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Do, 10:45 Uhr
30.10.2008

Kurzzeitig erlaubt

Man glaubt es kaum, das Nordhäuser Rathaus ist nicht nur für Parkverbote oder Knöllchen zuständig, es kommt jetzt mobilen Eltern oder Großeltern entgegen. Die nnz mit den Einzelheiten...

Kurzzeitparken (Foto: I. Bergmann) Kurzzeitparken (Foto: I. Bergmann)
Vor der Kinderkrippe „Zwergenschlösschen“ in der Geschwister-Scholl-Straße kann ab sofort für eine halbe Stunde geparkt werden

„Zu Gunsten der Eltern und Großeltern, die ihre Kinder und Enkel in den Kindergarten bringen wollen, richten wir jetzt gesonderte Kurzzeitparkplätze vor den Kindertagesstätten im Stadtgebiet und den Ortsteilen ein", erklärte jetzt Rainer Kottek von der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Nordhausen.

Dies betreffe vor allen Dingen solche Straßen, in denen Halteverbotszonen oder Dauerparker den Eltern das Parken vor der Kindereinrichtungen erschweren und eine optimale Zufahrt bzw. ein kurzzeitiger Halt zum Bringen und Abholen der Kinder somit nicht möglich sei. Vorausgegangen war ein Anschreiben der Verkehrsbehörde an 15 von 21 Kindergärten der Stadt Nordhausen zur Überprüfung der Parkordnung vor den Einrichtungen. „Sieben Kindertagesstätten haben sehr ausführlich geantwortet und äußerten sich positiv zur Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen vor der Einrichtung“, sagte Kottek.

Mitarbeiter des städtischen Bauhofes brachten diese Woche vor der Kinderkrippe „Zwergenschlösschen“ in der Geschwister-Scholl-Straße die Verkehrsschilder für drei Kurzzeitparkplätze an. In den nächsten Wochen werden auch vor dem Montessori-Kinderhaus in der Hardenbergstraße und in den Kindergärten „Kleine Strolche" in der Carl-von-Ossietzky-Straße und „Brummkreisel" in der Schumannstraße Stellplätze geschaffen. Die erste Kurzzeitparkzone wurde bereits Anfang des Monats in der Domstraße zugunsten des dortigen Kindergarten "Domschlösschen" eingerichtet.

„Überall dort, wo sich eine sinnvolle Parkordnung nicht von selbst regeln lässt, greifen wir als Ordnungsbehörde mit diesen Beschilderungsmaßnahmen ein“, erklärte Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) dazu. Jendricke gab zugleich zu, dass der Spagat zwischen den verschiedenen Interessen von Anwohnern, Gewerbetreibenden oder Kurzzeitparkern allerdings immer ein schwieriges Abwägen ist und meistens nie alle zufriedenzustellen sind.
Autor: nnz

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