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So, 18:05 Uhr
11.01.2009

Wünsche aus der Krise

Deutschland steckt in der Krise. Oder nicht? Es sollen Milliarden und Millionen verteilt werden. Und da wird die Wunschliste der Parteien immer länger. Auch im Südharz...


Nachdem vor Weihnachten bereits das erste Teilstück der B 243 von der A 38 bis zur Flarichsmühle bei Großwechsungen auf die Bauliste 2009 gekommen ist, fordern nun die Sozialdemokraten aus den Einheitsgemeinden Werther und Hohenstein, dass auch der Weiterbau der B 243 bis nach Mackenrode innerhalb des Konjunkturpaketes II realisiert werden muss.

Das Land Thüringen und der Bund werden sich wohl in der nächsten Woche über die genauen Projekte im Straßenbau abstimmen, sofern sich die Koalition in Berlin auf die Eckpunkte zum Konjunkturprogramm II verständigen kann.

Karl-Heinz Ehrhardt tritt im Februar bei den Bürgermeisterwahlen für die SPD in der Einheitsgemeinde Hohenstein an und macht schon einmal klar, dass für die Bürger seiner Region das Thema Neubau B 243 eines der Wichtigsten ist. "Wer wie ich in Mackenrode wohnt, der weiß was Verkehrsbelastung bedeutet und daher warten wir alle sehnsüchtig auf diese Neubautrasse", machte Ehrhardt klar.

Außerdem betonte Karl-Heinz Ehrhardt, dass die Verkehrsbelastung weiter ansteigen wird, denn auf westlicher Seite wird bereits seit Oktober 2008 an der vierspurigen Trassenverlängerung beginnend ab Barbis gebaut. "Wenn dieses Stück und das bei Großwechsungen fertig sind, dann ist bei uns und in Holbach sicher die Hölle los", erklärte Ehrhardt.

Auch der SPD-Ortsvorsitzende von der Einheitsgemeinde Werther steht seinem Parteifreund bei und appellierte an die Landrat Joachim Claus (CDU) jetzt entschieden diesen Weiterbau der B 243 zu fordern. "Meine Sorge ist, was jetzt nicht als Projekt aufgenommen wird, kommt sonst die nächsten vier Jahre nicht in die Umsetzung und die Bürger in Günzerode und den anderen Orten sind dann die Leidtragenden", erklärte Martin Schulze (SPD) seine Bedenken.

Zwar bestehe für diesen Bauabschnitt der B 243 noch kein endgültiges Baurecht, allerdings läuft bereits schon das Planfeststellungsverfahren, welches sicher zügig abgeschlossen werden kann. "Die anderen Bauprojekte die zur Zeit auf Landesebene diskutiert werden, haben jedenfalls auch noch keinen besseren Planungsstand erreicht", erklärte Martin Schulze.
Autor: nnz

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Kommentare
echter Nordhaeuser
11.01.2009, 20:36 Uhr
Immer noch mehr Straßen !
Wohin soll das führen, irgendwann sind wir hier in Nordhausen rundrum bitumiert und kein Mensch verzichtet mehr auf das Auto weil es ja so schön bequem ist und mann ja flexibel sein will! Wann hört dieser Wahnsinn endlich auf und wann beginnen wir zu begreifen, daß die Natur irgendwann mal nicht in der Lage ist, sich zu generieren. Irgendwann werden wir dann die Straßen wieder abreißen und grüne Wiesen anlegen müssen um zu überleben. Schöne Zukunft, die unsere Generation wohl nicht mehr erlebt.

User Nordhausen
kärolein
12.01.2009, 09:07 Uhr
Bestehende Straßen grundhaft sanieren
Ich kann mich da nur anschließen. Vielleicht sollten die Verantwortlichen mal von Pützlingen nach Trebra fahren, oder von Kleinbodungen nach Lipprechterode, dann wissen sie was ich meine. Solche Straßen sind doch für jeden Steuerzahler eine Zumutung. In allen umliegenden Kreisen findet man solche maroden Straßen nicht. Im Gegenteil, dort gibt es sogar Radwege. Aber davon kann man im Kreis Nordhausen nur träumen.
Real Human
12.01.2009, 17:45 Uhr
Im Westen nur „Karnickeldörfer“?
... die man getrost vergessen darf?
Sag mir wo Du wohnst, und ich sage Dir, welche Meinung Du – beispielsweise – zur A 38 oder zur neuen B 243 hast! Wer nicht in Gebra, Sollstedt, Hesserode, Kleinwechsungen, Günzerode, Holbach oder Mackenrode wohnt, der kann leicht über „WAHNSINN“ polemisieren und „die Natur“ wie ein höheres Wesen verehren. Anscheinend weiß er nicht, wie es sich anhört, wenn eine Kolonne Trucks mit meist überhöhter Geschwindigkeit am Hause vorbeidonnert. Das ist dann für die Anwohner der ganz normale „WAHNSINN“.

