Mo, 15:16 Uhr
20.10.2008
"Witzig, spritzig und erotisch"
Gerd Mackensen kehrt zurück nach Nordhausen. Wenn auch nur als Gast. Nach der Lesung in der Hagelstange-Bibliothek in Nordhausen, wird am Samstag eine Ausstellung des Ex-Nordhäusers eröffnet...
Am kommenden Samstag, um 14.30Uhr wird in der
"Dichterstätte Sarah Kirsch" in Limlingerode eine Ausstellung mit Werken von Gerd Mackensen eröffnet. Es gehört mittlerweile zur guten Tradition, dass in den Räumen der Dichterstätte die bildende Kunst neben der Dichtung einen festen Platz einnimmt.
"Witzig, spritzig und erotisch", unter diesem Titel präsentiert Gerd Mackensen dem Publikum in einer kleinen, feinen Ausstellung seine bildhaften Phantasien zum Thema. Der 1949 in Nordhausen geborene Künstler studierte in Dresden bei Günter Horlbeck und Gerhart Kettner. Viele Jahrzehnte lebte und wirkte er in Nordhausen. Mittlerweile wohnt er in Sondershausen.
"Wenn Frauen in meinen Bildern auftauchen, geht es ohne Erotik nicht!" Das Weib, so der Künstler, vereine in seinen Augen Statur, Seele und Erscheinung. Lassen Sie sich überraschen!
Begleitend zur Eröffnung der HausART Nr. XXVII - 5/2008: "Witzig, spritzig und erotisch" mit Werken von Gerd Mackensen wird die monatliche Lesung sich ebenfalls der Thematik widmen. Das Spektrum der vorgetragenen Dichtung reicht von Lukrez über Heinrich Heine bis hin zu Sarah Kirsch. Es werden also verschiedene Sichten das Thema beleuchten.
Der eher verhaltene Vers kommt zu Wort, der das Körperlich-Sinnliche in eine metaphorische Sprache zu kleiden sucht. Aber im Gegensatz dazu wird auch der Liebhaber einer freimütig, offenen und kräftigen Ausdrucksform auf seine Kosten kommen.
Das Erotische war seit jeher immer auch eine Spielwiese der Kunst. So kann man die in den unterschiedlichen Epochen entstandenen Verse sehr gut vergleichen mit dem, was heute scheinbar geltende Norm ist. Offensichtlich ist die geistige Blöße des Menschen eine Form des Nacktseins, die sich durch das physisch Nackte nur auf ganz verschiedene Art in Bild und Wort immer wieder neu verkörpert. Und es ist mitnichten so, dass unsere Zeit in puncto Freizügigkeit im Umgang mit dem Erotischen in der Kunst alles Bisherige in den Schatten stellt.
Die ganzen Aufregungen um diverse Feuchtgebiete wirken vor dem Hintergrund einer historischen Betrachtung zum Thema sehr lächerlich. Die orgieastische Liebe, der erotische Körper, Männerphantasien, zarte Träume, komische Konstellationen, unfreiwillige und freiwillige Komik, Anständiges und Unanständiges wird am Samstag in der Dichterstätte zu vernehmen sein.
Es geht quer durch den Gemüsegarten. Die Gelenkstellen zwischen den Gedichten der verschiedenen Epochen sind essayistischer Natur. Die Besucher werden nämlich anhand der Gedanken Michel de Montaignes recht kurzweilig, aber anspruchsvoll durch das Programm geleitet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Karin Kisker
Autor: nnzAm kommenden Samstag, um 14.30Uhr wird in der
"Dichterstätte Sarah Kirsch" in Limlingerode eine Ausstellung mit Werken von Gerd Mackensen eröffnet. Es gehört mittlerweile zur guten Tradition, dass in den Räumen der Dichterstätte die bildende Kunst neben der Dichtung einen festen Platz einnimmt.
"Witzig, spritzig und erotisch", unter diesem Titel präsentiert Gerd Mackensen dem Publikum in einer kleinen, feinen Ausstellung seine bildhaften Phantasien zum Thema. Der 1949 in Nordhausen geborene Künstler studierte in Dresden bei Günter Horlbeck und Gerhart Kettner. Viele Jahrzehnte lebte und wirkte er in Nordhausen. Mittlerweile wohnt er in Sondershausen.
"Wenn Frauen in meinen Bildern auftauchen, geht es ohne Erotik nicht!" Das Weib, so der Künstler, vereine in seinen Augen Statur, Seele und Erscheinung. Lassen Sie sich überraschen!
Begleitend zur Eröffnung der HausART Nr. XXVII - 5/2008: "Witzig, spritzig und erotisch" mit Werken von Gerd Mackensen wird die monatliche Lesung sich ebenfalls der Thematik widmen. Das Spektrum der vorgetragenen Dichtung reicht von Lukrez über Heinrich Heine bis hin zu Sarah Kirsch. Es werden also verschiedene Sichten das Thema beleuchten.
Der eher verhaltene Vers kommt zu Wort, der das Körperlich-Sinnliche in eine metaphorische Sprache zu kleiden sucht. Aber im Gegensatz dazu wird auch der Liebhaber einer freimütig, offenen und kräftigen Ausdrucksform auf seine Kosten kommen.
Das Erotische war seit jeher immer auch eine Spielwiese der Kunst. So kann man die in den unterschiedlichen Epochen entstandenen Verse sehr gut vergleichen mit dem, was heute scheinbar geltende Norm ist. Offensichtlich ist die geistige Blöße des Menschen eine Form des Nacktseins, die sich durch das physisch Nackte nur auf ganz verschiedene Art in Bild und Wort immer wieder neu verkörpert. Und es ist mitnichten so, dass unsere Zeit in puncto Freizügigkeit im Umgang mit dem Erotischen in der Kunst alles Bisherige in den Schatten stellt.
Die ganzen Aufregungen um diverse Feuchtgebiete wirken vor dem Hintergrund einer historischen Betrachtung zum Thema sehr lächerlich. Die orgieastische Liebe, der erotische Körper, Männerphantasien, zarte Träume, komische Konstellationen, unfreiwillige und freiwillige Komik, Anständiges und Unanständiges wird am Samstag in der Dichterstätte zu vernehmen sein.
Es geht quer durch den Gemüsegarten. Die Gelenkstellen zwischen den Gedichten der verschiedenen Epochen sind essayistischer Natur. Die Besucher werden nämlich anhand der Gedanken Michel de Montaignes recht kurzweilig, aber anspruchsvoll durch das Programm geleitet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Karin Kisker


