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Di, 16:25 Uhr
21.10.2008

Fenster in die Geschichte

Nach Norden vorgerückt sind jetzt die Mitarbeiter des Landesamtes für Archäologie bei ihren Ausgrabungen hinter dem Rathaus. Und sie suchen immer noch intensiv nach den Spuren der Nordhäuser Geschichte...

Nach Norden vorgerückt (Foto: psv) Nach Norden vorgerückt (Foto: psv)
Grabungsmitarbeiter Udo Schmidt an einem Teil der nördlichen Begrenzungsmauer der Marktkirche

„Das südliche Grabungsfeld ist inzwischen wieder geschlossen worden – hierher ist jetzt eine Zufahrt für die Wohnungen und Geschäfte der benachbarten Wohnhäuser verlegt worden“, sagte Jürgen Grönke, Leiter des Nordhäuser Stadtarchivs. „Auf diesem Areal hatten die Fachleute die Südmauer der früheren Marktkirche und ihrer Vorgängerbauten gefunden und freigelegt sowie zahlreiche Gräber samt Gebeinen aus dem 12. bis 17. Jahrhundert.“ Die Grundmauern der Kirche habe man dokumentiert und untersucht; „die gefundenen Gebeine wurden fachmännisch geborgen, werden zurzeit aufbewahrt, um später in einem würdigen Rahmen auf dem Friedhof beigesetzt zu werden“, so Grönke.

Die Funde aus diesem Grabungsfeld würden später in den städtischen Museen ausgestellt, „derzeit werden sie im Magazin aufbewahrt.“ „Der Verschluss des südlichen Grabungsfeldes ist allerdings nur vorläufig: An dieser Stelle wird später die Tiefgarage für den neuen Mehrzweckbau samt Bibliothek entstehen. Wir werden prüfen, ob Teile der alten Kirchen-Grundmauern auch nach dem Bau der Garage erhalten– und mit Hilfe eines archäologischen Fensters für die Öffentlichkeit sichtbar gehalten werden können.“

Im nördlichen, neuen Grabungsfeld seien die Kollegen inzwischen auf die nördlichen Begrenzungsmauern der Marktkirche gestoßen. „Teile dieser Mauern sind aber zerstört – durch Bombentreffer bzw. im Zuge des Baus der später hier errichteten Toilettenanlage“, so Grönke.
Autor: nnz

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