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Do, 14:58 Uhr
18.12.2008

Wie feiern Theaterleute Weihnachten?

Am Heiligen Abend bleibt der Vorhang im Nordhäuser Theater geschlossen. Also – wie verbringen die Theatermacher diesen Tag und vielleicht auch die folgenden. Wir sind dieser Frage nachgegangen...

Engel für Weihnachten (Foto: Kühn) Engel für Weihnachten (Foto: Kühn)

Die Zeit zum Jahresende ist für Theaterschaffende eine Zeit, wo sie sehr viel zu tun haben. In diesen Wochen ist der Spielplan sehr voll und das Publikum kann außergewöhnlich viele Vorstellungen erleben. Das hat Tradition, das ist an den meisten Theatern so, da bildet auch Nordhausen keine Ausnahme. Die Menschen zieht es in Oper, Operette und Konzerte.

Doch es gibt einen Tag, an dem der Vorhang geschlossen bleibt: Heiligabend. Da ziehen sich auch die Künstler und Mitarbeiter der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH vor dem Publikum zurück und verbringen den Heiligabend im Kreise der Familie.

Selbst bei Intendant Lars Tietje steht ausnahmsweise kein dienstlicher Termin im Kalender. Er begeht das Fest mit seiner Ehefrau und den drei Söhnen. Der 9jährige Julius spielt am Nachmittag in zwei Gottesdiensten in der Blasii-Kirche im Krippenspiel mit. „Anschließend feiern wir zu Hause mit meinem Vater zusammen, singen und musizieren bis zur Bescherung“, erklärt Lars Tietje.

Spielleiter Toni Burkhardt wird Weihnachten zu Hause bei der Familie in Südthüringen verbringen. Wie immer schmückt er dort auch den Baum. Bevor sich die Familie am Abend zusammensetzt, besuchen alle noch das Krippenspiel in der Kirche. Auch bei Chorleiter Daniel Mayr ist der Heiligabend ein Abend mit Familie. Und den verbringt er zu Hause in Kempten im Allgäu. Mit seinen jüngeren Geschwistern singt und spielt er Weihnachtslieder, was immer sehr lustig ist, wie er selbst sagt. Um 23 Uhr zieht es die Familie in die Christmette und danach sei immer Gelegenheit, sich mit alten Freunden zu treffen.

Für die Künstlerische Betriebsdirektorin und künftige Verwaltungsdirektorin des Theaters, Angela Kalms, ist die Adventszeit mit ihren Lichtern die schönste Zeit. Zum Fest zieht es sie dann zu Verwandten nach Erfurt. Am Vormittag des Heiligabend gibt es aber für sie noch einiges zu tun und auch beim letzten Fenster des Theater-Adventskalenders wird Angela Kalms dabei sein.

Dieser Termin steht auch bei der Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, Birgit Susemihl, noch ganz dick im Kalender. Sie hat für das in Thüringen einmalige Ereignis die Fäden in der Hand und freut sich, wenn zum letzten Tag des Adventskalenders viele Besucher kommen. Das Fenster wird dann aber schon um 11 Uhr geöffnet. Danach heißt ihr Ziel Schleswig Holstein, wo sie mit Mutter und Bruder das Fest feiern wird. Tradition bei ihr ist am zweiten Feiertag ein großes Familientreffen.

Ganz besinnlich geht es beim Technischen Leiter des Theaters, Ingo Langer, zu. Und was wäre der Heiligabend ohne Traditionsessen – bei Familie Langer kommen Weißwurst, Grünkohl und Kartoffeln auf den Tisch.

Tenor Marcos Liesenberg kann Weihnachten nicht zu Hause in Brasilien verbringen, er fährt deshalb zu Verwandten nach Hannover. Der Weg nach Hause – Pretoria in Südafrika – wäre auch für Tenor Alec Otto viel zu weit. Deshalb verbringt er Weihnachten mit seiner Freundin Juliane Hirschmann, Konzertdramaturgin der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH, bei ihren Eltern in Duderstadt. Da gibt es am 24. besonders viel zu feiern, denn das Familienoberhaupt hat auch noch Geburtstag.

Cecilia Domuncu, Harfenistin des Loh-Orchesters, feiert den Heiligabend mit ihrer Familie in Sondershausen. Wenn sie Zeit hat zu backen, dann kommt an diesem Abend auch die rumänische Spezialität „Cozonac“ – ein spezieller Weihnachtskuchen – auf den Tisch. Im Heimatland Rumänien ist es Brauch, dass Kinder und Erwachsene von Haus zu Haus ziehen und Weihnachtslieder singen.

Am ersten Feiertag ist dann für viele Mitarbeiter der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH schon wieder Alltag. Um 19.30 Uhr steht die Oper „Hoffmanns Erzählungen“ auf dem Spielplan, und so ist für die technischen Abteilungen wie für die Künstler viel zu tun.
Autor: nnz

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