Do, 15:59 Uhr
25.09.2008
IHK: Wirtschaft ist auf Kurs
Nach den erfreulichen Wirtschaftsdaten, die heute veröffentlicht wurden, meldet sich auch die Industrie- und Handelskammer in Erfurt zu Wort. Auch deren Chefs loben wie die Politiker. Sie kritisieren aber auch – die Politik...
Das Bruttoinlandsprodukt in Thüringen erhöhte sich im 1. Halbjahr 2008 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,4 Prozent. Damit liegt der Freistaat über dem Wert der neuen Bundesländer (+2,2 Prozent) und auf dem Niveau des gesamtdeutschen Durchschnitts (+2,4 Prozent).
Die Thüringer Wirtschaft erweist sich trotz zunehmender Konjunkturrisiken weiterhin als sehr robust, kommentiert der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Gerald Grusser, die aktuellen Daten. Zwar gebe es Anzeichen, dass in der zweiten Jahreshälfte die wirtschaftliche Entwicklung auch im Freistaat an Schwung einbüßt, Anlass zu Pessimismus sei jedoch fehl am Platz. Die IHK halte deshalb an ihrer Wachstumsprognose von zwei Prozent für 2008 fest.
Dank ihrer eher kleinteiligen Struktur kann die regionale Wirtschaft sehr flexibel auf veränderte Bedingungen reagieren, erklärt Grusser. Damit sei sie für konjunkturelle Schwankungen weniger anfällig. Bester Beweis sind die seit Jahren doch äußerst positiven Zuwachsraten der Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe. Auch im ersten Halbjahr konnte wiederum ein Plus von 7,4 Prozent verbucht werden, zeigte sich der IHK-Chef erfreut. Damit verzeichne der Freistaat den fünfthöchsten Wert aller Bundesländer.
Allerdings würden sich auch die Thüringer Firmen nicht im luftleeren Raum bewegen und spürten immer mehr die weltweite Abkühlung der Konjunktur. Selbst die Industrie habe inzwischen mit einem deutlichen Gegenwind zu kämpfen. So sei die Nachfrage aus dem Ausland nicht mehr so stark wie in den Vorjahren, der Auftragsbestand dementsprechend rückläufig.
In dieser Situation ist es wichtig, dass den Unternehmern nicht auch noch von der Politik Steine in den Weg gelegt werden, mahnt Grusser. Ein lang anhaltender Wahlkampf und neue Belastungen – wie mit Einführung des Gesundheitsfonds - seien deshalb kontraproduktiv.
Autor: nnz/knDas Bruttoinlandsprodukt in Thüringen erhöhte sich im 1. Halbjahr 2008 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,4 Prozent. Damit liegt der Freistaat über dem Wert der neuen Bundesländer (+2,2 Prozent) und auf dem Niveau des gesamtdeutschen Durchschnitts (+2,4 Prozent).
Die Thüringer Wirtschaft erweist sich trotz zunehmender Konjunkturrisiken weiterhin als sehr robust, kommentiert der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Gerald Grusser, die aktuellen Daten. Zwar gebe es Anzeichen, dass in der zweiten Jahreshälfte die wirtschaftliche Entwicklung auch im Freistaat an Schwung einbüßt, Anlass zu Pessimismus sei jedoch fehl am Platz. Die IHK halte deshalb an ihrer Wachstumsprognose von zwei Prozent für 2008 fest.
Dank ihrer eher kleinteiligen Struktur kann die regionale Wirtschaft sehr flexibel auf veränderte Bedingungen reagieren, erklärt Grusser. Damit sei sie für konjunkturelle Schwankungen weniger anfällig. Bester Beweis sind die seit Jahren doch äußerst positiven Zuwachsraten der Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe. Auch im ersten Halbjahr konnte wiederum ein Plus von 7,4 Prozent verbucht werden, zeigte sich der IHK-Chef erfreut. Damit verzeichne der Freistaat den fünfthöchsten Wert aller Bundesländer.
Allerdings würden sich auch die Thüringer Firmen nicht im luftleeren Raum bewegen und spürten immer mehr die weltweite Abkühlung der Konjunktur. Selbst die Industrie habe inzwischen mit einem deutlichen Gegenwind zu kämpfen. So sei die Nachfrage aus dem Ausland nicht mehr so stark wie in den Vorjahren, der Auftragsbestand dementsprechend rückläufig.
In dieser Situation ist es wichtig, dass den Unternehmern nicht auch noch von der Politik Steine in den Weg gelegt werden, mahnt Grusser. Ein lang anhaltender Wahlkampf und neue Belastungen – wie mit Einführung des Gesundheitsfonds - seien deshalb kontraproduktiv.

