Do, 14:07 Uhr
11.09.2008
Wacker am 13. beim 14.
Nach dem klaren Pokalerfolg in Bad Blankenburg strebt der FSV Wacker 90 Nordhausen am Sonnabend beim 14. der Thüringenligatabelle eine Fortsetzung seiner Serie ungeschlagener Spiele seit Ende Mai an. Natürlich werden die Neunziger auch wieder eine Begegnung verlieren, aber muss es gleich gegen die in der Landesliga sieglosen Ostthüringer sein?
Verhängnisvoll könnte es sein, überheblich in so ein Spiel gegen einen vermeintlichen Außenseiter zu gehen. Der FC Thüringen Weida hatte am Saisonende zehn Abgänge zu verzeichnen. In diesem Spieljahr hat die Elf erst ein Tor geschossen, dafür aber schon elf kassiert, auch wenn das Debakelspiel in Geisa, als man beim 0:6 regelrecht vorgeführt wurde, wegen Rückzuges der Ulstertaler nicht in die Wertung fällt.
Wacker, das sollte man nicht vergessen, hat in den drei Punktspielen auch erst zweimal getroffen, wobei das Klaus-Tor in Weimar vom Schiedsrichter sogar als Eigentor gezählt wurde. Der andere Treffer gegen Schlotheim ist auch dem Nordhäuser Goalgetter zu verdanken. Anders gesagt: In 270 Punktspielminuten hat kein anderer Nordhäuser getroffen.
Die Wacker-Fans hoffen natürlich, dass schon am Wochenende bei dem einen oder anderen der Knoten platzt und ein erfolgreiches Team die weite Heimreise antreten kann. Doch Achtung! In den bisherigen gemeinsamen zwölf Spieljahren in der DDR- und Thüringenliga haben die Südharzer das erst zweimal tun können, nämlich 1981 und 1987, und das nur mit einem Tor Unterschied. Neben drei Unentschieden im Stadion am Roten Hügel gab es dort sieben Niederlagen, einige waren sogar sehr peinlich.
Vor zwei Jahren war u.a. dies in der nnz zu lesen: Die Elf hatte keine Einstellung zum Spiel, vor allem aber nicht zum Gegner. Die Ostthüringer zeigten hingegen von Anfang an, wer der Herr im Hause ist. Mit dem 0:0 nach 45 Minuten waren die Nordhäuser noch gut bedient. Der Doppelschlag in der 70. und 75. Minute von Hacker und Pohland machte dann auch vom Ergebnis her den Spielverlauf deutlich, wobei die Südharzer mit den zwei Gegentoren noch gut bedient waren. Eigene Chancen hingegen waren Fehlanzeige, vielmehr soll es ein ‚Festival der Ballverluste’ gewesen sein.
Gegenüber jenem damaligen Spiel kann es also nur besser werden. Trotz fast identischer Besetzung (nur Finsterbusch, Ludwig und Brack sind nicht mehr dabei) ist der Wacker-Aufwärtstrend in den letzten Monaten unverkennbar. Man wirkt stabiler im Abwehrverhalten, ist durch mögliche Besetzungsvarianten nicht mehr so leicht ausrechenbar und damit schwerer zu schlagen. So sollte es eigentlich auch am Wochenende bleiben.
Doch Weida steht auf dem Papier schon jetzt das Wasser bis zum Hals. Da müssen sich die Neunziger auf einen bis zum Umfallen kämpfenden Gegner einstellen, zumal deren Trainer Sippel die letzten Leistungen seiner Männer spielerisch in einem deutlichen Aufwärtstrend sah. Mit der ersten Halbzeit in Steinach kann ich voll zufrieden sein", sagte er. Da hatten die Weidaer an die aufstrebende Leistung aus dem Heiligenstadt-Spiel vor einer Woche bereits angeknüpft.
Der FC Thüringen sprach von einer deutlichen Steigerung, muss aber auf Angreifer Görler verzichten. Der bereits ausgewechselte Weidaer hatte nach einer Rangelei an der Bank Gelb-Rot gesehen (81.). Bei Mannschaftskapitän Pistorius bleibt abzuwarten, ob er seine Blessur auskurieren kann. Nach den Trainingseindrücken dürfte das der Fall sein.
