Di, 14:23 Uhr
21.10.2008
Spielverderber
Am Rande von Ilfeld, im Gewerbegebiet an der B 4, könnte eine völlig neue und andere Form des Golfspielens etabliert werden. Swingolf nennt sich diese Variante des sportlichen Spiel. Die nicht alle spielen so mit, wie man sich das im Südharz vorgestellt hat...
Seit einigen Monaten liegen die Unterlagen nebst Analysen auf dem Tisch des Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz, Bernd Meyer. Doch es gibt Probleme mit der Finanzierung. Eigentlich war auch die in Sack und Tüten. Die 125.000 Euro teure Investition sollte mit Geldern aus dem LEADER-Programm gefördert werden. Nur: Den Eigenanteil kann die Gemeinde Ilfeld nicht leisten. Hintergrund ist die in diesem Jahr gestiegene Kreisumlage. Musste Ilfeld im vergangenen Jahr 450.000 Euro an die Kreisverwaltung zahlen, so sind es in diesem Jahr 565.000 Euro. Zieht man den Anteil der Steuermesskraft einmal ab, dann sind es real 60.000 Euro mehr. Diese Summe entspricht in etwa dem Eigenanteil der Kommune für die Golfanlage.
Auf zehn Hektar des zum großen Teil brachliegenden Gewerbegebietes soll – so sehen es die Planungen vor – eine 18-Loch-Swingolfanlage entstehen. Davon versprechen sich die Verantwortlichen in der Verwaltungsgemeinschaft und in der Gemeinde Ilfeld eine deutliche Aufwertung der touristischen Infrastruktur. Die etwas andere Form des Golfens befindet sich in Deutschland auf dem Vormarsch – 15 Anlagen gibt es bereits zwischen Schleswig-Holstein und Bayern. Die nächste derartige Golfanlage wurde in Bad Harzburg gebaut, hier allerdings nur als 9-Loch-Variante.
Mit der 18-Loch-Anlage hätte Ilfeld ein Alleinstellungsmerkmal im gesamten Harz, in den neuen Bundesländern sowieso. Eine Machbarkeitsstudie, die in Auftrag gegeben wurde, sagt aus, dass die Ilfelder Anlage ob der Gästezahlen im Südharz und darüber hinaus durchaus ihre Berechtigung hätte. Nun liegt es am Gemeinderat. Der muss die Mittel für den Eigenanteil im aktuellen Haushalt umschichten, letztlich eine politische Entscheidung.
Bernd Meyer verweist in diesem Zusammenhang auf den Vergleich von Kreisumlage zur Umlage, die die Gemeinden an die Verwaltungsgemeinschaft zahlen. Während bei der Kreisumlage die Summen beständig nach oben gingen, blieb die so genannte VG-Umlage seit fünf Jahren konstant, davor wurde sie seit Bestehen der Verwaltungsgemeinschaft (1994) beständig gesenkt.
All das wurde möglich durch beständige Kostenkontrolle und das Ausschöpfen aller Möglichkeiten zur Rationalisierung der Verwaltungsabläufe. So hatte die Verwaltung im Jahr 1994 37 Mitarbeiter, jetzt arbeiten in Ilfeld noch 19, verweist der VG-Chef nicht ohne Stolz.
Autor: nnzSeit einigen Monaten liegen die Unterlagen nebst Analysen auf dem Tisch des Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft Hohnstein/Südharz, Bernd Meyer. Doch es gibt Probleme mit der Finanzierung. Eigentlich war auch die in Sack und Tüten. Die 125.000 Euro teure Investition sollte mit Geldern aus dem LEADER-Programm gefördert werden. Nur: Den Eigenanteil kann die Gemeinde Ilfeld nicht leisten. Hintergrund ist die in diesem Jahr gestiegene Kreisumlage. Musste Ilfeld im vergangenen Jahr 450.000 Euro an die Kreisverwaltung zahlen, so sind es in diesem Jahr 565.000 Euro. Zieht man den Anteil der Steuermesskraft einmal ab, dann sind es real 60.000 Euro mehr. Diese Summe entspricht in etwa dem Eigenanteil der Kommune für die Golfanlage.
Auf zehn Hektar des zum großen Teil brachliegenden Gewerbegebietes soll – so sehen es die Planungen vor – eine 18-Loch-Swingolfanlage entstehen. Davon versprechen sich die Verantwortlichen in der Verwaltungsgemeinschaft und in der Gemeinde Ilfeld eine deutliche Aufwertung der touristischen Infrastruktur. Die etwas andere Form des Golfens befindet sich in Deutschland auf dem Vormarsch – 15 Anlagen gibt es bereits zwischen Schleswig-Holstein und Bayern. Die nächste derartige Golfanlage wurde in Bad Harzburg gebaut, hier allerdings nur als 9-Loch-Variante.
Mit der 18-Loch-Anlage hätte Ilfeld ein Alleinstellungsmerkmal im gesamten Harz, in den neuen Bundesländern sowieso. Eine Machbarkeitsstudie, die in Auftrag gegeben wurde, sagt aus, dass die Ilfelder Anlage ob der Gästezahlen im Südharz und darüber hinaus durchaus ihre Berechtigung hätte. Nun liegt es am Gemeinderat. Der muss die Mittel für den Eigenanteil im aktuellen Haushalt umschichten, letztlich eine politische Entscheidung.
Bernd Meyer verweist in diesem Zusammenhang auf den Vergleich von Kreisumlage zur Umlage, die die Gemeinden an die Verwaltungsgemeinschaft zahlen. Während bei der Kreisumlage die Summen beständig nach oben gingen, blieb die so genannte VG-Umlage seit fünf Jahren konstant, davor wurde sie seit Bestehen der Verwaltungsgemeinschaft (1994) beständig gesenkt.
All das wurde möglich durch beständige Kostenkontrolle und das Ausschöpfen aller Möglichkeiten zur Rationalisierung der Verwaltungsabläufe. So hatte die Verwaltung im Jahr 1994 37 Mitarbeiter, jetzt arbeiten in Ilfeld noch 19, verweist der VG-Chef nicht ohne Stolz.


