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Do, 11:07 Uhr
11.07.2002

256 Euro je Einwohner

Nordhausen (nnz). Kommunen leben von Steuereinnahmen. Wie sich diese im vergangenen Jahr entwickelten, das hat für Sie die nnz recherchiert.



Im Jahr 2001 nahmen die Thüringer Gemeinden 417,2 Millionen Euro an Realsteuern ein, davon 252,5 Millionen Euro an Gewerbesteuer (brutto) und 164,7 Millionen Euro an Grundsteuern (9,0 Millionen Euro Grundsteuer A, 155,7 Millionen Euro Grundsteuer B). Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 1,7 Millionen Euro bzw. 0,4 Prozent weniger als im Jahr 2000. Weitere wichtige Steuereinnahmen waren im Jahr 2001 die Gemeindeanteile an der Einkommen- und Umsatzsteuer. Die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer stiegen gegenüber dem Jahr zuvor um 1,4 Millionen Euro bzw. 0,8 Prozent auf 181,1 Millionen Euro.


Dagegen fiel der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer geringer aus. Hier hatten die Gemeinden mit insgesamt 63,2 Millionen Euro um 0,9 Millionen Euro geringere Einnahmen als im Jahr 2000. Die an Bund und Land abzuführende Gewerbesteuerumlage, deren Umlagesatz bei 54 Prozent lag, belief sich im Jahr 2001 auf 40,5 Millionen Euro. Im Jahr 2000 waren es 33,8 Millionen Euro bei einem Umlagesatz von 45 Prozent.

Zur Bewertung der Finanzkraft der Kommunen wird u.a. im Rahmen des jährlich durchzuführenden Realsteuervergleichs die Steuereinnahmekraft ermittelt. Die Realsteuereinnahmen zuzüglich der Einnahmen aus den Gemeindeanteilen an der Einkommen- und Umsatzsteuer abzüglich der Gewerbesteuerumlage ergaben im Jahr 2001 für Thüringen eine Steuereinnahmekraft von 621,0 Millionen Euro. Das waren 256 Euro je Einwohner. Im Jahr 2000 waren es 258 Euro je Einwohner. Die Steuereinnahmekraft der kreisfreien Städte betrug 311 Euro je Einwohner, die der kreisangehörigen Gemeinden lag bei 240 Euro je Einwohner.

Bei den kreisfreien Städten waren die Städte Erfurt und Jena mit 349 Euro bzw. 318 Euro am steuerstärksten. Die steuerschwächste kreisfreie Stadt war Gera mit 260 Euro. Kreisangehörige Gemeinden wie Großheringen im Weimarer Land (3 219 Euro), Mörsdorf im Saale-Holzland-Kreis (1 978 Euro), Bischofroda im Wartburgkreis (1 663 Euro), Korbußen im Landkreis Greiz (1 307 Euro) oder Neudietendorf im Landkreis Gotha (1 195 Euro), die über Jahre ein Mehrfaches des Landesdurchschnittes erzielten, liegen zwar im Bereich vieler großer Städte der alten Bundesländer, können aber wegen ihres relativ geringen Volumens den Thüringer Durchschnitt nur wenig beeinflussen.
Autor: nnz

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