Mo, 13:23 Uhr
05.08.2002
nnz-Forum: Situation verkannt?
Nordhausen (nnz). Auch heute veröffentlicht die nnz wieder weitere Zuschriften zum tödlichen Drama vor einer Woche in Nordhausen. Bitte klicken Sie auf MEHR.
Viele Artikel musste ich lesen und bin erschüttert über die Darstellung einiger Bürger und der Polizeiinspektion Nordhausen über die Ereignisse vom letzten Sonntag. Wenn sich jemand profilieren wollte, dann war dies der Polizist, der sich der Situation nicht anpassen konnte und den vermeintlichen Helden spielen wollte. Ihr lieben Bürger dieser Stadt solltet Euch im Klaren sein, es hätte Euer Sohn sein können, dem dieses schmerzhafte Schicksal widerfahren ist.
Ein Mensch hat sein Leben verloren aufgrund der Tatsache, daß ein Zigarettenautomat nicht funktionierte. Ich möchte das Wort Automatenknacker nie wieder in einer Pressemitteilung lesen müssen, da es durch den Automatenaufsteller und durch den ansässigen Geschäftsführer des Metropolitan bestätigt wurde, dass der Zigarettenautomat zur Tatzeit nicht funktionstüchtig war.
Desweiteren ist es kurios, dass die Polizistin die Zeugenaussage bestätigen konnte, wobei sie doch mit der Festnahme des vermeintlichen Komplizen beschäftigt war. Wenn sie wirklich Zeuge war, warum hat sie ihren Kollegen nicht unterstützt oder Verstärkung gerufen? Zweifelhaft ist auch, dass die beiden Beamten nicht vernehmungsfähig waren, obwohl Marco M. unmittelbar nach seiner Festnahme ca. sechs Stunden von der Polizei festgehalten und verhört wurde.
Traurig finde ich, dass der Tod eines Familienvaters gebilligt wird, weil er in seiner Vergangenheit strafffällig wurde. René hat seine Taten bereut und bereits verbüßt und war auf dem besten Wege, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern und ein Leben wie jeder andere Bürger unserer Stadt zu führen. Und jeder der ihn kannte, hat ihn in seinem Vorhaben unterstützt. Der kleine Jason wird es nie verstehen, dass er seinen Vater auf Grund falscher Tatsachen verloren hat.
Ein Kind muss ohne seinen Vater aufwachsen, weil ein Polizist die Situation verkannte und sich nicht unter Kontrolle hatte. Dieser Polizist sollte sich vor Augen führen, wie es ist, einen Menschen den man liebt zu verlieren. Diesen Fehlverhalten ist nicht zu tolerieren, nein, er hat sich als Polizeibeamter als unfähig erwiesen und das Vertrauen der Bürger missbraucht. Ich bin der Auffassung, das dieser Beamte seinen Dienst an der Waffe lieber niederlegen sollte und für seinen Fehler büßen muss, wie jeder andere auch.
Das Vertrauen um die Sicherheit der Bürger kann wieder hergestellt werden, indem man einen Fehler zugibt und den Verantwortlichen für seine Tat bestraft. Als letztes finde ich die Polizeipräsenz bei der Beerdigung unseres Freundes äußert beschämend und unangemessen. Wir sind in tiefer Trauer und können auf uns alleine aufpassen. Des weiteren lassen wir uns von der Polizei nicht provozieren um ihre Tat zu rechtfertigen.
M. Becker, Nordhausen
Autor: nnzViele Artikel musste ich lesen und bin erschüttert über die Darstellung einiger Bürger und der Polizeiinspektion Nordhausen über die Ereignisse vom letzten Sonntag. Wenn sich jemand profilieren wollte, dann war dies der Polizist, der sich der Situation nicht anpassen konnte und den vermeintlichen Helden spielen wollte. Ihr lieben Bürger dieser Stadt solltet Euch im Klaren sein, es hätte Euer Sohn sein können, dem dieses schmerzhafte Schicksal widerfahren ist.
Ein Mensch hat sein Leben verloren aufgrund der Tatsache, daß ein Zigarettenautomat nicht funktionierte. Ich möchte das Wort Automatenknacker nie wieder in einer Pressemitteilung lesen müssen, da es durch den Automatenaufsteller und durch den ansässigen Geschäftsführer des Metropolitan bestätigt wurde, dass der Zigarettenautomat zur Tatzeit nicht funktionstüchtig war.
Desweiteren ist es kurios, dass die Polizistin die Zeugenaussage bestätigen konnte, wobei sie doch mit der Festnahme des vermeintlichen Komplizen beschäftigt war. Wenn sie wirklich Zeuge war, warum hat sie ihren Kollegen nicht unterstützt oder Verstärkung gerufen? Zweifelhaft ist auch, dass die beiden Beamten nicht vernehmungsfähig waren, obwohl Marco M. unmittelbar nach seiner Festnahme ca. sechs Stunden von der Polizei festgehalten und verhört wurde.
Traurig finde ich, dass der Tod eines Familienvaters gebilligt wird, weil er in seiner Vergangenheit strafffällig wurde. René hat seine Taten bereut und bereits verbüßt und war auf dem besten Wege, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern und ein Leben wie jeder andere Bürger unserer Stadt zu führen. Und jeder der ihn kannte, hat ihn in seinem Vorhaben unterstützt. Der kleine Jason wird es nie verstehen, dass er seinen Vater auf Grund falscher Tatsachen verloren hat.
Ein Kind muss ohne seinen Vater aufwachsen, weil ein Polizist die Situation verkannte und sich nicht unter Kontrolle hatte. Dieser Polizist sollte sich vor Augen führen, wie es ist, einen Menschen den man liebt zu verlieren. Diesen Fehlverhalten ist nicht zu tolerieren, nein, er hat sich als Polizeibeamter als unfähig erwiesen und das Vertrauen der Bürger missbraucht. Ich bin der Auffassung, das dieser Beamte seinen Dienst an der Waffe lieber niederlegen sollte und für seinen Fehler büßen muss, wie jeder andere auch.
Das Vertrauen um die Sicherheit der Bürger kann wieder hergestellt werden, indem man einen Fehler zugibt und den Verantwortlichen für seine Tat bestraft. Als letztes finde ich die Polizeipräsenz bei der Beerdigung unseres Freundes äußert beschämend und unangemessen. Wir sind in tiefer Trauer und können auf uns alleine aufpassen. Des weiteren lassen wir uns von der Polizei nicht provozieren um ihre Tat zu rechtfertigen.
M. Becker, Nordhausen
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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