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Fr, 17:43 Uhr
17.10.2008

Ferne Nahe Heimat

Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen trafen in diesem Monat beim Begegnungsfest in der Nordhäuser Altstadt auf ausländische Studenten. Veranstaltet wurde das Fest vom „Schrankenlos e.V.“ innerhalb des Projektes „Vielfalt tut gut“. Die nnz mit einem Bericht von Claudia Ehrhardt


Gleich zu Beginn fielen die verschiedenen vorbereiteten Bereiche zur kreativen Arbeit ins Auge, die im hinteren Teil des Festes genutzt wurden. Peter Kube vom „Schrankenlos e.V.“ eröffnete das Fest mit einer kurzen Ansprache über das Ziel das Festes, das Kennenlernen neuer Menschen mit all ihren Facetten. Es folgte ein gemeinsames Singen verschiedener Lieder, wie „Wenn du glücklich bist, dann … “, „Aufstehn, aufeinander zugehn…“ - zur Einstimmung der Kinder und ihrer Gäste, insbesondere die ausländischen Studenten der Fachhochschule Nordhausen.

Vorbereitete Besichtigungstouren zu Nordhäuser Sehenswürdigkeiten begannen. Studenten, Schülerinnen und Schülern fanden sich in Gruppen. Die Kinder durften bei dieser Aufgabe ihr Geschick und Können unter Beweis stellen, denn sie waren die Stadtführer. Hierbei erlebten alle Beteiligten viel Spaß, da es nicht immer ganz einfach war, den Studentinnen und Studenten zu erklären, was es mit dem jeweiligen Besichtigungspunkt auf sich hatte.

Es wurde dabei viel gelacht, gerätselt und mit Händen und Füßen erläutert. Während der Touren begannen Mitarbeiterinnen (Sabine Reich und Team) des „Kreisjungendrings“ mexikanisches Essen über offenem Feuer zu kochen. Begleitet wurden sie dabei von viel Aufmerksamkeit der vorbeilaufenden Passanten. Als die Führungen beendet waren und sich alle am Ausgangspunkt wiedertrafen, wurden Tanzeinlagen von zwei Mädchen aus dem Iran und aus Deutschland von der Schrankenlo-Tanzgruppe mit Beifall belohnt.

Sichtlich angetan waren einige Kinder von dem fortwährenden Kochen des mexikanischen Essens. Sie halfen tatkräftig mit: würzen, schnuppern, verfeinern. Die Mitarbeiterinnen der Jugendkunstschule riefen nun zum Arbeiten. Jede zuvor gebildete Gruppe des Rundgangs bekam einen vorbereiteten Arbeitsplatz. Hier waren ein Leinentuch, Malfarben und verschiedene Pappformen gegeben. Nun ging es daran, auf das Tuch einen vorgegebenen Buchstaben aufzumalen. Die fertigen Buchstaben wurden dann zu dem Schriftzug „Eine Welt Haus“ auf einer zwischen Birke und Kurzer Meile quer über die Straße hängenden Wäscheleine vereint.

Die zuvor erkundeten Sehenswürdigkeiten wurden abstrahiert, aber wieder erkennbar, mit Hilfe der Pappstücken gelegt und aufgeklebt. Dabei wurden tolle Ergebnisse erzielt , welche nach dem Fest mit an der Leine hingen. Antje und ihre Praktikantin von der Jugendkunstschule gaben wertvolle Tipps, motivierten und halfen mit vollem Einsatz.
Diese „Arbeiten“ bereiteten nicht nur den Kindern, sondern auch den Studierenden viel Freude. Es wurde viel gelacht und einander geholfen. Im Anschluss an die Kreativarbeiten wurde nicht nur das gemeinsam gekochte mexikanische Essen verzehrt, sondern auch die von den Mitarbeitern des „Welt Laden“ liebevoll zubereiteten Mahlzeiten.

Als alle gestärkt waren, wurden abermals fröhliche Lieder gemeinsam gesungen. Auch so lässt sich eine „Fremd“-Sprache lernen – Kinderlieder und Bewegung. Da reichen eine Gitarre, Liedblätter und aufgeschlossene Menschen. Auch Studierende und Kinder griffen zur Gitarre. Als zufällig noch Wayne, der hier lebende indigene Amerikaner (Indianer) durch die Kurze Meile kam und spontan ein Lied anstimmte, war die Begeisterung groß. Die Studenten wirkten sehr fasziniert von der Aufgeschlossenheit, Hilfsbereitschaft und vor allem der Fröhlichkeit der Schulkinder. Es war allen die Freude am Fest deutlich anzumerken.

„Ferne nahe Heimat“, ein gut durchdachter Titel für das diesjährige Begegnungsfest. Die Unterschiede zwischen den Kindern und Studenten waren deutlich erkennbar, wie Alter, Herkunft oder Hautfarbe. Trotzdem stellte dies kein Hindernis für die Kontaktaufnahme dar. Im Gegenteil, es regte viel mehr dazu an, etwas über den anderen erfahren zu wollen.

Egal ob beteiligter Student, Kind, Veranstalter, Beteiligter oder Zuschauer, alle nahmen etwas für sich vom Fest mit. Ob eine neue Erfahrung, eine neue Bekanntschaft oder eine schöne Erinnerung, das Fest wurde zu Recht mit Sonne beschienen.
Claudia Ehrhardt
Internationale Kurze Meile (Foto: C. E.)
Internationale Kurze Meile (Foto: C. E.)
Internationale Kurze Meile (Foto: C. E.)
Internationale Kurze Meile (Foto: C. E.)
Internationale Kurze Meile (Foto: C. E.)
Internationale Kurze Meile (Foto: C. E.)
Autor: nnz

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