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Do, 07:19 Uhr
16.10.2008

Turbulenzen in Steinach beendet

Nach dem Rückzug des FSV Ulstertal Geisa aus der Thüringenliga gab es auch Irritationen in anderen Ligavereinen. Der SC 1903 Weimar feuerte wegen Erfolglosigkeit Trainer Armin Romstedt und Wackers nächster Punktspielpartner, der SV 08 Steinach, entledigte sich nach einer Spielerrevolte seines Coaches Erhard Mosert.

Steinach in Nordhausen (Foto: Wacker) Steinach in Nordhausen (Foto: Wacker)

Es spielt nicht einmal in der sechsten Liga eine Rolle, dass beide Übungsleiter einst große Namen im DDR-Fußball waren. Jedermann kann daran erkennen, wie erfolgsorientiert allerwärts gehandelt wird. Für die Nordhäuser ist das Ganze insofern von Bedeutung, dass anstelle von Mosert nun der zurzeit verletzte Steinacher Stürmer Maurice Müller-Keupert auf der Kommandobrücke steht und die Richtigkeit der Vereinsentscheidung beweisen muss.

Neue Besen kehren gut, sagt ein altes Sprichwort. Und siehe da – schon hat Steinach in der Vorwoche in Arnstadt dem bislang in allen Spielen siegreichen Aufsteiger ein 1:1 abgetrotzt. Das ist wohl mehr als ein Achtungszeichen. Während der FSV Wacker 90 zum Pokalspiel in Hildburghausen antreten musste, hatte der SV 08 kein Pflichtspiel zu absolvieren, weil er schon in der ersten Runde des ODDSET-Pokals beim 1. Suhler SV 06 mit 6:4 nach Elfmeterschießen aus dem Rennen flog.

Zum achtzehnten Mal fährt Wacker (Motor) am Sonnabend ins schmucke Fellbergstadion in den Thüringer Wald zu einem Punktspiel (bisher 14-mal in der DDR-Liga und 3-mal in der Landesliga). Während früher die Steinacher Festung nur schwer einzunehmen war und Motor Nordhausen dies nur dreimal gelang (1972, 1981 und 1982), hat Wacker seit 2005 in der Thüringenliga in den drei Spielen immer gut ausgesehen. Zwei Nordhäuser Erfolge (3:2 und 2:1) sowie ein 2:2-Unentschieden in der letzten Saison zeugen davon.

Steinach in Nordhausen (Foto: Wacker) Steinach in Nordhausen (Foto: Wacker)

Anders gesagt, seit 1977 hat Nordhausen in Steinach nicht mehr verloren. Daraus muss hinreichend genug Selbstvertrauen für die gewiss nicht leichte Aufgabe erwachsen, auch dieses Mal ungeschlagen den Platz verlassen zu können. Beim letzten Auftritt in Steinach am dritten Spieltag der Vorsaison waren die Wackerakteure nahe dran, mehr als ein 2:2 in den Südharz mitzubringen.

Zwar begannen die Hausherren stürmisch. Doch dann kam Wacker, konnte jedoch drei klare Chancen nicht verwerten und plötzlich führten nach 35 Minuten die Gastgeber, die auch nach der Halbzeitpause zunächst weiter am Drücker waren. Dann versenkte Hoffmann eine Ciesla-Flanke wuchtig im Netz (59.). Bald darauf traf Hoffmann mit einem platzierten Schuss ins obere Toreck das zweite Mal. Fast wäre ihm sogar noch ein lupenreiner Hattrick gelungen. Aber es sollte an diesem Tag nicht sein. In der Nachspielzeit erzielte Steinach noch den Ausgleich.

Für die Begegnung gibt es wohl keinen eindeutigen Favoriten. Viel wird davon abhängen, wie die Nordhäuser mit ihrer ungewöhnlichen Erfolgsserie in den letzten Monaten umgehen können. Wie schnell die Erfolgskurve abknicken kann, hat die zweite Wackermannschaft beim Spiel in Urbach erleben müssen. Am Sonntag um 14.30 Uhr besteht gegen den SV 1911 Dingelstädt (12. der Tabelle) im Albert-Kuntz-Sportpark die Chance zur Wiedergutmachung.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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