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So, 09:30 Uhr
14.12.2008

Servus mit K.o.

Der letzte Kampf (Foto: nnz) Der letzte Kampf (Foto: nnz)
Mit einem Ko-Sieg verabschiedete sich gestern Abend der Nordhäuser Boxer Michael Werner von seinem Publikum. Die nnz war bei einer eigens für ihn zugeschnittenen Box-Fete dabei, als es zum Schluß hieß: „Time to say good bye“.


Und wie das im Großen so ist, so musste natürlich alles abgekupfert werden – zum Beispiel bei RTL. Der Einmarsch des Boxers, hoheitsvoll musste Werner in das Kameraobjektiv blicken, dessen Bediener im Rückwärtsgang vornweg marschierte. Das Publikum erhob sich, man klatschte, fast stolperte der Kameramann...

Dann der Kampf, der letzte für Werner. Gegen den 18jährigen Martin Pett aus Gotha, eine Generation jünger. Michael Werner blieb das Schicksal des Herrn Maske erspart, perfekt schickte er seinen Gegner in das Kampfende. Klar, die komplett ausverkaufte Ballspielhalle tobte. Dann ging es weiter in der Choreographie. Zwei Sänger des Nordhäuser Opernchors sangen das Maske-Abschiedsständchen, Silberfontänen zündeten und zu allem Überfluss wurde der Boxring mit Alustreifen überflutet.

Emotional wurde es erst, wenn man sich den kompletten Schnickschnack wegdenkt. Werner schien gerührt – oder genoss er einfach das, was da für ihn inszeniert wurde? Ganz anders sein Vater. Der hatte Tränen in den Augen. Und schließlich noch das obligatorische Interview: Wie war das heute, wie waren die letzten 20 Jahre, was willst Du jetzt machen?

Nur gut, dass diese Fragen nicht vom Ring-Moderierer gestellt wurden. Dessen moderativer Sachverstand scheint vermutlich jenseits der Ringseile zu enden. Anders war das Kauderwelsch (Beispiel: Uwe Beis statt Uwe Bein) bei der Vorstellung des „Tags der Legenden“ am 27. Dezember nicht zu erklären.

Im kommenden Jahr wird dem Nordhäuser Boxpublikum dann eine neue Qualität geboten. Bundesliga-Luft zieht ein an der Hesseröder Straße. Möge den Verantwortlichen das NSV auch dann der Zuspruch gegönnt sein. Übrigens: Von den zehn gebotenen Kämpfen gewannen die Nordhäuser sieben, ein Kampf wurde verloren, zweimal gab es ein Unentschieden. Aber das, das war nur Beiwerk an diesem Abend.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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