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Mo, 11:38 Uhr
04.12.2000

Diskussionsrunde zum Industriegebiet im BIC Nordthüringen

Nordhausen (nnz). Die Diskussionen um das künftige Industriegebiet in der Goldenen Aue gehen am Abend in eine neue Runde. Da hat der Planungsverband "Goldene Aue" alle Gemeinde- und Stadträte der angrenzenden Kommunen zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Dabei soll nicht nur der Stand der Planungen, sondern vor allem der Stand der öffentlichen Diskussion zur Sprache kommen.
So geschlossen, wie sich die Kommunen bzw. deren Vertretungen noch vor einigen Monaten präsentierten, ist die Front der Befürworter nicht mehr. Vor allem in den Gemeinden der Goldenen Aue macht sich Skepsis breit, in Windehausen oder Urbach ist sie förmlich zu spüren. So könnte der Gemeinderat von Urbach in seiner nächsten Sitzung gar aus dem Planungsverband ausscheiden.
Die Gründe hierfür sind in der massiven Öffentlichkeitsarbeit der Bürgerinitiative "Rettung der Goldenen Aue" zu suchen. Deren Mitglieder lassen keine Gelegenheit aus, in Diskussionsrunden ihre Argumente gegen das Industriegebiet vorzutragen. Unterstützt werden sie dabei von der oftmals dilettantischen Öffentlichkeitsarbeit seitens der Verbandes. Einfachste Fragen der BI werden umständlich und für den Bürger unverständlich beantwortet, wenn überhaupt. Da tauchen als Argumente irgendwelche Untersuchungen zur Bodenqualität der Äcker auf, nur belegen lassen die sich bislang nicht. Natürlich kommen viele Argumente der Befürworter des Industriegebietes auch nicht an. Immer wieder gibt es Stimmen aus der BI, die einer Diskussion von vornherein negativ eingestellt sind. "Ihr könnt sagen, was ihr wollt, wir sind sowieso dagegen." Die Debatte über das Für und Wider eines solchen Industriegebietes scheint auch heute ohne Ergebnis auszugehen. Wenn die Bürgerinitiative eine Stunde zuvor im BIC sprechen darf, scheint der Austausch der Argumente ohne Ergebnis zu enden. Das Industriegebiet in der Goldenen Aue scheint erledigt, bevor es je eine Chance hatte. Immer noch ist nicht klar, wer sich alles in die Unterschriftenlisten eingetragen hat. Erinnert sei daran, daß es auch in Nordhausen eine solche Aktion gab. Damit wurde der Erhalt des Busbahnhofs gefordert. Initiiert wurde die Unterschriftensammlung doch lediglich von einzelnen Geschäftsleuten, die mit dem Verschwinden des Busbahnhofs auch Einnahmen schwinden sahen. Tausende unterschrieben zum Beispiel an den Kassen des Herkules-Marktes.
Was aber, wenn sich die Bürgerinitiative letztlich auch nur auf "einige Häuslebauer" in Urbach und ihre Interessen reduzieren ließe? Was wäre, wenn Tausende nur "einfach" so unterschrieben hätten, weil auch sie nicht die Argumente beider Seiten kennen?
Autor: psg

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