Fr, 11:48 Uhr
05.07.2002
Guter Rat fürs Klima
Nordhausen (nnz). Zum anstehenden Agenda 21-Weltgipfel in Johannesburg gibt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderung (WBGU) Bundeskanzler Gerhard Schröder fünf Aspekte mit auf den Weg. nnz erläutert Zusammenhänge.
Die Bundesregierung hatte das Beratergremium kurz vor dem Vorgängergipfel im Rio 1992 eingesetzt. Sie beruft alle vier Jahre neun international anerkannte Wissenschaftler in den WBGU, deren Aufgabe es ist, die Regierung in der internationalen Umwelt- und Entwicklungspolitik zu beraten. Es liegt demzufolge im Aufgabenbereich begründet, dass die Aufwertung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep) zu einer Internationalen Umweltorganisation ganz oben auf der Wunschliste des WBGU angesiedelt ist. Das Gremium will aber auch inhaltlich in Johannesburg Druck machen. Ein Wälderprotokoll, eine Weltenergie- und eine Wassercharta sollten dabei schon herauskommen, meinen die Wissenschaftler. Zudem wünschen sie sich einen Weltkongress zu den Auswirkungen des weltweiten Klimawandels auf Infektionskrankheiten.
In diesen Empfehlungen spiegelt sich die Arbeit des WBGU wieder. Er spielte vor allem bei den Verhandlungen über das Klimaschutz-Protokoll von Kyoto eine wichtige Rolle. Das Klima dürfe sich nicht um mehr als 1,5 Grad Celsius im Weltmittel erwärmen, so der WBGU, weil andernfalls das ökologische und wirtschaftliche Überleben nicht gesichert sei.
Mit dieser Prämisse ging die Regierung in die Verhandlungen und kam mit zu wenig wieder heraus: Die vereinbarten Reduktionsziele für klimaschädliche Gase sind zu niedrig, um einen ausreichenden Sicherheitsabstand einzuhalten. Mit seinen Vorschlägen zur Entwicklungsfinanzierung ging es dem WBGU nicht viel besser. Trotzdem halten die Wissenschaftler ihre Aufgabe als Impulsgeber nicht für sinnlos. Denn meist werden ihre Vorschläge doch noch aufgegriffen, wenn auch nur teilweise oder mit mehrjähriger Verzögerung. Wer würde da im regionalen Bereich nicht an eine Einzelperson denken, die für sich und im Interesse der Umwelt nicht entsprechend denkt und handelt!?
Autor: nnzDie Bundesregierung hatte das Beratergremium kurz vor dem Vorgängergipfel im Rio 1992 eingesetzt. Sie beruft alle vier Jahre neun international anerkannte Wissenschaftler in den WBGU, deren Aufgabe es ist, die Regierung in der internationalen Umwelt- und Entwicklungspolitik zu beraten. Es liegt demzufolge im Aufgabenbereich begründet, dass die Aufwertung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep) zu einer Internationalen Umweltorganisation ganz oben auf der Wunschliste des WBGU angesiedelt ist. Das Gremium will aber auch inhaltlich in Johannesburg Druck machen. Ein Wälderprotokoll, eine Weltenergie- und eine Wassercharta sollten dabei schon herauskommen, meinen die Wissenschaftler. Zudem wünschen sie sich einen Weltkongress zu den Auswirkungen des weltweiten Klimawandels auf Infektionskrankheiten.
In diesen Empfehlungen spiegelt sich die Arbeit des WBGU wieder. Er spielte vor allem bei den Verhandlungen über das Klimaschutz-Protokoll von Kyoto eine wichtige Rolle. Das Klima dürfe sich nicht um mehr als 1,5 Grad Celsius im Weltmittel erwärmen, so der WBGU, weil andernfalls das ökologische und wirtschaftliche Überleben nicht gesichert sei.
Mit dieser Prämisse ging die Regierung in die Verhandlungen und kam mit zu wenig wieder heraus: Die vereinbarten Reduktionsziele für klimaschädliche Gase sind zu niedrig, um einen ausreichenden Sicherheitsabstand einzuhalten. Mit seinen Vorschlägen zur Entwicklungsfinanzierung ging es dem WBGU nicht viel besser. Trotzdem halten die Wissenschaftler ihre Aufgabe als Impulsgeber nicht für sinnlos. Denn meist werden ihre Vorschläge doch noch aufgegriffen, wenn auch nur teilweise oder mit mehrjähriger Verzögerung. Wer würde da im regionalen Bereich nicht an eine Einzelperson denken, die für sich und im Interesse der Umwelt nicht entsprechend denkt und handelt!?


