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Do, 12:11 Uhr
25.07.2002

UGA: Rund 150 Bestattungen im Jahr

Nordhausen (nnz). Eine neue Urnengemeinschaftsanlage (UGA) gibt es jetzt auf dem Nordhäuser Hauptfriedhof am Stresemann-Ring. An einer Begehung hat heute die nnz teilgenommen.


Letzte Ruhe Die Anlage ist mehrere hundert Quadratmeter groß und befindet sich direkt neben der bisherigen, auf der 1975 erstmals bestattet wurde. Sie wurde 2000 geschlossen. Ende 2001 begannen die Arbeiten auf dem neuen Areal. „Die alte Anlage - rund 100 Quadratmeter groß - in unmittelbarer Nachbarschaft zum Krematorium des Hauptfriedhofes war voll belegt“, sagte Sabine Dautz, Sachgebietsleiterin Friedhöfe bei der Stadt Nordhausen. Auf der neuen Anlage fänden rund 1800 Bestattungen Platz. Das neue Bestattungsgebiet befindet sich auf einem ehemaligen Urnenreihenfeld aus den 50er Jahren. Hier sei die Ruhezeit schon Mitte der 70er Jahre abgelaufen gewesen, erklärte Dautz. Man habe das Reihenfeld beräumt und das Gelände eingeebnet. „Jetzt ist dort eine große schöne Rasenfläche entstanden. Mit Kanten haben wir Wege nachgebildet, haben Bänke zum Verweilen und als Plätze zur Besinnung aufgestellt; wir haben Palisaden angelegt, die ein Hochbeet begrenzen, das je nach Jahreszeit neu bepflanzt wird“, erklärte so die Expertin.

Prägend für die Gesamterscheinung der Anlage ist der Obelisk. Der stamme aus dem Jahr 1928, sei das ehemaliges Grabmal einer Beerdingungsstätte, deren frühere Besitzer alle verstorben seien. „Diesen Obelisk mit seinen Rosenmotiven auf den Kanten - eine phantastische Steinmetzarbeit - haben wir gereinigt, restauriert und neu beschriftet“, sagte Frau Dautz. Auf dem Stein sind jetzt zwei Gedichte, „Einst“ und „Stille“ von Johannes R. Becher zu lesen. Der Obelisk verleihe dem gesamten Ort eine besondere Würde.

Eine Urnengemeinschaftsanlage ist ein Platz für gemeinschaftliche anonyme Bestattungen. Beigesetzt würden die Urnen jeweils einmal im viertel Jahr. Zuvor gibt es Trauerfeiern, bei denen sich die Angehörigen von den Verstorbenen verabschieden. Die Beisetzung auf einer Urnengemeinschaftsanlage entwickle sich zunehmend zu einer anerkannten Bestattungsform. Im Schnitt gebe es pro Jahr rund 150 Bestattungen dieser Art. „Oft gibt es keine Familienangehörige mehr oder sie wohnen weit weg. Die Angehörigen bevorzugen dann diesen Weg der Beisetzung, weil sie sich auch sicher sein können, dass die Anlage immer gut gepflegt und eine gewissen Kontrolle da ist“, meinte Sabine Dautz.
Autor: nnz

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