So, 14:42 Uhr
05.10.2008
Vom Südharz nach Armenien (3)
Zwei Männer und eine Frau sind unterwegs nach Armenien. Mit dem Auto. Sie recherchieren für einen Reiseführer, der im know how Verlag erscheinen soll. Für die Leser der nnz schreibt das Trio ein Tagebuch.
Die Abwicklung an der Türkisch/Georgischen Grenze dauert gefühlte 2 Stunden. Sonne, Leute mit unendlich viel Gepäck zu fuß, ewige LKW-Schlangen, Typen in fetten Autos, die man in Deutschland kaum zu Gesicht bekommt und Männer in Uniform. Wir hängen uns an einen Deutsch/Georgier, der weiß, wie es läuft. Erleichterung, als wir endlich drüben sind. In einem Casino in Batumi murrt Alexej (31) über die wegbleibenden Touristen seit dem Krieg.
Die Russen sind zwar wieder weg, aber sie haben auch die Unbeschwertheit mitgenommen, die Georgien die letzten Jahre aufgebaut hat. Der Krieg hat die Menschen tief getroffen, Unsicherheit gestreut, dass so etwas auf einmal passieren kann und Hass geschürt. Nach einem georgischen Imbiss fahren wir von Batumi einen Bergpass nach Akhaltsikhe. Auf dem Weg bricht die Dunkelheit über uns herein und wir halten an einem Panzerdenkmal in einem georgischen Dorf. Hinter dem Panzer schlagen wir unser Lager auf und übernachten relativ sicher aber kalt. Am nächsten Tag erwartet uns berauschende Schönheit auf 120 km. Die Straßenverhältnisse entsprechen einem rumänischen Feldweg und wir reisen bei 15 km/h durch eine atemberaubende Bergwelt auf 2000Metern langsam voran.
Freundliche Menschen bei der Kartoffelernte laden uns alle paar Meter zum Tee und Gespräch ein. Die wenigen Brücken über den Fluss sind zusammengenagelte Bretter an einer Hängekonstruktion auf 35Metern oder ein über den Fluss gelegter Eisenbahnwagon, dessen Boden fast durchgerostet ist. Georgien fetzt! stellen wir am Ende des Tages fest.
Lars Buchwald, Alexander Ibe & Kathleen Hahnemann
Südharz-Team sponsored by Automeister & Drive 4 Life feat. ATU, Autohaus Gerecke, Marien Apotheke
Autor: nnzDie Abwicklung an der Türkisch/Georgischen Grenze dauert gefühlte 2 Stunden. Sonne, Leute mit unendlich viel Gepäck zu fuß, ewige LKW-Schlangen, Typen in fetten Autos, die man in Deutschland kaum zu Gesicht bekommt und Männer in Uniform. Wir hängen uns an einen Deutsch/Georgier, der weiß, wie es läuft. Erleichterung, als wir endlich drüben sind. In einem Casino in Batumi murrt Alexej (31) über die wegbleibenden Touristen seit dem Krieg.
Die Russen sind zwar wieder weg, aber sie haben auch die Unbeschwertheit mitgenommen, die Georgien die letzten Jahre aufgebaut hat. Der Krieg hat die Menschen tief getroffen, Unsicherheit gestreut, dass so etwas auf einmal passieren kann und Hass geschürt. Nach einem georgischen Imbiss fahren wir von Batumi einen Bergpass nach Akhaltsikhe. Auf dem Weg bricht die Dunkelheit über uns herein und wir halten an einem Panzerdenkmal in einem georgischen Dorf. Hinter dem Panzer schlagen wir unser Lager auf und übernachten relativ sicher aber kalt. Am nächsten Tag erwartet uns berauschende Schönheit auf 120 km. Die Straßenverhältnisse entsprechen einem rumänischen Feldweg und wir reisen bei 15 km/h durch eine atemberaubende Bergwelt auf 2000Metern langsam voran.
Freundliche Menschen bei der Kartoffelernte laden uns alle paar Meter zum Tee und Gespräch ein. Die wenigen Brücken über den Fluss sind zusammengenagelte Bretter an einer Hängekonstruktion auf 35Metern oder ein über den Fluss gelegter Eisenbahnwagon, dessen Boden fast durchgerostet ist. Georgien fetzt! stellen wir am Ende des Tages fest.
Lars Buchwald, Alexander Ibe & Kathleen Hahnemann
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