Im Kreisderby empfängt Wacker II am Sonntag um 14.30 Uhr die Rot-Weißen aus Kraja, die zuletzt Urbach mit 3:2 das Nachsehen gaben. Bei einem Nordhäuser Erfolg bliebe die Zweite weiter in der Spitzengruppe der Tabelle. Wie wertvoll ein guter Saisonstart sein kann, wissen die jungen Kicker aus dem Vorjahr noch am besten.
Klaus Verkouter
Autor: nnzVerhängnisvoll könnte es sein, überheblich in so ein Spiel gegen einen vermeintlichen Außenseiter zu gehen. Der FC Thüringen Weida hatte am Saisonende zehn Abgänge zu verzeichnen. In diesem Spieljahr hat die Elf erst ein Tor geschossen, dafür aber schon elf kassiert, auch wenn das Debakelspiel in Geisa, als man beim 0:6 regelrecht vorgeführt wurde, wegen Rückzuges der Ulstertaler nicht in die Wertung fällt.
Wacker, das sollte man nicht vergessen, hat in den drei Punktspielen auch erst zweimal getroffen, wobei das Klaus-Tor in Weimar vom Schiedsrichter sogar als Eigentor gezählt wurde. Der andere Treffer gegen Schlotheim ist auch dem Nordhäuser Goalgetter zu verdanken. Anders gesagt: In 270 Punktspielminuten hat kein anderer Nordhäuser getroffen.
Die Wacker-Fans hoffen natürlich, dass schon am Wochenende bei dem einen oder anderen der Knoten platzt und ein erfolgreiches Team die weite Heimreise antreten kann. Doch Achtung! In den bisherigen gemeinsamen zwölf Spieljahren in der DDR- und Thüringenliga haben die Südharzer das erst zweimal tun können, nämlich 1981 und 1987, und das nur mit einem Tor Unterschied. Neben drei Unentschieden im Stadion am Roten Hügel gab es dort sieben Niederlagen, einige waren sogar sehr peinlich.
Vor zwei Jahren war u.a. dies in der nnz zu lesen: Die Elf hatte keine Einstellung zum Spiel, vor allem aber nicht zum Gegner. Die Ostthüringer zeigten hingegen von Anfang an, wer der Herr im Hause ist. Mit dem 0:0 nach 45 Minuten waren die Nordhäuser noch gut bedient. Der Doppelschlag in der 70. und 75. Minute von Hacker und Pohland machte dann auch vom Ergebnis her den Spielverlauf deutlich, wobei die Südharzer mit den zwei Gegentoren noch gut bedient waren. Eigene Chancen hingegen waren Fehlanzeige, vielmehr soll es ein ‚Festival der Ballverluste’ gewesen sein.
Gegenüber jenem damaligen Spiel kann es also nur besser werden. Trotz fast identischer Besetzung (nur Finsterbusch, Ludwig und Brack sind nicht mehr dabei) ist der Wacker-Aufwärtstrend in den letzten Monaten unverkennbar. Man wirkt stabiler im Abwehrverhalten, ist durch mögliche Besetzungsvarianten nicht mehr so leicht ausrechenbar und damit schwerer zu schlagen. So sollte es eigentlich auch am Wochenende bleiben.
Doch Weida steht auf dem Papier schon jetzt das Wasser bis zum Hals. Da müssen sich die Neunziger auf einen bis zum Umfallen kämpfenden Gegner einstellen, zumal deren Trainer Sippel die letzten Leistungen seiner Männer spielerisch in einem deutlichen Aufwärtstrend sah. Mit der ersten Halbzeit in Steinach kann ich voll zufrieden sein", sagte er. Da hatten die Weidaer an die aufstrebende Leistung aus dem Heiligenstadt-Spiel vor einer Woche bereits angeknüpft.
Der FC Thüringen sprach von einer deutlichen Steigerung, muss aber auf Angreifer Görler verzichten. Der bereits ausgewechselte Weidaer hatte nach einer Rangelei an der Bank Gelb-Rot gesehen (81.). Bei Mannschaftskapitän Pistorius bleibt abzuwarten, ob er seine Blessur auskurieren kann. Nach den Trainingseindrücken dürfte das der Fall sein.
Im Kreisderby empfängt Wacker II am Sonntag um 14.30 Uhr die Rot-Weißen aus Kraja, die zuletzt Urbach mit 3:2 das Nachsehen gaben. Bei einem Nordhäuser Erfolg bliebe die Zweite weiter in der Spitzengruppe der Tabelle. Wie wertvoll ein guter Saisonstart sein kann, wissen die jungen Kicker aus dem Vorjahr noch am besten.
Klaus Verkouter


