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Di, 11:08 Uhr
14.10.2008

Nichts angelegt

Die Finanzmarktkrise hat dieses Land immer noch im Griff. Nicht nur Inhaber von Zertifikaten weinen ihrem angelegten Geld hinter, auch Kommunen könnte betroffen sein. Die nnz hat bei der reichsten Stadt in Nordthüringen nachgefragt...


Die Stadtverwaltung sieht den unmittelbaren Auswirkungen der Finanzmarktkrise gelassen entgegen. Denn im Rathaus heißt die Devise: Wer nichts hat, der kann auch nichts verlieren. Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD): „Wir haben als Verwaltung keine Bargeldbestände, haben demzufolge auch keine Guthaben. Und darüber hinaus sind einer Kommune spekulative Anlageformen auch nicht gestattet.“

Anders sieht es dann schon beim Nordhäuser Eigenbetrieb, dem Stadtentwässerungsbetrieb aus. Hier füllen sich die Konten schon allein aus dem beständigen Fluß von Beiträgen und Gebühren. Und da wird Geld auch angelegt, wie Matthias Jendricke bestätigt, jedoch lediglich in Festgeldanlagen. Vorsorglich habe Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) alle städtischen Unternehmen in dieser Woche angewiesen, bei künftigen Anlagen die Sicherheit über die Rendite zu stellen. Damit sollen risikoreiche Anlagenformen ausgeschlossen werden.

Die Krise bringt es jedoch auch mit sich, daß die Zinsen für Kredite steigen. Die Kommunen sind da noch im Vorteil, sie können quasi nicht Pleite gehen. Den jüngsten Investitionskredit der Stadtverwaltung von 4,1 Millionen Euro habe man für den günstigen Zinssatz von 4,9 Prozent ergattern können.

Dass es trotzdem finanziell für die Stadtverwaltung nicht rosig aussieht, weiß auch der dafür zuständige Bürgermeister. „Im August hatten wir bei unserem Kassenkredit endlich mal eine schwarze Null, wir leben quasi aus diesem Kredit.“ Jendricke verweist zu dem auf die Tatsache, daß die Stadtverwaltung Nordhausen in den zurückliegenden sehr intensiv ihre Soll-Fehl-Beträge abgebaut hat. In diesem Jahr sollen die letzten 2,8 Millionen Euro verschwunden sein.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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