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Mo, 15:05 Uhr
15.07.2002

Klettern und Skaten in der City

Nordhausen (nnz). Die Stadt Nordhausen macht mit der Landesgartenschau Angebote an sogenannte Bewegungs- bzw. Kletterfreunde. Auf dem Petersberg entstehen zur Zeit ein Hochseilgarten, ein Kletterturm und eine Skateranlage. nnz hat sich den Bau angesehen.


Artistisch Hochseilgarten einerseits und Kletterturm plus Skateranlage andererseits werden auf einer jeweils 40 mal 60 Meter großen Fläche gebaut, die sich zwischen der Sporthalle und der Petersbergtreppe unmittelbar an der Weberstraße befinden. Vom späteren Hochseilgarten künden schon jetzt die großen Holzpfähle (siehe nnz-Foto). „Die Landesgartenschau stellt für alle Anlagen die Flächen zur Verfügung und baut die Fundamente; das Jugendsozialwerk wird Hochseilgarten und Kletterturm betreiben. Die komplette Skateranlage baut die Landesgartenschaugesellschaft“, kündigte LGS-Geschäftsführerin Inge Klaan gegenüber nnz an. In Betrieb gehen alle Anlagen mit dem Beginn der Landesgartenschau im April 2004.

Die Pfähle für den späteren Hochseilgarten, sind nach Auskunft von Klaan 15 Meter hoch. „Zwischen diesen Pfählen werden - in unterschiedlicher Höhe und in unterschiedlicher Form - Stahl-Seile und Kletterseile gespannt: Mal als eine Art Hängebrücke, wo man auf einem Seil balanciert und sich am darüber gespannten festhält; mal als eine Art Spinnen-Netz; mal so, dass man nur hangelnd - an Füßen und Händen hängend - die Distanz überwinden kann“, erklärt Inge Klaan. „Der Parcours kann über weite Abschnitte nur mit einer professionellen Kletterausrüstung und an einigen Stellen mindestens zu zweit überwunden werden. Das ist keine Anlage, wo man einfach mal so rumklettert“, so Klaan. Deshalb werde die Anlage durch die Pädagogen vom Jugendsozialwerk betreut.

Der geplante Kletterturm ist knapp 20 Meter hoch. Er besteht aus Steinplatten, die übereinandergelegt werden - Schicht für Schicht so versetzt, dass sich in der Draufsicht die Form eines dreizackigen Sterns ergibt. Nach dem Aufschichten werden die Platten dann mit Putz bespritzt, danach kommen Ösen - als Vorstieg - hinein. Es entsteht der Eindruck eines echten natürlichen Kletterfelsens. Wegen der großen Höhe des Turmes ist damit alpiner Kletterbetrieb mitten in der Stadt möglich. Die nächsten ähnlich anspruchsvollen Klettermöglichkeiten im näheren Umkreis seien der Ottofelsen im Harz und die Kletteranlage auf der EGA in Erfurt.

Auch für das Erklimmen des Kletterturms sei eine professionelle Ausrüstung erforderlich. Neben dem Jugendsozialwerk, das auch hier Betrieb und Betreuung übernehmen wird, sei der Alpenverein Nordhausen in den Betrieb eingebunden. Über zwei Ebenen von insgesamt knapp 2 Meter Höhe erstreckt sich die Skater-Anlage. „In die 'Half-Pipe' zum Beispiel - eine halboffene Röhre - können die Skater nur von oben einfahren“, erklärte Inge Klaan. Die weiteren Elemente des Rundkurses - Bank, Bowle, Pyramiden, 'Wedge-Ramp' sowie kleinere und größere Kanten - setzten sich ebenfalls über verschiedene Höhenniveaus fort. Bei den Planungen zur Skateranlage sei auch „Rolle e.V.“, ein Nordhäuser Verein für Skateboarder und Mountainbiker, eingebunden gewesen.

Obwohl die Anlage, was Größe und Struktur betreffe, Profi-Ansprüchen genüge und Wettkampf-Bedingungen erfülle, sei sie auch für Anfänger geeignet. „Die Anlage steht nach der Landesgartenschau allen offen“, betonte IngeKlaan. Der Reiz aller drei Anlagen besteht vor allem in der Nachbarschaft zu den Bildungseinrichtungen auf dem Petersberg: Grund-, Regel- und Berufsschule sind gleich nebenan. Sowohl vor als auch nach der Schule könnte der Petersberg deshalb zu einem tollen Anziehungs- und Treffpunkt für die jungen Leute der Stadt werden.
Autor: nnz

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