Di, 14:52 Uhr
02.07.2002
Aus Alt mach Neu
Nordhausen (nnz). Seit 1969 ist die Altdeponie Nentzelsrode in Betrieb und ermöglicht seitdem eine geordnete Ablagerung aller angelieferten Müll- und Reststoffmengen. Jetzt sollen hier die Bagger in Gang kommen. nnz war zum ersten Spatenstich vor Ort.
Heute Mittag setzte Landrat Joachim Claus (CDU) auf dem Abfallwirtschaftszentrum Nentzelsrode den ersten Spatenstich zum Beginn der Rekultivierung der Altdeponie. Dabei bewies er, dass auch ein Landrat ein geschickter Baggerfahrer sein kann. In einem eben solchen Gefährt der Firma TS Bau Jena hob er symbolisch die erste Schaufel Erde auf einen LKW. Baubeginn ist am nächsten Montag.
Bereits seit 33 Jahren in Betrieb, gehört die Altdeponie schon fast zum alten Eisen. Vom 1. Juni 1969 bis zum 31. Dezember 1993 wurde sie zur Ablagerung von Hausmüll und hausmüllähnlichen Gewerbeabfällen sowie für Baurestmassen und industrielle Abprodukte genutzt. Bereits seit dem 1. März 1990 bewirtschaftet die Bergsicherung Ilfeld die Kreisabfalldeponie. Ab diesem Zeitpunkt konnte eine geordnete Ablagerung aller angelieferten Müll- und Reststoffmengen gewährleistet werden.
Bis 1993 wurde ein Gesamtvolumen von 1.170.000 Kubikmetern Müll abgelagert. Wie das Thüringer Landesverwaltungsamt zur Sicherung und Rekultivierung des Altstandortes im April 1999 anordnete, werden diese Maßnahmen jetzt am Altdeponiekörper vorgenommen. Dieser belegt eine Gesamtfläche von etwa 9,5 Hektar. Gemäß der TA Siedlungsabfall und dem Sanierungsbescheid wird die Ablagerungsfläche saniert und rekultiviert. Dabei sollen 90.000 bis 100.000 Kubikmeter Müll zur Profilierung des Deponiekörpers umlagert werden.
Auf dem profilierten Deponiekörper ist ein generell neuer Aufbau des Dichtungs- und Abdeckungssystemsvorgesehen: Die Herstellung einer gaswegsamen Ausgleichsschicht, der Einbau einer mineralischen Dichtung, die Herstellung einer Entwässerungsschicht und die Profilierung durch eine 2,0 bis 2,5 Meter mächtige Wasserhaushaltsschicht. Zur Gewährleistung eines ordnungsgemäßen Oberflächen-Entwässerungssystems erfolgt zusätzlich die Herstellung von fast 2.000 laufenden Metern Bermen und ungefähr 3.300 Meter langen Entwässerungsgräben.
Die technischen Arbeiten zur Sanierung und Rekultivierung erfolgen durch die Firma TS Bau Jena, die die Bergsicherung Ilfeld für wesentliche Teilleistungen als Subunternehmer gebunden hat. Die Planungsleistungen zur Ausführungsplanung sowie die Oberbauleitung und Bauüberwachung, die Fremdüberwachung zur Herstellung der mineralischen Dichtung, die Vermessungsleistungen und die Arbeiten zur Gewährleistung des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes erfolgen durch eine Arbeitsgemeinschaft unter Federführung der IHU GmbH und der HüKeA GmbH unter weiterer Mitarbeit des Vermessungsservice Ilfeld und des Ingenieurbüros Freiberg.
Für die Bauzeit und die Ausführung des Gesamtvorhabens nannte Landrat Claus eine Zeitspanne von etwa eineinhalb bis zwei Jahren. Voraussichtlich werde das Projekt bis Anfang 2004 abgeschlossen sein.
Autor: mj
Heute Mittag setzte Landrat Joachim Claus (CDU) auf dem Abfallwirtschaftszentrum Nentzelsrode den ersten Spatenstich zum Beginn der Rekultivierung der Altdeponie. Dabei bewies er, dass auch ein Landrat ein geschickter Baggerfahrer sein kann. In einem eben solchen Gefährt der Firma TS Bau Jena hob er symbolisch die erste Schaufel Erde auf einen LKW. Baubeginn ist am nächsten Montag.Bereits seit 33 Jahren in Betrieb, gehört die Altdeponie schon fast zum alten Eisen. Vom 1. Juni 1969 bis zum 31. Dezember 1993 wurde sie zur Ablagerung von Hausmüll und hausmüllähnlichen Gewerbeabfällen sowie für Baurestmassen und industrielle Abprodukte genutzt. Bereits seit dem 1. März 1990 bewirtschaftet die Bergsicherung Ilfeld die Kreisabfalldeponie. Ab diesem Zeitpunkt konnte eine geordnete Ablagerung aller angelieferten Müll- und Reststoffmengen gewährleistet werden.
Bis 1993 wurde ein Gesamtvolumen von 1.170.000 Kubikmetern Müll abgelagert. Wie das Thüringer Landesverwaltungsamt zur Sicherung und Rekultivierung des Altstandortes im April 1999 anordnete, werden diese Maßnahmen jetzt am Altdeponiekörper vorgenommen. Dieser belegt eine Gesamtfläche von etwa 9,5 Hektar. Gemäß der TA Siedlungsabfall und dem Sanierungsbescheid wird die Ablagerungsfläche saniert und rekultiviert. Dabei sollen 90.000 bis 100.000 Kubikmeter Müll zur Profilierung des Deponiekörpers umlagert werden.
Auf dem profilierten Deponiekörper ist ein generell neuer Aufbau des Dichtungs- und Abdeckungssystemsvorgesehen: Die Herstellung einer gaswegsamen Ausgleichsschicht, der Einbau einer mineralischen Dichtung, die Herstellung einer Entwässerungsschicht und die Profilierung durch eine 2,0 bis 2,5 Meter mächtige Wasserhaushaltsschicht. Zur Gewährleistung eines ordnungsgemäßen Oberflächen-Entwässerungssystems erfolgt zusätzlich die Herstellung von fast 2.000 laufenden Metern Bermen und ungefähr 3.300 Meter langen Entwässerungsgräben.
Die technischen Arbeiten zur Sanierung und Rekultivierung erfolgen durch die Firma TS Bau Jena, die die Bergsicherung Ilfeld für wesentliche Teilleistungen als Subunternehmer gebunden hat. Die Planungsleistungen zur Ausführungsplanung sowie die Oberbauleitung und Bauüberwachung, die Fremdüberwachung zur Herstellung der mineralischen Dichtung, die Vermessungsleistungen und die Arbeiten zur Gewährleistung des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes erfolgen durch eine Arbeitsgemeinschaft unter Federführung der IHU GmbH und der HüKeA GmbH unter weiterer Mitarbeit des Vermessungsservice Ilfeld und des Ingenieurbüros Freiberg.Für die Bauzeit und die Ausführung des Gesamtvorhabens nannte Landrat Claus eine Zeitspanne von etwa eineinhalb bis zwei Jahren. Voraussichtlich werde das Projekt bis Anfang 2004 abgeschlossen sein.

