Mi, 16:03 Uhr
10.07.2002
nnz-Forum: Land soll eingreifen
Nordhausen (nnz). Die Auslegung der Unterlagen des Bebauungsplans für das künftige Industriegebiet in der Goldenen Aue sorgt für Verwirrung. Dieser Auffassung ist die Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue Mehr dazu im Forum der nnz.
Im Rahmen der letzten Versammlung der Bürgerinitiative wurde einstimmig die Forderung nach einem Raumordnungsverfahren für die Goldene Aue gefasst. Diese Forderung wird auch von vielen gesellschaftlichen Kräften (z.B: BUND) unterstützt. Auf der letzten Sitzung des Kreisausschusses des Kreistages forderte dieses auch die Fraktionsvorsitzende der SPD, Dagmar Becker. Es könne nicht angehen, das die Stadt Nordhausen vehement für Raumordnungsverfahren streitet, siehe Winkelberg/Rüdigsdorfer-Schweiz und für eine derart raumbedeutsame Planung, wie ein über 100 ha großes Industriegebiet dieses ablehnt. Die Einleitung eines Raumordnungsverfahrens sagt noch nichts über ein PRO oder CONTRA des Vorhabens aus. Es bewerte die unterschiedlichen Nutzungen und Interessen in einem Gebiet und schließt von vornherein Konflikte aus.
Aus diesem Grund hat die Bürgerinitiative jetzt mit den zuständigen Ministern Gnauck, Staatskanzlei, Minister Sklenar, Landwirtschaft und Umwelt, sowie dem Landesverwaltungsamt in Weimar Kontakt aufgenommen. Die Bürgerinitiative sieht sich durchaus in Ihrer Forderung durch Fachleute bestätigt.
Da nun die Planungsunterlagen öffentlich einzusehen sind, konnte sich die BI z.B. auch die Alternativstandortprüfung im Rahmen einer UVP-Studie ansehen. Laut dem, in den Unterlagen ausgelegten Raumordnungsplan von 1998, (gültige Fassung) liegt die beplante Fläche ganz deutlich im Überschwemmungsgebiet. In einem derartigen Gebiet gilt absolutes Bauverbot, so daß dieser wichtige Fakt in die Vergleichsstudie der BI eingearbeitet wurde. In der Alternativstandortprüfung allerdings wird dieser Fakt verneint. Daraufhin recherchierte die BI und musste feststellen, das im Jahr 2001 eine Veränderung stattgefunden hat. Genau die besagte Fläche, sowie GI und GE-Flächen innerhalb der Stadt Nordhausen (Darre) liegen nun nicht mehr im Überschwemmungsgebiet.
Da in den ausgelegten B-Plan-Unterlagen weder ein geänderter Raumordnungsplan noch irgend ein Hinweis zur Änderung gemacht wurde, muss die BI die Vollständigkeit bzw. Richtigkeit des gesamten Planmaterials anzweifeln. Was soll ein Bürger glauben, der Einsicht nimmt? Die Alternativstandortprüfung lässt nach Aussagen des Nordhäuser Wirtschaftsdezernenten Beyse keine subjektiven Einschätzungen zu. Ein JA ist ein JA und ein NEIN ist ein NEIN. Die BI verlangt daher Aufklärung über das eindeutige JA wenn es um Erweiterungsflächen des Industriegebietes geht und die BI verlangt eine eindeutige Erklärung des JA zu einem Gleisanschluss. Nach intensiven Recherchen ist das Gebiet in der Goldenen Aue nicht ohne riesige Investitionen ans Gleisnetz anzuschließen.
Die BI wird gerade aus diesen Gründen die B-Plan-Unterlagen intensiv prüfen und hat weitere Anhaltspunkte für unrichtige Aussagen. Aus diesem Grund fordert die BI alle interessierten Bürger auf, sich im Nordhäuser Ratshaus oder im Gebäude der VWG in Heringen die B-Plan-Unterlagen einmal genau anzusehen. So harmlos, wie es die Planer erklärten, ist dieses Industriegebiet nicht.
Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue
Autor: nnzIm Rahmen der letzten Versammlung der Bürgerinitiative wurde einstimmig die Forderung nach einem Raumordnungsverfahren für die Goldene Aue gefasst. Diese Forderung wird auch von vielen gesellschaftlichen Kräften (z.B: BUND) unterstützt. Auf der letzten Sitzung des Kreisausschusses des Kreistages forderte dieses auch die Fraktionsvorsitzende der SPD, Dagmar Becker. Es könne nicht angehen, das die Stadt Nordhausen vehement für Raumordnungsverfahren streitet, siehe Winkelberg/Rüdigsdorfer-Schweiz und für eine derart raumbedeutsame Planung, wie ein über 100 ha großes Industriegebiet dieses ablehnt. Die Einleitung eines Raumordnungsverfahrens sagt noch nichts über ein PRO oder CONTRA des Vorhabens aus. Es bewerte die unterschiedlichen Nutzungen und Interessen in einem Gebiet und schließt von vornherein Konflikte aus.
Aus diesem Grund hat die Bürgerinitiative jetzt mit den zuständigen Ministern Gnauck, Staatskanzlei, Minister Sklenar, Landwirtschaft und Umwelt, sowie dem Landesverwaltungsamt in Weimar Kontakt aufgenommen. Die Bürgerinitiative sieht sich durchaus in Ihrer Forderung durch Fachleute bestätigt.
Da nun die Planungsunterlagen öffentlich einzusehen sind, konnte sich die BI z.B. auch die Alternativstandortprüfung im Rahmen einer UVP-Studie ansehen. Laut dem, in den Unterlagen ausgelegten Raumordnungsplan von 1998, (gültige Fassung) liegt die beplante Fläche ganz deutlich im Überschwemmungsgebiet. In einem derartigen Gebiet gilt absolutes Bauverbot, so daß dieser wichtige Fakt in die Vergleichsstudie der BI eingearbeitet wurde. In der Alternativstandortprüfung allerdings wird dieser Fakt verneint. Daraufhin recherchierte die BI und musste feststellen, das im Jahr 2001 eine Veränderung stattgefunden hat. Genau die besagte Fläche, sowie GI und GE-Flächen innerhalb der Stadt Nordhausen (Darre) liegen nun nicht mehr im Überschwemmungsgebiet.
Da in den ausgelegten B-Plan-Unterlagen weder ein geänderter Raumordnungsplan noch irgend ein Hinweis zur Änderung gemacht wurde, muss die BI die Vollständigkeit bzw. Richtigkeit des gesamten Planmaterials anzweifeln. Was soll ein Bürger glauben, der Einsicht nimmt? Die Alternativstandortprüfung lässt nach Aussagen des Nordhäuser Wirtschaftsdezernenten Beyse keine subjektiven Einschätzungen zu. Ein JA ist ein JA und ein NEIN ist ein NEIN. Die BI verlangt daher Aufklärung über das eindeutige JA wenn es um Erweiterungsflächen des Industriegebietes geht und die BI verlangt eine eindeutige Erklärung des JA zu einem Gleisanschluss. Nach intensiven Recherchen ist das Gebiet in der Goldenen Aue nicht ohne riesige Investitionen ans Gleisnetz anzuschließen.
Die BI wird gerade aus diesen Gründen die B-Plan-Unterlagen intensiv prüfen und hat weitere Anhaltspunkte für unrichtige Aussagen. Aus diesem Grund fordert die BI alle interessierten Bürger auf, sich im Nordhäuser Ratshaus oder im Gebäude der VWG in Heringen die B-Plan-Unterlagen einmal genau anzusehen. So harmlos, wie es die Planer erklärten, ist dieses Industriegebiet nicht.
Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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