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Do, 16:19 Uhr
18.07.2002

Feuerleute im Dauereinsatz

Nordhausen (nnz). Einige überflutete Keller und viel Wasser auf den Straßen, das ist die Bilanz der Nacht. Kreisbrandinspektor Erich Etzrodt schlief heute dennoch auf seiner Liege am Salzagraben.


Den ganzen Tag war Erich Etzrodt im Landkreis Nordhausen unterwegs. Kontrollfahrten waren angesagt. In Richtung Harz schüttete es wie aus Kannen, die Scheibenwischer seines Jeeps schafften die Wassermassen kaum. Doch Havarien waren glücklicherweise Fehlanzeige. Dafür kam kurz nach 23 Uhr ein Hilferuf aus dem Nachbarlandkreis Wernigerode.

Dort hieß es Land und Straßen „unter“. Etzrodt alarmierte sofort Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Bleicherode, Sülzhayn, Heringen, Nordhausen-Mitte sowie der Berufsfeuerwehr der Rolandstadt. Außerdem wurden zwei Fahrzeuge des Technischen Hilfswerkes (THW) in Marsch gesetzt. Die Hilfskräfte mussten bis in Region um Ilsenburg fahren, dort hatten die Wassermassen ganze Straßenabschnitte einfach weggespült.

Am Vormittag werden die ersten Feuerwehrleute wieder in Nordhausen erwartet, dann wird Bericht erstattet. Dann aber muß Erich Etzrodt auch entscheiden, ob die eingesetzten Kräfte ausgewechselt werden müssen. Und davon hängt sicher auch ab, ob der Kreisbrandinspektor seine Liege im „Kommandoraum“ noch für eine Nacht benutzen muß.

Die Situation in Nordhausen
Zum Wasserpumpen war die Berufsfeuerwehr in der vergangenen Nacht auch in Herreden und in Nordhausen in der Drosselgasse. „Einsätze bei solchen extremen Wetterlagen sind übrigens für Grundstücks-, Haus- bzw. Wohnungseigentümer kostenlos“, erklärte Neblung, denn es handle sich um Gefahrenbeseitigung. Die Pegelstände der Flüsse in der Region Nordhausen sind noch nicht so hoch „dass man sich Sorgen machen müsse“, erklärte der Feuerwehrmann gegenüber der nnz. Trotzdem würden regelmäßig über eine spezielle Telefonnummer die aktuellen Wasserhöhen von Zorge, Helme und Beere abgerufen. Für den Fall der Fälle liegen bei der Berufsfeuerwehr schon 1500 Sandsäcke bereit. „Noch sind sie leer“, sagte Neblung. Kündigt sich ein Einsatz an, können sie innerhalb kürzester Zeit mit Sand gefüllt werden.

Helfer kehren noch heute zurück
Wie die nnz von Kreisbrandinspektor Erich Etzrodt erfuhr, können die im Landkreis Wernigerode eingesetzten Kameraden der Feuerwehren und die Mitarbeiter des THW noch heute zurückkehren. Vor Ort wurde ihnen durch die Einsatzleitung des Landkreises Wernigerode ein Dank für die Hilfe ausgesprochen. Damit geht letztlich auch für Erich Etzrodt ein überlanger Arbeitstag zu Ende.
Autor: nnz

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