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Di, 12:39 Uhr
03.02.2009

Fast 3.400 Plätze notwendig

Gestern Abend hat der Jugendhilfeausschuss des Landkreises in zweiter Lesung die Bedarfsfeststellung für die Kindertagesbetreuung 2009 einstimmig beschlossen. Die Vorgeschichte des Beschlusses hier in Ihrer nnz...


Grundlage der Planung sind die Kita-Cards, die die Eltern im Fachbereich Jugend und Soziales im Landratsamt beantragt haben und dann in ihrer Kita abgeben. Anhand der ausgegebenen Kita-Cards liegt der Bedarf bei 3.387 Plätzen im Landkreis Nordhausen. „Diese Bedarfsfeststellung hilft den Kommunen dabei, langfristig zu planen und zu erkennen, ob sie Plätze auf- oder auch abbauen müssen. Denn letztlich treffen die Kommunen die Entscheidungen darüber, nicht wir“, erläuterte Torsten Wagner, Leiter des Fachgebiets Hilfe zur Pflege, präventive Jugendpflege, sonstige Leistungen, das neue Planungsinstrument.

Nach wie vor betreuen die Kindertagesstätten hauptsächlich Dreijährige bis zu Einschulung: Für diese Altersgruppe stehen rund 2.200 Plätze in den insgesamt 49 Kitas im Landkreis zur Verfügung. Nach den aktuell vorliegenden Zahlen können daneben knapp 670 Kinder zwischen null und drei Jahren in den Einrichtungen betreut werden. Für Kinder mit Behinderung gibt es 40, für Hortkinder 84 Plätze. 31 Kitas unterhalten freie Träger, 18 Kitas tragen Kommunen.

Außerdem wertete der Jugendhilfeausschuss die heilpädagogische Fachberatung aus, die insgesamt 13 Kindertageseinrichtungen auf eigenen Antrag im vergangenen Jahr genutzt haben. „Die Beratung ist gedacht für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf, um so die bestmöglichen Förderchancen für das Kind im Tagesablauf herauszuholen“, beschrieb die heilpädagogische Fachberaterin im Landratsamt Karina Schewczyk ihre Arbeit.

Die Erzieherinnen werden beispielsweise darin geschult, den besonderen Förderbedarf eines Kindes früh zu erkennen, darüber das Gespräch mit den Eltern zu suchen und die Schwierigkeiten gemeinsam auch mit Hilfe anderer Institutionen wie dem Familienzentrum oder einer Therapie in Angriff zu nehmen. In der Mehrheit der 32 betreuten individuellen Einzelfälle zeigten die Kinder Verhaltensauffälligkeiten, sprachliche Defizite und Entwicklungsauffälligkeiten.

Wie der Thüringer Bildungsplan für Kinder bis zehn Jahre in die kommunalen Kitas implementiert wird, berichtete Beanke Juch, die dieses Projekt in den kommenden noch knapp zwei Jahren betreut. „Man soll das Kind dort abholen, wo es steht“, fasste Beanke Juch das übergeordnete Ziel des Bildungsplans zusammen. Dafür bilden sich die Erzieherinnen zunächst weiter und erfahren zum Beispiel neue entwicklungspsychologische Erkenntnisse. Im zweiten Schritt geht es um die konkrete Konzeption und den Einfluss des Bildungsplans in den einzelnen Kindertageseinrichtungen. „Ich möchte neue Ideen in die Kitas tragen und dabei helfen, ein neues Bild vom Kind zu entwickeln“, sagte Beanke Juch, deren Beratung bei den Erzieherinnen willkommen ist.

Die Jugendarbeit im Landkreis soll ein Aktionstag mit verschiedenen Angeboten unter anderem einer Theateraufführung stärker in die Öffentlichkeit bringen. Der Jugendhilfetag ist am 11. März geplant. „Wir wollen den Blick weg von der Gelddiskussion lenken – hin zur Jugendarbeit selbst“; begründete Torsten Wagner den Aktionstag. Die freien Träger sollen diesen Tag nutzen, um ihre Projekte vorzustellen. Zielgruppen sind Jugendliche selbst und deren Familien, die sich über das breit gefächerte Angebot in der Jugendarbeit informieren können. Aber auch politische Entscheidungsträger sollen erfahren, wohin die Fördergelder fließen.

Damit wird angeknüpft an die langfristige Planung der Jugendarbeit und -hilfe, die der Jugendhilfeausschuss, einer der beiden beschließenden Ausschüsse des Kreistags, diskutiert. „Wir möchten mit den erfahrenen Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses vor Ende der Legislaturperiode den Jugendförderplan verabschieden“, sagte Christine Wagner, Leiterin des Fachbereichs Jugend und Soziales.
Jessica Piper
Autor: nnz

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