Sa, 12:53 Uhr
04.10.2008
Klaus Wahlbuhl mit Kritik an Landrat
Landrat Joachim Claus (CDU) hatte sich in der jüngsten Kreistagssitzung enttäuscht über das Verhalten der Wirtschaft zur Unterstützung seiner Spendenaktion gezeigt (nnz berichtete mehrfach). Jetzt nimmt die Nordhäuser SPD die Unternehmen in Schutz...
Rund 200.000 Euro Spendenmittel wollte Landrat Joachim Claus eigentlich seit Jahresanfang bei der einheimischen Wirtschaft einsammeln, um damit das Schulessen zu subventionieren. Tatsächlich sind nach nnz-Angaben nun nur 6.890 Euro zusammen gekommen, wie Claus in der letzten Kreistagssitzung eingestehen musste. Daher hat der Landrat, wie schon mehrfach in den letzten Wochen, noch einmal im Kreistag die regionale Wirtschaft für ihre mangelnde Spendenbereitschaft kritisiert.
Der ehemalige Nordhäuser Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) sieht diese pauschale Kritik des Landrates an den Unternehmern allerdings für völlig unangebracht an. Als Präsident des Nordhäuser Sportvereins (NSV) weiß Klaus Wahlbuhl aus eigener Erfahrung, dass aus den Reihen der Wirtschaft viele Gelder in die Kassen der regionalen Sportvereine kommen. Ohne diese Spenden bzw. Sponsorenmittel unserer einheimischen Unternehmen könnten die Sportvereine nicht existieren und nicht eine so gute Jugendarbeit machen, stellte Wahlbuhl klar.
Der pensionierte Bürgermeister sieht die vom Landrat geforderte Spendenaktion allerdings auch im Grundsatz für falsch an. Schulessen oder andere soziale Leistungen sollten aus Steuermitteln finanziert werden und nicht durch Spenden, erklärte Wahlbuhl und erinnerte zugleich daran, dass der Landrat selbst erst vor fünf Jahren seinen Haushaltszuschuss für das Schulessen gestrichen hatte. Die Stadt Nordhausen hatte diese Streichung nicht mitgemacht und zahlt schon immer für alle städtischen Grundschüler einen Zuschuss für das warme Mittagessen, erklärte Wahlbuhl.
Ich denke, ich spreche für alle ehrenamtlichen Sport- und Kulturvereinsvorsitzenden, wenn ich an den Landrat appelliere, uns die möglichen Spendenmittel für unsere Vereinsarbeit zu lassen und nicht jetzt noch eine negative Stimmung bei den Wirtschaftsunternehmen zu organisieren.
Autor: nnzRund 200.000 Euro Spendenmittel wollte Landrat Joachim Claus eigentlich seit Jahresanfang bei der einheimischen Wirtschaft einsammeln, um damit das Schulessen zu subventionieren. Tatsächlich sind nach nnz-Angaben nun nur 6.890 Euro zusammen gekommen, wie Claus in der letzten Kreistagssitzung eingestehen musste. Daher hat der Landrat, wie schon mehrfach in den letzten Wochen, noch einmal im Kreistag die regionale Wirtschaft für ihre mangelnde Spendenbereitschaft kritisiert.
Der ehemalige Nordhäuser Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) sieht diese pauschale Kritik des Landrates an den Unternehmern allerdings für völlig unangebracht an. Als Präsident des Nordhäuser Sportvereins (NSV) weiß Klaus Wahlbuhl aus eigener Erfahrung, dass aus den Reihen der Wirtschaft viele Gelder in die Kassen der regionalen Sportvereine kommen. Ohne diese Spenden bzw. Sponsorenmittel unserer einheimischen Unternehmen könnten die Sportvereine nicht existieren und nicht eine so gute Jugendarbeit machen, stellte Wahlbuhl klar.
Der pensionierte Bürgermeister sieht die vom Landrat geforderte Spendenaktion allerdings auch im Grundsatz für falsch an. Schulessen oder andere soziale Leistungen sollten aus Steuermitteln finanziert werden und nicht durch Spenden, erklärte Wahlbuhl und erinnerte zugleich daran, dass der Landrat selbst erst vor fünf Jahren seinen Haushaltszuschuss für das Schulessen gestrichen hatte. Die Stadt Nordhausen hatte diese Streichung nicht mitgemacht und zahlt schon immer für alle städtischen Grundschüler einen Zuschuss für das warme Mittagessen, erklärte Wahlbuhl.
Ich denke, ich spreche für alle ehrenamtlichen Sport- und Kulturvereinsvorsitzenden, wenn ich an den Landrat appelliere, uns die möglichen Spendenmittel für unsere Vereinsarbeit zu lassen und nicht jetzt noch eine negative Stimmung bei den Wirtschaftsunternehmen zu organisieren.

