Mo, 15:30 Uhr
20.10.2008
Aus Dornröschenschlaf erweckt
In der Mitte von Ilfeld ragt ein kleiner Bergkegel auf. Auf der 330 Meter hohen Anhöhe befinden sich die Reste einer rund 900 Jahre alten Burg: Ilburg oder auch Burg des Elgerus wird das Bauwerk genannt. Jetzt soll die Burg erwachen...
Die drei von der Ilburg: Wolfgang Trautmann, Siegfried Arendt und Lutz Schötensack (von links) legten seit April im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme unter Trägerschaft der LIFT gGmbH große Teile der Ruine der Ilburg in Ilfeld frei
Sehr lange wurde die Ilburg nicht genutzt: Der Sohn des Erbauers, Elgerus der II., heiratete nämlich in die Nachbarschaft ein – und zog in die Burg seiner Gemahlin um, die Burg Hohenstein bei Neustadt. Immerhin stiftete er bei seinem Auszug aus der bis dahin unbesiegten Burg das Kloster Ilfeld. Und weil Baumaterial knapp war, wurde die nicht mehr bewohnte Burg abgebrochen und die Steine für Neubauten benutzt. Das ging über mehrere Jahrhunderte so, selbst in den Jahren 1707 bis 1730 entstanden noch 28 Gebäude in und um Ilfeld aus den Steinen der Ilburg. Nach und nach verfiel die Ruine in einen regelrechten Dornröschenschlaf. Zwar wurde im Laufe der Jahre immer mal wieder ein Teil der Mauern freigelegt, doch immer wieder wucherten die Reste des Bauwerks zu und gerieten zusehends in Vergessenheit.
Neues Leben eingehaucht (Foto: LIFT)
Jetzt ist die Ilburg wieder einmal wachgeküsst worden. Im April machten sich Wolfgang Trautmann, Siegfried Arendt und Lutz Schötensack im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) unter Trägerschaft der Nordhäuser LIFT gGmbH daran, die Überreste der einst stolzen Burg wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit Säge, Axt, Hacke, Spaten, Schaufel, Schubkarre und vor allem mit viel Muskelkraft, wurden der Wildwuchs beseitigt, Wege beräumt und Mauern freigelegt.
Teilweise ist das aus heimischen Porphyr errichtete Mauerwerk auch saniert worden, so dass der Besucher heute die einstmals doch recht beeindruckenden Dimensionen der Befestigungsanlage gut erkennen kann. Immerhin verfügte die Burg über zwei Türme. Die Reste des einen Bergfriedes mit einem Durchmesser von zwölf Metern und einer Mauerstärke von 2,50 Metern lassen auf einen starken und großen Turm schließen. Gut zu erkennen sind dank des Einsatzes der drei ABM-Männer heute auch wieder der Ringgraben sowie Teile der Vorburg und des Tors, an dem sich früher die Zugbrücke befand.
Großen Dank für die seit April geleistete Arbeit sprach Manfred Kappler vom Ilfelder Heimatmuseum den drei Männern aus. Mit großem Einsatz, viel Herz und Verständnis sei ein wichtiger Beitrag für den Denkmalschutz erbracht worden, um die Ilburg als einen Teil der regionalen Geschichte auch für kommende Generationen zu erhalten.
Kappler sprach seine Hoffnung aus, dass die von der Agentur für Arbeit finanzierte Maßnahme eine Fortführung finden könne, damit die Arbeit der vergangenen Monate nicht umsonst gewesen sei und die Ilburg wieder für Jahre in den Dornröschenschlaf verfällt.
Autor: nnzDie drei von der Ilburg: Wolfgang Trautmann, Siegfried Arendt und Lutz Schötensack (von links) legten seit April im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme unter Trägerschaft der LIFT gGmbH große Teile der Ruine der Ilburg in Ilfeld frei
Sehr lange wurde die Ilburg nicht genutzt: Der Sohn des Erbauers, Elgerus der II., heiratete nämlich in die Nachbarschaft ein – und zog in die Burg seiner Gemahlin um, die Burg Hohenstein bei Neustadt. Immerhin stiftete er bei seinem Auszug aus der bis dahin unbesiegten Burg das Kloster Ilfeld. Und weil Baumaterial knapp war, wurde die nicht mehr bewohnte Burg abgebrochen und die Steine für Neubauten benutzt. Das ging über mehrere Jahrhunderte so, selbst in den Jahren 1707 bis 1730 entstanden noch 28 Gebäude in und um Ilfeld aus den Steinen der Ilburg. Nach und nach verfiel die Ruine in einen regelrechten Dornröschenschlaf. Zwar wurde im Laufe der Jahre immer mal wieder ein Teil der Mauern freigelegt, doch immer wieder wucherten die Reste des Bauwerks zu und gerieten zusehends in Vergessenheit.
Neues Leben eingehaucht (Foto: LIFT)
Jetzt ist die Ilburg wieder einmal wachgeküsst worden. Im April machten sich Wolfgang Trautmann, Siegfried Arendt und Lutz Schötensack im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) unter Trägerschaft der Nordhäuser LIFT gGmbH daran, die Überreste der einst stolzen Burg wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit Säge, Axt, Hacke, Spaten, Schaufel, Schubkarre und vor allem mit viel Muskelkraft, wurden der Wildwuchs beseitigt, Wege beräumt und Mauern freigelegt. Teilweise ist das aus heimischen Porphyr errichtete Mauerwerk auch saniert worden, so dass der Besucher heute die einstmals doch recht beeindruckenden Dimensionen der Befestigungsanlage gut erkennen kann. Immerhin verfügte die Burg über zwei Türme. Die Reste des einen Bergfriedes mit einem Durchmesser von zwölf Metern und einer Mauerstärke von 2,50 Metern lassen auf einen starken und großen Turm schließen. Gut zu erkennen sind dank des Einsatzes der drei ABM-Männer heute auch wieder der Ringgraben sowie Teile der Vorburg und des Tors, an dem sich früher die Zugbrücke befand.
Großen Dank für die seit April geleistete Arbeit sprach Manfred Kappler vom Ilfelder Heimatmuseum den drei Männern aus. Mit großem Einsatz, viel Herz und Verständnis sei ein wichtiger Beitrag für den Denkmalschutz erbracht worden, um die Ilburg als einen Teil der regionalen Geschichte auch für kommende Generationen zu erhalten.
Kappler sprach seine Hoffnung aus, dass die von der Agentur für Arbeit finanzierte Maßnahme eine Fortführung finden könne, damit die Arbeit der vergangenen Monate nicht umsonst gewesen sei und die Ilburg wieder für Jahre in den Dornröschenschlaf verfällt.


