Di, 13:22 Uhr
02.07.2002
"Ein Patient im Koma"
Nordhausen (nnz). Fast einstimmig ging es gestern bei der Stadtratssitzung zu. Nur eine Gegenstimme zum Theaterbeschluß. Mit dieser Stimme hat sich die nnz unterhalten.
Helmut Bornkessel (SPD) hatte als einziges Stadtratsmitglied gegen den Beschluß gestimmt. Für ihn sei nicht nur der jetzige, sondern auch der künftige Zustand des Theaters ein Sterben auf Raten. Das Theater ist ein Patient, der im Koma liegt und nur noch künstlich am Leben erhalten wird, so Bornkessel zur nnz. Was er in der zurückliegenden Zeit, die Bornkessel auf mehrere Jahre beziffert, vermisst habe, sei das Nachdenken über die Zukunft gewesen, die jetzt Gegenwart ist. Vor allem die Geschäftsleitung habe sich keine Gedanken gemacht. Frau Dr. Pirklbauer fühlt sich einfach nicht mit der Region, mit unserer Stadt verbunden. Sie erledigt hier einfach einen Job, so mein Gefühl.
Bornkessel verwies auch auf fehlende Kooperationen des Theaters mit anderen Spielstätten in der Nordthüringer Region und darüber hinaus. Warum wird nicht in Heiligenstadt gespielt? Warum wird ein Verbund mit Halberstadt ad acta gelegt? Warum sei die Zahl der Abonnenten zurückgegangen? Fragen über Fragen, die dem Nordhäuser bis jetzt nicht beantwortet wurden. Und letztlich wolle er sich nicht zum Stimmvieh abstempeln lassen.
Fehler sieht Bornkessel immer noch bei den Gremien, die sich damals für Pirklbauer ausgesprochen hatten. Warum wurde nicht Liebig genommen. Der soll zwar eine Stasi-Belastung gehabt haben, aber das spiele doch eigentlich nur eine untergeordnete Rolle. Bleibt für Bornkessel nur zu hoffen, dass bei der Suche eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin von Dr. Monika Pirklbauer die Entscheidungsfinder ein glücklicheres Händchen haben. Ob dann aber noch ein Intendant gebraucht wird, das steht in den theatralischen Sternen.
Autor: nnzHelmut Bornkessel (SPD) hatte als einziges Stadtratsmitglied gegen den Beschluß gestimmt. Für ihn sei nicht nur der jetzige, sondern auch der künftige Zustand des Theaters ein Sterben auf Raten. Das Theater ist ein Patient, der im Koma liegt und nur noch künstlich am Leben erhalten wird, so Bornkessel zur nnz. Was er in der zurückliegenden Zeit, die Bornkessel auf mehrere Jahre beziffert, vermisst habe, sei das Nachdenken über die Zukunft gewesen, die jetzt Gegenwart ist. Vor allem die Geschäftsleitung habe sich keine Gedanken gemacht. Frau Dr. Pirklbauer fühlt sich einfach nicht mit der Region, mit unserer Stadt verbunden. Sie erledigt hier einfach einen Job, so mein Gefühl.
Bornkessel verwies auch auf fehlende Kooperationen des Theaters mit anderen Spielstätten in der Nordthüringer Region und darüber hinaus. Warum wird nicht in Heiligenstadt gespielt? Warum wird ein Verbund mit Halberstadt ad acta gelegt? Warum sei die Zahl der Abonnenten zurückgegangen? Fragen über Fragen, die dem Nordhäuser bis jetzt nicht beantwortet wurden. Und letztlich wolle er sich nicht zum Stimmvieh abstempeln lassen.
Fehler sieht Bornkessel immer noch bei den Gremien, die sich damals für Pirklbauer ausgesprochen hatten. Warum wurde nicht Liebig genommen. Der soll zwar eine Stasi-Belastung gehabt haben, aber das spiele doch eigentlich nur eine untergeordnete Rolle. Bleibt für Bornkessel nur zu hoffen, dass bei der Suche eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin von Dr. Monika Pirklbauer die Entscheidungsfinder ein glücklicheres Händchen haben. Ob dann aber noch ein Intendant gebraucht wird, das steht in den theatralischen Sternen.


