum deutschen Automarkt zu einen Sterben zahlreicher Autowerkstätten führen könnte. Nun erläuterte am Mittwoch die Staatssekretärin im Bundesverteidigungsministerium, Brigitte Schulte, im Gespräch mit nnz, dass die Bundeswehr in den nächsten Jahren ihren bestehenden eigenen Fahrzeugpark und ebenso eigene Wartungswerkstätten abbauen wird. Eigene Fahrzeuge werden durch geleaste ersetzt, während Wartung und Service ortsansässigen Werkstätten angeboten werden wird. Es könnte nun Aufgabe dieses vorerwähnten Gremiums sein, Impulse für Zusammenschlüsse einzelner kleiner Betriebe zu geben, um sie dann bei ihren Bemühen um entsprechende Aufträge zur Wartung von Bundeswehrfahrzeugen zu unterstützen bzw. bestehende Hürden abzubauen. Die Vertreterin des Verteidigungsministeriums hält ein derartiges Vorgehen durchaus für sinnvoll.
Es bedarf dazu natürlich auch wieder der Einsicht und Bereitschaft der betroffenen Unternehmer, sich zusammen zu schließen, um der gänzlichen Aufgabe ihrer Betriebe zu entgehen. Und so gelte es auf allen Ebenen und Bereichen der Wirtschaft, zu sondieren, zu koordinieren und Möglichkeiten zu erkunden, um den Unternehmen Perspektiven aufzuzeigen und Hürden abzubauen.
Ob der in seinen Konturen bereits erkennbare Rat der Weisen Erfolg haben kann, wird wesentlich von der Bereitschaft der Unternehmer und Wirtschaftsverbände abhängen, den Rat in seiner Kompetenz anzuerkennen und ihn als Instrument wirtschaftlicher Entwicklung zu akzeptieren. nnz wird die Entwicklung aufmerksam verfolgen.


