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Fr, 10:36 Uhr
09.01.2009

Nicht gefragt

Eine so genannte Grobliste ist nach Erfurt geschickt worden. Darüber hatte gestern die nnz berichtet . Hintergrund ist das Konjunkturpaket der Bundesregierung mit der Nummer 2. Einigen Kommunalpolitikern ist das Handeln des Landrates nicht genug...


Empfänge wie der Gestrige der Kreissparkasse sind auch immer ein Platz der Argumente, Gespräche, des Meinungsaustausches und – der Gerüchte. Und so war denn auch Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) nicht recht zufrieden, was der Landrat in punkto Investitionsanmeldung bislang unternommen habe. Jendricke kritisierte im Gespräch mit der nnz, dass die Kommunen nicht in die Findung der Vorhaben einbezogen wurden.

Vielleicht aber sei nur die Rolandstadt ob ihrer SPD-Regiertheit außen vor gelassen worden? Nein, soll Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek gestern bestätigt haben, auch er sei nicht eingeweiht worden. Trotz des Umstands, dass die Bleicheröder Region einigen kommunalen Christdemokraten viel lieber und teuerer ist, als die Kreisstadt.

Also hatte sich das Nordhäuser Rathaus dazu entschlossen – wenn schon nicht gefragt – eine eigene Liste ins zuständige Ministerium nach Erfurt zu schicken. Dort wurden die Sanierung der Turnhallen der Käthe-Kollwitz-Schule, am Frauenberg sowie das Lieblingsobjekt der Verwaltungsspitze, der Lindenhof platziert. Ob das jedoch mit dem politischen Willen des Nordhäuser Stadtrates einhergeht, kann angezweifelt werden.

Wie im Vorfeld des Konjunkturpaketes aus Berlin mehrfach durchsickerte, sollen die Milliönchen vorrangig in Bildung und Infrastruktur fließen und nicht in den Bau von Gästehäusern. Wer jeden Tag von der Grimmelallee in die Hesseröder Straße abbiegen muss, der könnte sich vorstellen, dass dieses Geld auf dieser Straße besser aufgehoben ist. Unter anderem.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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Kommentare
Peppone
09.01.2009, 20:33 Uhr
Wer zu spät kommt...
Die Liste derer, die meinen nicht gefragt worden zu sein, ließe sich sicher beliebig fortsetzen.
Entscheident ist doch, dass erst einmal Bedarf angemeldet wurde. Hätte der Landrat hier im Vorfeld jeden Bürgermeister von Städten und Gemeinden und jeden Verwaltungsgemeinschaftsvorsitzenden nach seinen persönlichen Schwerpunkten befragt, wäre das Einreichen doch zeitlich schon daran gescheitert, welches Projekt aus Sicht dieser Kommunalpolitiker an welcher Stelle dieser "Wunschliste" stünde.
Es war richtig, im ersten Schritt eine solche "Grobliste" beim Land einzureichen. Entscheidungen sind gefragt und diese Entscheidung so zu treffen war richtig!

MH
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