In der Vor-Glühlampen-Zeit war der ideale Siedlungsplatz in der Nähe eines Gewässers oder eines möglichst bedeutsamen Verkehrsweges. Das Rumpeln der Pferdefuhrwerke störte wenig und war eher eine Gelegenheit von der meist schweren Arbeit einmal kurz aufzuschauen. Wenn es dunkel war, gab es praktisch keinen Straßenlärm mehr. Den Schlaf störten nur kleine Kinder, ein kranker Mitbewohner und sicher oft auch das „Ungeziefer“. (Diese Zeiten waren natürlich höchstens im verklärenden Rückblick idyllisch.)

Heute ist der ideale Wohnort eine Siedlung ohne Durchgangsstraße mit einer Anbindung an eine mehrspurige Schnellstraße in mindestens 2 km Entfernung. Für den Wert einer Immobilie gilt: Lage, Lage und nochmals Lage.

Schade, dass Deutschland über keinerlei leicht abbaubare Rohstoffe verfügt, wie beispielsweise die Golfstaaten. Vorausgesetzt, wir lebten in einem Sozialstaat, könnten wir dann neben einem ökologisch vertretbaren Rohstoffabbau auch ein ökologisches Siedlungs- und Verkehrskonzept umsetzen. Straßendörfer könnten dann bei großzügiger Entschädigung „rückgebaut“ werden. Die realen Verhältnisse lassen dies aber nicht zu.

Wem die Bewohner der „Karnickeldörfer“ westlich von Nordhausen nicht völlig gleichgültig sind, der wird für den baldigen Bau einer vierspurigen B 243n plädieren, ebenso wie für die Westumfahrung von Nordhausen und eine vierspurige B 4 Richtung Erfurt.

Der langfristig beste Naturschutz ist eine weltweite Geburtenplanung. Ansonsten wird der schwarze Witz mit den zwei Planeten, die sich im Weltraum begegnen, schneller wahr, als unseren Enkelkindern lieb sein kann. Nur auf Kosten der betroffenen Menschen wird sich Umweltschutz aber nicht durchsetzen lassen!
F.K.
12.01.2009, 18:44 Uhr
Die Wahlen sind in Vorbereitung
Sehr geehrter Herr Ehrhardt,
für den Bau der Umgehungsstraße B 243 gibt es ein Für und Wider. Die Kommentatoren vor mir sind schon mal dagegen. Weiter dagegen sind sicherlich zwei Imbissstuben, eine Gaststätte und eine Tankstelle in Mackenrode, die vom Durchgangsverkehr leben.
Für den Neubau sind viele Anwohner der B 243, die den nächtlichen Lärm der LKW ertragen müssen. Bis der Bau der B 243 vollendet ist, sind also andere Maßnahmen notwendig, da der Neubau mit oder ohne SPD kommen wird. Wieso aber durch den Ausbau bei Bad Lauterberg und Großwechsungen eine größere Verkehrsbelastung für den Rest der B 243 entstehen soll, muss mir mal einer erklären.
Beate
13.01.2009, 09:17 Uhr
Ortsumgehungen sind Umweltschutz
Solange Individualverkehr nicht grundsätzlich in Frage gestellt wird, ist jede Ortsumgehung aktiver Umweltschutz.
Ständiges anhalten und beschleunigen treibt nur den Verbrauch der Autos in die Höhe und belastet unnötig die Anwohner.
bseplus
13.01.2009, 12:37 Uhr
Dem kann man ...
... nur zustimmen.

Fließender Verkehr ist weniger umweltschädlich als an jeder Ampel / Kreuzung etc. zu stehen. Und wer an einer vielbefahrenen Straße wohnt, weiß auch aus eigener Erfahrung, was akustische Umweltverschmutzung ist.

Außerdem wird es in den umfahrenen Orten auch sicherer für die Einwohner (speziell die Kinder).
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