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Mo, 07:52 Uhr
08.09.2008

Wollfest im Färberhof

Die Harzer Sagen stehen im Mittelpunkt des Wollfestes, das in diesem Jahr wieder auf dem Färberhof in Ilfeld-Wiegersdorf stattfindet. Was den neugierigen Besuchern in diesem Jahr angeboten wird, das hat die vorab schon mal die nnz erfahren...

Wollkommen auf dem Färberhof (Foto: Tuschy) Wollkommen auf dem Färberhof (Foto: Tuschy)
Die Färberin und der Filzmann

Schon am Eingang zum Färberhof gibt es am 20. September die Möglichkeit, den Eintritt von 1,50 Euro zu sparen, wenn man durch das eigens herbeigefilzte „Ilfelder Nadelöhr“ passt. Im Färberhof selbst finden sich dann Filz – Installation zum Neustädter Schlangenkönig, dem Sachswerfener Tanzteich und zur Sage: „Warum die Zwerge aus dem Südharz verschwanden“. Bei jeder dieser Harzer Sagen wird eine Frau mit Spinnrad zu finden sein, die allen wissbegierigen großen und kleinen Gästen ihre Sage zu erzählen weiß.

Aus diesen Spinnfrauen wird dann am Nachmittag um 16.00 Uhr mit Hilfe der Besucher die Spinnkönigen ermittelt und gekrönt. Erster Höhepunkt des Wollfestes wird um 11.00 Uhr die Vorführung des „Blauen Wunders“ sein. Hier wird gezeigt wie Wolle, die in eine gelbe Indigo – Pflanzenfarbe getaucht wird, bei der Berührung mit frischer Luft innerhalb von Sekunden die charakteristische blaue Farbe bekommt. Um 11.30 Uhr wird die inzwischen fast 100 Jahre alte und etwa vier Tonnen schwere Wollkämm-Maschine bei der Arbeit zu erleben sein.

Um 14.00 Uhr beginnt eine kleine Kino-Vorführung über Wildkatzen und andere Waldtiere, die im Südharz mit der Videokamera „eingefangen“ wurden. Des Weiteren wird natürlich wieder der „Trödelboden“ und auch der Färbergarten zu besichtigen sein. Für Kinder gibt es den ganzen Tag über Mitmach-Angebote wie Filzen, Tücher färben, Tanzen, Fingerstricken, Seilern und Kerzen ziehen.

Händler und Verkaufsstände mit Angeboten rund um Schafwolle, Filzprodukte, Kräutern, handwerklichen Erzeugnissen und Harzer Brauchtum ermöglichen den Besuchern, das Wollfest zu Hause fortzusetzen. Das Wollfest ist übrigens für längere Zeit die einzige Gelegenheit den Ilfelder Färberhof zu erleben. Wegen einer „Babypause“ bleibt er bis auf Weiteres geschlossen.
Autor: nnz

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